Monday, July 21, 2008

Die Bedeutung des Rückblicks


Eines Tages blickst Du zurück. Wir alle spüren eines Tages das Bedürfnis zurückzukehren. Es ist in uns angelegt und dient im Grunde der Arterhaltung. Jemand zieht aus in die Welt. Er findet neue Wege. Er lernt und sammelt Erfahrungen. Was hätte seine Art davon, wenn er nicht zurückkehren würde und andere von seinen Erfahrungen erzählen würde? Wenn er nicht Mensche suchte, um es an sie weiter zu geben? Nichts.

Daher ist ein Teil von unseren Bedürfnissen, auch von unseren seelischen Bedürfnissen auf die Arterhaltung ausgerichtet. Menschen, die lernen, die Spaß haben am Lernen, spüren in sich irgendwann den Punkt zurückgeben zu wollen.

Das nutzen die Esoteriker überall auf der Welt. Du kannst den Samen säen, indem Du Erkenntnisse weitergibst. Indem du die Neugier und die Lust auf mehr Erkenntnisse weckst, sorgst Du dafür, dass mehr Menschen auf die Suche gehen. Alle diese Menschen kommen Jahre später zurück und wecken noch mehr Neugier und Begeisterung und alle haben Sie Neues zu berichten – noch nie Gesehenes, noch nie Gehörtes.

Am Ende könnte eine Welt von spirituell Reisenden stehen, die ihr Basislager in einem Garten Eden haben.

Tipps

  • Erzähle Deine Erlebnisse, auch wenn Sie Dir nicht wichtig erscheinen, für jemand anderen mag es der jahrelang gesuchte Erkenntnisblitz sein.
  • Bemühe dich nicht im Einklang zu stehen mit den Interpretationen von anderen Menschen. Sieh’ Deine Sicht als eine Blume im Blütenmeer. Je mehr Farben leuchten umso prächtiger erscheint die Welt.
  • Auf jeden Suchenden folgen vier neue Sucher. Wenn Dir jemand erzählt, es gäbe nichts mehr zu suchen und Du seist angekommen, dann meide diesen Menschen. Er ist in einer Art Selbsthypnose erstarrt.


11 comments:

Dori said...

Lieber Ray,

wie schön Du das geschrieben hast! Und es ist soooo viel Wahres dran. Immer zum richtigen Zeitpunkt treten Menschen in mein Leben, die mich etwas lehren und mich auf meinem Weg wieder ein Stück weiterbringen.
So dass ich es dann an andere Menschen weitergeben kann.

Sonnige Grüße aus dem Herzen,

Dori

Ramona said...

Hallo Ray ,
Du schreibst :
Auf jeden Suchenden folgen vier neue Sucher. Wenn Dir jemand erzählt, es gäbe nichts mehr zu suchen und Du seist angekommen, dann meide diesen Menschen. Er ist in einer Art Selbsthypnose erstarrt.

Lieber Ray ,
ich bin betrübt darüber , dass Du vorschlägst einen Menschen zu meiden .
Wir sollten einen Menschen an die Hand nehmen .
Wir sollten ihm liebevoll die eigene Sicht der Dinge erklären .
Wir sollten ihm aufmerksam zuhören , wenn er uns seine Sicht der Dinge erklärt .
Wir sollten respektvoll mit einem anderen Menschen und seiner Meinung umgeben .
Wir sollten immer offen aufeinander zugehen , keinen Menschen auf Grund seiner Meinung
meiden , nur weil sie uns vielleicht nicht genehm ist , oder weil sie uns Unbehagen verursacht.
Es muss sich keiner die Meinung oder Ansicht eines anderen zu eigen machen , aber einen Menschen zu meiden kommt einer Ausgrenzung gleich - und Ausgrenzung ist inhuman .

Vielleicht erscheint Dir mein Kommentar jetzt etwas "überzogen" , übertrieben , daher erlaube ich mir mit folgenden obigen Worten von Dir zu beenden :

Bemühe dich nicht im Einklang zu stehen mit den Interpretationen von anderen Menschen. Sieh’ Deine Sicht als eine Blume im Blütenmeer. Je mehr Farben leuchten umso prächtiger erscheint die Welt.

Es grüßt Dich freundlich - Ramona

PS : Ich bin übrigens der Meinung , dass sich jede Mühe im Umgang mit anderen Menschen lohnt . ;-)

trinergy3 said...

Eine Blume im Blütenmeer *lächel* Danke für das wunderschöne Bild!
Herz-lich Elisabeth

Luiza said...

@RAMONA: warum darf man keinen Menschen meiden?
Natürlich darf man das. Wenn Du den ganzen Tag jemanden an die Hand nimmst, wirst Du irgendwann feststellen, dass es ein Fehler war und nur Deine wertvolle Zeit gekostet hat.
Es gibt genügend verachtungswürdige auf der Welt.
Die Welt besteht nicht nur aus Freunden, sondern gottseidank auch aus einer feinen Würze namens Feind oder Neider oder Benideter:-)

Viele Grüsse

Luiza

Ramona said...

@ Luiza ,
also ich kann da jetzt nicht unbedingt "Gott sei Dank" zu sagen , dass es auch Feinde und Neider auf dieser Welt gibt .
Aber ich finde , dass man auch mit Feinden und Neidern durchaus "unvermeidbaren" Kontakt pflegen kann . ;-)
Dir auch viele Grüße liebe Luiza - Ramona

Dori said...

@ Ramona:
Ich meide inzwischen alle Menschen, die mir nicht gut tun.

trinergy3 said...

Ihr Lieben, habt alle recht, es kommt immer darauf an ;)
Aber ist es nicht wahre Stärke, auch deinen Feinden und Neidern liebevoll zu begegnen? Es ist nicht leicht, aber es nimmt diesen Menschen den Wind aus den Segeln und schwächt sie - und vielleicht ist ihr Verhalten dir gegenüber einfach ein Schrei nach Liebe!?

Herz-lich nach-gegrübelt, Elisabeth :)

lily (vormals artemis) said...

Hallo, miteinander!

@LUIZA: Wenn wir davon ausgehen (und ich nehme an, das tun die Leser von Ray), dass die Welt eins ist, vor allem aber, dass sie in ihrer Gesamtheit in mir erschaffen wird und in mir enthalten ist, dann verachte ich mit jedem Menschen, der mir verachtungs-würdig erscheint, auch einen Teil meines Selbst.

Alle Handlungen, auch die scheinbar verachtenswertesten, müssen in ihrem ganzen Geworden-Sein begriffen werden, bevor sie beurteilt werden können. Es geht dabei nicht darum, Entschuldigungen für Verletzungen, Morde, Lügen etc. zu finden. Aber wenn ich dem Mörder, dem Lügner, dem Hinterhältigen kein Gehör in meinem Inneren verschaffe, dann drücke ich auch die Teile in mir weg, die auf den verschiedensten Ebenen morden, lügen oder betrügen können.

So gebe ich ihnen niemals die Chance auf Heilung.

Es existiert die Theorie, dass jede Handlung entweder aus Angst oder aus Liebe passiert. Etwas anderes gibt es nicht. Und wenn wir Dinge 'wegdrücken', verabscheuen, dann handeln wir aus Angst. Aus Angst, vielleicht selbst von dem Abscheulichen 'infiziert' zu werden.

"And fear is the mind-killer." Die Angst verhindert, mit den Augen neutraler Liebe zu sehen. Sie verhindert, klar zu erkennen, welches Verhalten allen am zuträglichsten ist. Sie verhindert ist, mit meinem gesamten Wesen in Kontakt mit dem zu treten, was da mit mir sprechen möchte.

Es gibt eine feine Linie, auf der wir balancieren müssen. Wer benötigt Liebe und wem kann ich sie geben, wer will sie wirklich annehmen, brauche ich sie vielleicht? Muss ich mich vor diesem Menschen wirklich schützen, oder habe ich einfach nur Angst? Muss ich diesem Menschen wirklich meine "Erfahrungen" aufdrücken, oder dient mein Altruismus eigentlich nur als Streicheleinheit für mein Ego?

Herzliche Grüße,
lily

Ray Gratzner said...

Liebe Dori, weitergeben ist schön und erfüllend. LG an die Sonnenfrau.

Liebe ramona, ich weiß jetzt nicht ob du ramona von der klabusterbeere bist, ich gehe mal davon aus, dass Dein Beitrag ernst gemeint ist.

Ich denke so wichtig kann ich für Dich nicht sein, dass etwas was ich sage Dich betrübt.
Erwachsene würde ich persönlich niemals an die Hand nehmen.
Mit dem Rest bin ich fast einverstanden, aber das Ausgrenzung inhuman ist, das sehe ich nicht. Man sollte sich nicht erreichbar machen für Menschen, die einem den Schwung nehmen möchten... Diese Menschen haben eine Wahl sich anders zu verhalten..

Liebe elisabeth, Danke für den Besuch. ;-)

Liebe Luiza, Du hast einen gesunden Abwehrwillen, das gefällt mir.

Liebe lily, interessante Gedanken teilst Du mit uns. Ich erlebe es so, dass man wählen kann welche Anteile im Inneren 'wachsen' oder wichtig werden und welche ich aus persönlichen Gründen nicht wähle. Wenn ich bewusst etwas in mir meide, dürfte ich es dann auch in Gestalt anderer Menschen meiden.

Angst oder Liebe? Ich denke es wird viele Situationen geben, in denen man das bestätigen könnte. ...

Ramona said...

Guten Morgen lieber Ray .
Nein , die "klabusterbeere" kenne ich nicht .
Ja , mein Beitrag ist ernst gemein .
Doch , Du bist mir wichtig . Ich mag Menschen - und zwar unabhängig davon ob sie mich mögen ;-)
Menschen sind doch einzigartige und faszinierende Wesen .
Und einen Menschen zu meiden , oder meiden zu wollen , liegt meiner Meinung nach gar nicht in der Natur des Menschen .
Doch , Ausgrenzung ist inhuman , ich finde sie sogar im höchsten Maße inhuman .
Doch , ich finde man sollte sich für Menschen erreichbar machen , auch wenn man meint sie würden einen den Schwung zu nehmen . Jeder Mensch der Schwung und Energie besitzt , kann einem anderen Menschen , dem das nicht so gelingt , doch sehr gerne etwas davon abgeben , die eigene starke und positive Energie mit im teilen .
Ich finde es sehr egoistisch einen Menschen zu meiden , nur weil man meint er käme schwach daher . Wie leicht kann ein jeder selbst in eine Situation gelangen , die es erfordert , dass uns andere Menschen liebevoll mit ihre Stärke unterstützen anstatt uns einfach zu ignorieren und zu meiden .
Aber ja , natürlich kann man auch einen Erwachsenen an die Hand nehmen . Lieber Ray , betrachte das "an die Hand nehmen" doch einfach im Sinne von "an etwas liebevoll heranführen" , vielleicht kannst Du Dich mit dieser Umschreibung eher anfreunden . ;-)

Freundliche Grüße sendet Dir die Ramona - ohne "klabusterbeere" .

Ray Gratzner said...

Liebe ramona, ich schätze Deinen Standpunkt und ich denke in vielen Fällen mag das zutreffen.
Bei Hilfe denke ich immer an Hilfe zur Selbsthilfe und wenn jemand keine Bereitschaft aufbringt, sich selber helfen zu wollen, dann ist jede Mühe vergebens. Besser man investiert sie in Menschen, die es nutzen können und wollen.
LG Rainer