Thursday, February 5, 2009

Vorbei...Vorbei



Der Sonne meiner Jugend haben wir beide in die Augen geschaut
Wir haben gemeinsam gelacht, gesungen, geweint.
Gesehnt habe ich mich - bis zum Wahnsinn nach Dir
Habe nie verstanden - warum das so ist
Und geglaubt, dass ich alt in Deinen Armen stürbe

Vorbei, vorbei, vorbei

Mein Hals verschlossen, von Kummer verschnürt
Bricht einsam mein Herz in kleine Scheiben
Ein Teil in mir will und wird es nie glauben
Dass Du mich nicht liebst - Du nicht mich
Du reisst Dich raus, aus meinem Leben - weinend eben.

vorbei, vorbei, vorbei

Alleine bin ich und kann es nicht fassen
Die Stille im Raum - Deine Stimme nun fort
Schuldig fühlen, glücklich sein zu wollen - ohne Dich
Deren Sonne der Jugend in meinen Augen gebrannt
Deren Liebe mich erfüllte, die in der Seele ich gekannt

vorbei, vorbei, vorbei

Noch klopft mein Herz, mein Atem strömt
Und sehen wir uns einmal wieder
So sehen wir vielleicht die Liebe neu
Statt Schmerz und der Gefühle Winter
Fliegt Deine Seele meiner zu im Sonnentau der Liebe

zu zweit, zu zweit, zu zweit

7 comments:

Hexe said...

Was für ein wunderbares Gedicht. Es geht mir sehr ans Herz.

Hast du es geschrieben?

giocanda said...

Sehr schön geschrieben und - lieber Rainer, solche Abschiede gehören ins Leben, widerfahren jedem irgendwann.

Gruß
Barbara

hierundjetzt said...

lieber rainer, so schön das gedicht und so traurig zugleich. ja, auch solches hält das leben für uns bereit.

liebe grüsse
jrene

Hexe said...

Die Links sind auch interessant

Kessi said...

Hui, das muss ich erst mal nachwirken lassen... sehr gefühlvoll, es sagt so viel aus, sehr tief und mit einem solch wundervollen Ende, der Hoffnung...

Das ist ein wirklicht gelungenes Gedicht!

Bist Du der Autor??

Ray Gratzner said...

Liebe Leser, ich bin ein wenig im Rückstand mit der Kommentarbeantwortung und werde das auch noch brav tun...weil ihr fragt ob ich das geschrieben habe - Antwort ja, in einem anfall von liebeskummer....wenn ich andere zitiere, dann verweise ich immer auf die Quelle.....LG und ich antworte noch....

Makochou said...

Lieber Rainer,
ein wunderschön trauriges Gedicht hast du da geschrieben - die Gefühle sind zum Greifen nah!

Am schönsten finde ich das Bild "Sonne meiner Jugend", was sich ändert zu "Sonne der Jugend". Allein dadurch unterstützt es die Veränderung, um die es auch im Gedicht geht, die Veränderung in einem selbst, dass die Liebe nicht erwidert wird, und wie sich doch einiges im Leben dadurch ändert.

Die erste Strophe gefällt mir auch besonders gut, dazu habe ich viele Bilder im Kopf. Es ist auf eine nette und positive Art und Weise naiv geschrieben.

Die letzte Strophe, der Hoffnungsschimmer: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie beinhaltet auch ein schönes Bild mit der Seele.
Apropos Seele, ich finde, der Name wird seiner Bedeutung gerecht, so schön klingt er... ^^

Danke für 's Verlinken, und entschuldige, dass ich dich einfach so gelinkt hatte. ^^

Liebe Grüße,
Makochou