Monday, March 14, 2011

Ich weiß, dass ich nichts weiß


Ich weiß, dass ich nichts weiß. Diese schlaue Spruch stammt glaube ich von Sokrates und falls das nicht der Fall ist, dann korrigiert mich bitte. Aber auch wenn Sokrates ihn gesprochen hat, so ist die Einsicht bestimmt zu seiner Zeit nicht neu gewesen, denn auch die alten Seher der Inder um 800 vor Christi übermitteln ähnliche Einsichten und ich bin mir fast sicher, dass schon vor Tausenden von Jahren unsere Ahnen sich darüber im Klaren waren.

Wenn ich schon meine alles zu wissen, dann lerne ich nichts dazu, weil ich mir meinen Kopf und meine Gefühle per Selbsthypnose verschließe. Für viele Menschen bedeutet der Wissende zu sein, Macht. Sie können andere Menschen steuern, beraten, lenken und vieles mehr. Sie möchten diese Kontrolle nicht missen.

Wenn ich aber von einem Punkt des Nichtwissens ausgehe, dann ist mein Geist offen für vieles:

Wie schön mögen die Fasern der Erde sein, wenn wir sie sehen könnten?
Wie hinreißend mag der Duft unserer geliebten Menschen in unserer feinstofflichen Nase sein, wenn wir vom Riechen nichts verstünden.
Wieviel bedeutungsvolle Sätze würden unseren Kopf erfüllen, wenn wir nicht wüssten, wie man denkt.

Lasst alles Wissen fahren und genießt jeden Moment aufs Neue wie ein kleines unwissendes Kind und ihr werdet klüger werden als jeder Wissende.

8 comments:

Hexe said...

Soviel ich weiß, aber auch ich weiß nicht viel, stammt das Zitat tatsächlich von Sokrates, der es aber wiederum von Platon geklaut haben soll.

Mich persönlich begleitet es schon lange und hält mich immerzu an, nicht überheblich zu sein und immer weiter zu lernen.

neuealtewelt said...

Aloha!

Platon schrieb in seiner "Apologie des Sokrates" den fälschlicher Weise diesem zugeschriebenen Satz "Wer wahrhaft weise ist, weiß wie Sokrates, dass er nicht weiß.".

Ich glaube, dass eine gewisse Demutshaltung vor allem potenziellen Wissen eine gute Idee ist. Für mich persönlich bedeutet der bekannte Lehrsatz, dass man nie der Ansicht sein sollte bereits alles zu wissen; er spornt mich vielmehr dazu an mehr über meine Welt in Erfahrung zu bringen.

Als Philosoph verstand sich Platon vermutlich dazu berufen die unterschiedlichen Wissensgebiete des Menschen miteinander zu vereinen und seine Umwelt unvoreingenommen zu untersuchen. Dazu brauchte er genau diese Haltung, wie ich meine. ;)

lG,
Daniel

Irmi said...

Lieber Rainer,
ich weiß auch, dass ich nichts weiß.
Und ich behaupte auch niemals, dass ich irgendwann Allwissend sein werde.
Es ist doch herrlich, wenn man immer wieder neue Gedanken, neues Wissen aufnehmen kann.
Man sollte niemals überheblich sein.
Liebe Grüße
Irmi

Gabaretha said...

Lieber Rainer,
auch ich weiss, dass ich nichts weiss...und davon eine ganze Menge.
Nein Quatsch beiseite - wenn jeder so denkt, wird es wieder ein Stückerl schöner und wärmer auf unserer Welt. Dann lohnt es nämlich einem anderen zuzuhören und das Wissen zu tauschen.
Liebe Grüße zur N8 aus dem Isartal,
besser und besser,
Gaba

Ray Gratzner said...

Liebe Hexe,

offen und Neuem zugewandt, so kommst Du auch sympathisch rüber. Vielen Dank für Deinen Besuch...

Liebe Grüße Rainer

Ray Gratzner said...

Lieber Daniel,

vielen Dank für Deine Quelleninfomation und Deinen Demutsgedanken, von dem ich auch denke,dass Demut ein Schlüssel für vieles ist.

Vielen Dank für Deinen infomativen Post.

Liebe Grüße Rainer

Ray Gratzner said...

Liebe Irmi,

herrlich Neues aufzunehmen, Du hast vollkommen recht. Wie soll man 100 Jahre alt werden ohne Langeweile, wenn wir nicht immer noch etwas Neues fänden?

Liebe Grüße Rainer

Ray Gratzner said...

Liebe Gaba,

ja der Spass beim Austausch kommt erst wirklich auf, wenn man bereit ist andere Menschen mit anderen Sichten als Bereicherung zu sehen...

Liebe Grüße an die ESP Ultra-Mind-Meisterin.

Rainer