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Sunday, July 10, 2011

Viel zu tun, daher ein Rätsel für die Leser

Hallo,

zurzeit bin ich sehr beschäftigt, meine Freiheitsgrade sind noch limitiert. So komme ich leider nicht so zum Bloggen, wie ich es sonst tun würde.

Damit Ihr aber nicht glaubt, mich gibt es nicht mehr stelle ich ein Rätsel.

Wenn manche Menschen glauben, dass sie beim Universum bestellen können und dann schickt ihnen das Universum das, was sie gerne hätten und sie bestellen sich dann etwas, von dem sie meinen, dass sie es gerne hätten, aber in Wahrheit handelt es sich um Wünsche, die andere Menschen in ihnen wachgerufen haben wie zum Beispiel,

  • Die Werbewirtschaft - kaufen bis der Arzt kommt,
  • Die Politiker -Jungs, auf nach Afghanistan, wo echte Männer geschmiedet werden,
  • Freunde -Los ab ins Bett,
  • Familie - lästern bis die Balken sich biegen
  • Usw - usf.
Was wird das Universum schicken? Einfach das, was bestellt wird?

Was wenn es in Dir einen Ort gibt, an dem alles zur Ruhe kommt, den niemand erreichen und betreten kann? Was wenn Du Dir von einem solchen Ort aus etwas beim Universum bestellst. Was bekommst Du dann?

Monday, March 14, 2011

Der Ego-la Virus

So genau weiß es niemand mehr, weil die ersten Infektionen weit zurück liegen in unserer menschlichen Geschichte. Irgendwann sprang der Ego-la Virus auf seine ersten menschlichen Wirte. Die Wirkungen waren erstaunliche Verhaltensänderungen im menschlichen Verhalten.

  1. Erfindung des Privatbesitzes
  2. Alles für mich, egal wenn andere auch noch etwas brauchen.
  3. Monotone Gedichtformen: Ich, Ich, Ich, Ich,Ich, Ich, Ich, Ich,Ich, Ich, Ich, Ich,Ich, Ich, Ich, Ich
  4. Andere Menschen sind nur für meine Bedürfnisbefriedigung da 
  5. Regeln gelten nur für andere, nicht für mich.
  6. Ich bin superwichtig. Alles was ich sage, denke, tue ist superwichtig.
Die Erkrankung verlief häufig milde. Der gesamte Clan war häufig in der Lage das Fieber wieder einzudämmen, aber irgendwann breitete sich der Virus weltweit aus.

Behandlung: Man bringe den Erkrankten in von Menschen verlassenen Gegenden, wie z.B. Wüsten, Berge, auf das Meer, in Höhlen auf fremde Planeten, etc.. Nach entsprechend langer Verweilzeit empfindet das Ego eine gewisse perspektivische Umkehr. Demut stellt sich ein.

Aber es gibt natürlich für jede Ego-la Variante andere Behandlungsformen.

Monday, January 4, 2010

Sand




Sie mochten wohl stundenlang oder eine Ewigkeit durch den Sand gelaufen sein. Er war durstig, die Sonne schien bis tief in das Knochenmark zu scheinen und er hatte nicht mehr die Kraft irgendeinen Gedanken zu fassen. Er war Sand, innen und außen - nur Sand und nur wenig schien noch zu fehlen, dass er auseinanderrieselte und Ruhe fand als Teil dieser mächtigen Düne, über die er gerade schritt.

"Komm", sagte sein Führer, "lass uns setzen. Es ist jetzt genug, du fängst langsam an Verbrennungen zu zeigen."

Er setzte sich und in seinem Inneren schwankte es weiter, so als ob er mit unsteten Schritten Meter um Meter in einer sinnlosen unendlichen Wüste weiterschreiten würde.

"Du bist hier im Ego des modernen Menschen. Es gibt kein Leben mehr, keine Gnade, nur Glut und Verbrennung. Die Welt wird brennen solange das Ego diese Form hat. Wir brauchen wieder den Regen und die Saat, wir brauchen Platz für andere Lebewesen..."

Er blickte sich um. "Ist mein Ego auch so?", fragte er erschöpft.

"Ganz genau so, du bist ein Kind der Wüste, Du schwitzt in der Sonne während du im Sand der Belanglosigkeiten versinkst. Lass das das Geschäft der anderen sein. Suche Wasser und rette zumindest eine Welt."

"Welche?"

"Deine."

Die Sonne brannte auf ihn nieder und der Wind blies ihm Sand ins Gesicht. Seine Seele wollte aufbrechen, doch seine Hände gruben nach Wasser.

Tuesday, May 19, 2009

Zwei(fel)l



"Du bist der Schatten deiner Selbst", sagte die Herausforderung zu dem Mann, der sich immer in Frage stellte.

"Wem sagst Du das", antwortete er. "Immer wenn ich glaube, jetzt weiß ich was zu tun ist, da kommen mir Zweifel was zu tun wäre - ob es der richtige Weg ist."

"Fällt es dir nicht auf, dass Du das immer wiederholst?", sagte die Herausforderung.

"Ich weiss nicht, ich bin mir eigentlich nicht sicher."

Tuesday, April 29, 2008

Postbote


Manche Menschen erinnern mich an Postboten. Ja, sie sind für mich wie Postboten in eigener Sache. Sie liefern Ihre Gefühle bei anderen Menschen ab und kümmern sich nicht um die Befindlichkeit des Empfängers, sprich des Briefkasten.

Manche sind so eifrig mit der Zustellung ihrer Gefühle befasst, dass es ihnen egal ist, ob ihre Post zu groß ist, der Briefkasten schon voll ist, oder ob die Adresse überhaupt stimmt. Hauptsache weg damit. Egal.

Solchen Menschen sage ich, "nein ich habe keine Zeit jetzt. Nein, du musst deine Post behalten."

Direkt ohne Umschweife. Trotzdem gibt es selbst dann noch Leute, in deren Konzept ein sprechender Briefkasten nicht vorkommt und die weiterhin in eigener Sache zustellen wollen.

Für mich ist die Frage, "darf ich stören?, oder hätten sie Zeit?", eine Selbstverständlichkeit des Alltags. Das sieht leider nicht jeder so. Was denkt ihr? Was geht in Menschen vor, die diese Fragen für überflüssig halten?