Das Ego, die Vorstellung vom Ich ist eine ähnliche Sache. Unser Ich, das gibt es nicht. Wir können eine Vorstellung davon haben, wir können andere Menschen befragen und wir werden feststellen, dass Fremdbild und Eigenbild auseinanderfallen. Wir werden sogar feststellen, dass wir uns viel schneller verändern, als wir uns einem Zustand je zuordnen könnten. Das einzig einigermaßen konstante am Ich sind seine Routinen und wer wird seine Gewohnheiten mit sich selber verwechseln wollen?
Um sich den Illousionen des Ichseins zu entziehen können wir es wie die Musiker halten. Die Musiker knallen nicht Note an Note, sondern sie machen Pausen. Und erst durch die Pausen erhalten die Musikstücke ihre besonderen, mitreißenden Gesichter.
Auch wir können Pause machen. In budhistischen Klöstern klingt in unregelmäßigen Abständen eine Glocke und ruft alle zum Pausieren auf. Pause machen, Gedanken anhalten, sich kurz besinnen, das trügerische Band des Ichseins anhalten und einfach achtsam sein, das kann ich auch ohne Glocke in meinem Leben praktizieren, um mich mit den Pausen dem wirklichen Leben mehr zu nähern, als sich in einer eingebildeten Geschichte über mein Ego zu verlieren.
Mach mal Pause. mach jetzt Pause und denke mal nichts und unterbreche alles. Nichts...
Und dann ist Zeit für


