Monday, October 13, 2008

Der große Zug


Es ist wieder soweit Ich stehe neben einem Baum, der mit hundert Stimmen zwitschert. Daneben noch ein Baum und noch einer. Die Vögel sammeln sich wieder zum Zug und sie ziehen in Schwärmen über den Himmel, kreisen und drehen sich und sie wecken in mir ein Stimmung von Freiheit und Freude.

Ich glaube sie freuen sich, dass sie wieder auf die Reise gehen, wieder umziehen. Luftveränderung .....

Wenn sie nicht fliegen, haben sie eine schwere Zeit vor sich. Sie werden vielleicht hungern oder mit der Kälte im Winter nicht klarkommen.

Gibt es das auch für mich? Das eine innere Stimme, ein Drang mir sagt, es ist Zeit. Es ist Zeit für eine Veränderung und wenn Du diesem Drang nicht folgst, dann wirst Du es schwer haben?
Die Vögel haben es gut, alle Vögel sammeln sich zur selben Zeit, fliegen zur selben Zeit in den Süden und später dann wieder in den Norden. Dadurch, dass sie viele sind, können sie sich im Schwarm sogar Schutz gegen Raubvögel geben.

Als Mensch fühle ich mich häufig Veränderungen gegenüber allein. Es gibt keinen Schwarm, der zur selben Zeit dieselben Veränderungen durchmacht - oder doch?

8 comments:

Gabaretha said...

Lieber Ray,
ich freue mich sehr, dass Du wieder schreibst.
Ich finde, es ist Dir hervorragend gelungen das Gefühl, das viele Menschen bei Veränderungen empfinden, anschaulich und bildhaft auf den Punkt zu bringen.
Meine Meinung: Wir sind nie allein. Alles ist Energie, alles fließt und alles ist verbunden.
...und weil "die Anderen" manchmal noch nicht bereit sind, fällt einem Einzelnen die Veränderung so schwer.
Ich wünsche Dir viel Energie auf Deinem Weg.
Sonnige Grüße aus dem Isartal,
besser und besser,
Gaba

Dori said...

Lieber Ray,

ich fuhr am Wochenende mit meinem Cabrio so durch die Lande, und sehe mit einem Mal über mir Schwalben, die sich versammeln. Und denke: oh nein, ist es denn wirklich schon wieder so weit? Ich möchte doch noch gar nicht, dass der Sommer vorbei ist. Schon wieder ein Sommer, der vorbei ist.

Sonnige Grüße

Dori

Grey Owl Calluna said...

Hallo lieber Ray!
Veränderungen durchlaufen wir doch ständig,...wir leben in der Veränderung. Da stehst Du nicht allein! Wir sind alle bei Dir, zumindest hier, auf Deiner Seite...
Viele liebe Grüße
Grey Owl

hierundjetzt said...

das leben ist veränderung...

mit kraft und vertrauen kommst du gut über die zeit.

liebe grüsse
jrene

Ashmodai said...

Derzeit verändert sich wieder vieles...
Vielleicht, weil wir kurz vor Samhain stehen. :)

Luiza said...

Doch. Wenn ein Schwarm ganz oben in der Stille eine starke Wetterveränderung durchmacht, dann erleben sie alle die Veränderung und müssen sich in desem Moement damit abfinden. Und sie schaffen es. Auch wenn jeder für sich alleine...

schocan said...

die Vögel folgen einem Instinkt. Wir Menschen müssen uns immer aufs Neue frei entscheiden, das finde ich manchmal mühsam.
Die ziehenden Vögel wecken in mir immer Wehmut, weil der Sommer dann vorbei ist, der Herbst kommt und es kalt und ungemütlich wird. Und ich habe dann immer das Gefühl, wieder eine Chance verpaßt zu haben. Chancen, die sich mir offensichtlich nur im Sommer oder Frühling bieten. Welche das sein sollten weiß ich allerdings nicht...

Ray Gratzner said...

Liebe gaba, danke für Deine ermutigenden Worte. Im steten Wechsel der Perspektive kann ich mich allein oder mit allem verbunden fühlen. Vielen Dank für Deine energiereichen Wünsche aus dem Isartal... LG Rainer

Liebe Dori, ich bin gewiß, in Dir lebt der Sommer den ganzen Herbst und Winter weiter... LG an die Sommer äh Sonnenfrau...Rainer

Lieb grye owl, danke fürs Beisammensein. Ich mag das. LG Rainer

Liebe jrene, das klingt entschieden und nach Kraft. Danke. LG Rainer

Liebe ashmodai, die Kelten hatten auch so ihre weisen Frauen...nech..
LG Rainer

Liebe luiza, Du hast eine Integration geschafft. Respekt...Diese Vögel sind einfach...tough. LG Rainer

Liebe schocan, wie schön - verheissungsvoll sind Frühling und Sommer. Ja, das Gefühl kenne ich auch. Irgendetwas vollbringen während die Natur erwacht und wächst. Danke für den Aspekt. LG Rainer