
Manche Wünsche entwickeln ein Eigenleben, kaum dass sie gedacht oder vorgestellt sind.
Wenn sich z.B. eine Frau wünscht einmal im Leben eine Prinzessin zu sein, aber ihr Leben ist weit davon entfernt, dass sie das Leben einer Prinzessin führen kann. Der Traum entfleucht in die Umwelt und hat jetzt einen harten Job vor sich. Überall ist die nackte und schonungslose Realität und dieser Traum geht jetzt quasi in Verhandlungen mit anderen Träumen, die anderen Menschen gehören.
Welcher Traum hat Vorfahrt? Eine zentrale Planungsinstanz für Träume gibt es wohl nicht, die Prioritäten setzt oder eine vorläufige Ordnung in die unterschiedlichen Anforderungen bringt ...
Und was ist es, dass den einen Traum zur Wirklichkeit werden lässt und den anderen nicht...
Nun, es geht um die Einsamkeit der träumenden Absicht.
Sunday, July 5, 2009
Wunsch
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Ray Gratzner
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12:20 AM
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Labels: Traum
Friday, July 3, 2009
Chef?

"Hallo Chef", begrüßte der Schüler seinen Meister, der aufgrund seines hohen Alters nur noch sehr langsam gehen konnte.
"Oho", sagte der Meister. "Wie kannst du deinen Chef in mir erkennen, wenn ich doch derjenige bin, der bei dir in die Lehre gegangen ist."
Der Schüler dachte, 'Der Meister ist verwirrt, ich werde ihm einen Tee kochen, der seinen Geist stärkt.' Gesagt getan.
Als der Meister den Tee bekam fragte er, "Ist es das, was ich heute lernen soll?"
"Trink nur zu", erwiderte der Schüler.
Als der Meister den Tee getrunken hatte, blühte er auf. Er ging schnell herum wie ein junger Mann und sagte immer wieder, "für jedes Problem ist ein Kraut gewachsen."
Glücklich kam der Schüler wieder zu seinem Meister, "seht ihr Chef, nun geht es euch wieder gut."
Darauf gab der Meister zurück. "Nicht der Tee hat mich gestärkt, sondern deine Verwirrtheit. Wenn du verwirrt bist, dann fühle ich mich kräftiger als ein junger Mann."
Der junge Mann war sehr verwirrt und alsbald sprang der alte Meister bis zur Decke ohne aus dem Atem zu kommen.
Der Schüler setzte sich hin und verzweifelte an seinem wahnsinnig gewordenen Meister.
Schließlich setzte sich der Meister neben ihn und sprach, "verzweifle nicht, körperliche Kraft lässt uns glauben, dass sich alles bewegen ließe, wenn man nur einen Hebel hätte, um anzusetzen. Ein Mensch allerdings hat zeitlebens eine solche Kraft, dass ihn nichts und niemand bewegen kann. Wenn du das beachtest, dann wirst du keine Probleme mehr haben mit anderen Menschen."
"Das heißt, du bewegst mich nicht. Ich lerne nichts bei dir?"
"So ist es. Du lernst nichts bei mir. So wie ich gesprungen bin, als ich deine Verwirrtheit spürte, so kannst du der Meister sein."
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Ray Gratzner
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12:02 AM
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Labels: Meister
Tuesday, June 30, 2009
Glühwürmchen
Wieder mal ist es soweit. Heute abend bin ich spazieren gegangen. Oberhalb des Dorfes sind Wiesen und ich kann in das Dorf und zur Kirche hinüberschauen. Der Halbmond hing wie eine angefressene Orange am Himmel und in der Dämmerung flogen die Glühwürmchen umher.
Besonders hübsch ist es, wenn sie in den Büschen sitzen und sich vom Fliegen ausruhen... Dann sieht es so aus, als hätte der Busch grüne Augen...Hübsch..
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Ray Gratzner
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11:47 PM
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Labels: Alltag
Liebe Lea
da kann man so viel über Liebe lernen, hören oder wissen. Wann immer die Liebe dann zuschlägt, dann sind doch die Elementargewalten am Wirken. Egal was wir tun und wohin wir uns wenden, das Drama nimmt seinen Lauf.
Und wann hätte Liebe schon einmal Ordnung gebracht. Wann hätte sich vor Liebe fürchten schon einmal etwas einfacher gemacht. Wann hätte vor sich selbst davonlaufen je ins Paradies geführt.
Wieviel einfacher mag es sein, mit klopfendem Herzen sich unendlicher Liebe zu öffnen, und der Unendlichkeit anzuvertrauen, wen man liebt und mit wem man leben will?
Mit dem Sagen beginnt es, alles danach ist in den unordentlichen Händen der Liebe.
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Ray Gratzner
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12:28 AM
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Labels: Liebe
Sunday, June 28, 2009
Leidenswandel

Wann immer Du das Gefühl hast seelisch zu leiden, stelle dir vor, das das Leiden eine Farbe hat.
Wenn Du dem Leiden eine Farbe geben kannst, dann überlasse die Farbe dem steten Wandel. Schau zu, wie die Farbe wechselt und wenn sie gewechselt hat, dann wird auch das Gefühl zu leiden sich verwandelt haben, denn Farbe ist Licht und Licht ist Leben und Gefühl und alles ist im Wandel.
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Ray Gratzner
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11:32 PM
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Labels: Gefühle
Friday, June 26, 2009
Mann und Frau
Wie ein langer Strom,
Der das Land durchquert und Leben bringt,
Wenn die Sonne aus Deinem Lächeln scheint,
Und tausend weitere Sonnen weckt,
Wenn wir in Deinen Augen Güte sehen,
Die jeden Kummer tilgt,
Dann wird die Wärme an Deine Seite treten
Unerschütterlich wird sie zu Dir stehen
Bis ans Ende aller Welten.
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Ray Gratzner
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10:27 AM
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Labels: Alltag
Thursday, June 25, 2009
Aufwachen...


Wie schön ist es, wenn ich morgens aufwache. Mein Körper fühlt sich wohlig entspannt. Ich liege in einer virtuellen Vergnügensblase und wälze mich im Spaß langsam von links nach rechts - herrlich.
Das ist das Erwachen des Körpers. Aber wie ist es mit dem anderen Erwachen? Irgendwo wartet ein Teil von uns, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf ihn richten. Ein Teil von uns hört aufmerksam zu, wenn wir reden. Ein Teil von uns schläft nicht und wartet.
Aber wälzen wir uns derweil auch voller Vergnügen von links nach rechts? Genießen wir mental den Zustand vor dem Erwachen? Oder kommt der Spaß eigentlich erst richtig auf, wenn wir aufwachen, die Augen öffnen und uns selbst von dort betrachten, wo wir schon immer auf uns gewartet haben, mit ungeteilter Aufmerksamkeit... *kicher*
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Ray Gratzner
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9:45 AM
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Labels: Aufmerksamkeit





