Sunday, October 28, 2012
Freiheit
Was würdest Du heute tun, wenn Du weniger Realist, aber mehr frei wärst. Was würdest Du tun?
Friday, January 6, 2012
Nicht trennen lassen
Vergessen, weil ein Erlebnis uns traumatisiert hat.
Vergessen, weil wir kleine Kinder waren.
Vergessen, weil es Entscheidungen unserer Eltern waren, die wir irgendwie übernommen haben.
Vergessen, weil....
Dann müssen wir achtsam uns beobachten, bis wir erkennen, aus welchem vergessenen Grunde dieses oder jenes in unserem Leben sind. Dadurch lernen wir, dass wir frei sind.
Und von diesem Gefühl und Wissen wollen uns im Alltag all die kleinen Tyrannen am Wegesrand trennen. Die, die uns klein machen wollen, die unser Bild schlecht machen wollen, die uns Schuldgefühle machen wollen, die, die konkurrieren und Wertungen verteilen, die, die alle auf einer Stufe unter sich sehen.
Wenn wir Ihnen nicht glauben und unserer inneren Wahl vertrauen, unerschütterlich - dann treffen wir die Freiheit. Mehr nicht. Die Freiheit macht nicht ohne weiteres glücklich, sie muss nicht schön sein, sie kann anders sein, als jede Vorstellung, die wir von ihr hatten. Aber sie ist eins nicht, sie ist keines anderen Menschen Stimmung untertan.
Sunday, September 25, 2011
Frösche lieben die Freiheit
Der Frosch war keine Schönheit. Er hatte einen blassbraun ockerfarbenen Teint und sah nicht unbedingt aus, wie ein Freund fürs Leben. Ich packte ihn und barg ihn in meinen Händen und hoffte, er würde mir nicht vor Angst auf die Handflächen kacken. Ich meine die essen Fliegen und so solchen Kram, wer weiß, was da auf meiner Hand gelandet wär.
Würde er beißen? Würde er giftige Sekrete absondern?
Ich schloss die Hände um ihn, so dass er es dunkel hatte und stellte fest, dass er sich angenehm kühl und feucht anfühlte. Er bewahrte die Ruhe und ich entwickelte den Plan ihn zu einem nahegelegenen Bächlein zu bringen.
Während ich Froschtaxi spielte erholte sich der kleine Kerl von seinem Schreck und blieb starr kühl und unbewegt, doch dann - dann brach die Freiheitsliebe in ihm durch und er versuchte den Schwachpunkt in meinen Händen zu finden. Zielsicher und todesmutig steckte er seinen kleinen Kopf mal zwischen das eine Fingerpaar und dann wieder gegen das nächste. Wenn er mit dem Kopf einen kleine Mulde entdeckte, dann stemmte er sich sofort mit seinem ganzen kühlen Leib nach vorne und versuchte sich durchzupressen.
Ich war stärker - HäHÄHä.
Scchließlich gelang mein geheimer hinterhältiger Plan, in der Nähe des Baches, weitab von blöden Autofahrern entließ ich den kleinen Gesellen in das Unterholz. Nach einer kurzen Verschnaufpause machte sich der wilde Frosch auf in Richtung Bach, sehr zu meiner Freude...
Mach's gut Froschi, ich hab' Dich lieb - falls Du das hier lesen solltest.
Thursday, September 15, 2011
Freiheit, die ich meine
Gedanke: Wie Ray, muss ich mir diese Freiheit vorstellen?
Nun erst einmal wird ein freier Mensch andere Menschen nie ändern, denn zu was könnte er Menschen inspirieren? Na frei zu sein, eben nicht das zu tun was andere Leute und insbesondere Ray wollen.
Freie Menschen sind keine erfolgreichen Überredner, Durchsetzer, Macher - nicht wenn es um das geht, was andere Menschen tun sollen. Für andere Menschen gilt, sie tun, was sie wollen und wenn sie frei sind, dann laufen sie am Anfang wohlmöglich den Weg des geringsten WIDERSTANDES und verhalten sich aus reiner Gewohnheit noch so, als ob sie gezwungen wären.
Freiheit ist individuell und entfaltet sich über die innere Stille, jenseits jeder Obsession...
Saturday, September 10, 2011
Die Fühler der Butterfliege
explodiert in ihm die Energie, die mir die Freude macht, ihn anzuschauen.
Er, im Einklang mit dem Gesetz, weiß nicht um seine Schönheit und Anmut.
Er spürt die Spannung in sich, lädt sich auf und birst im Flügelschlag davon.
Für Dori
Saturday, August 27, 2011
Frei zu sein bedarf es wenig
Monday, February 28, 2011
Was Du nicht willst, das Dir man tu...
Spirituelle Menschen betrachten die Welt als Innen. Darauf gründen viele Wahrnehmungsmanöver, die wiederum zu Reaktionen in der Welt "Außen" führen.
Spirituelle Menschen bringen ihr Leben unter Kontrolle, indem sie in ihrem Inneren Klarheit und Kontrolle schaffen. Die Welt in der wir alle leben ist meiner Meinung nach perfekt und sie sagt zu allem was eine Mensch sich wünscht - Ja. Da alle Menschen gleich sind, steht es auch jedem Menschen zu, in dieser perfekten Welt all das zu haben, was dieser Mensch sich wünscht. Es ist genug für alle da.
In einer Welt die Ja zu allem sagt, können wir auch Mangel erschaffen, wenn wir dies beabsichtigen. Im Moment diskutieren Politiker, wie wir Europa gegen Flüchtlinge aus der arabischen Welt abschotten können. Warum. Wir wollen in Frieden leben und Glück erleben. Warum gönnen wir das nicht auch anderen Menschen? Es ist ja nicht so, dass es für andere Menschen verlockend wäre, in der Fremde zu leben. Wenn dann kommt nur ein kleiner Prozentsatz und den sollten wir mit offenen Armen empfangen, weil wir nicht ärmer werden, sondern weil wir reicher werden durch diese Menschen. Und weil diese Offenheit mehr Freiheit in unserer Gesellschaft schafft.
Zur Zeit der Völkerwanderung kamen die Barbaren nach Rom und baten darum, im römischen Reich leben zu dürfen. Rom hatte Angst vor den Fremden, die sich als Soldaten anboten. Rom verwies sie des Landes und ging später im Ansturm der Barbaren unter. Römer und Barbaren hätten sich gegenseitig stärken und eine reiche gemeinsame Zukunft haben können.
Es ist meiner Meinung nach nicht so, dass unser Wohlstand und unsere Lebensqualität geschützt werden, wenn Europa Flüchtlinge abweist. Es wird das Gespenst des Mangels in die Köpfe von Hunderten von Millionen Menschen gesenkt, deren Seelen eine gewaltige spirituelle Kraft darstellen. Das macht uns alle ärmer und mehr gefangen in einer Gesellschaft, die den Mangel für viele schafft, um Hülle und Fülle nur wenigen zu bieten.
Thursday, November 19, 2009
Passeport s'il vous plâit
Auch wir besitzen eine Wachsamkeit, wir können entscheiden, ob wir uns für Begegnungen öffnen oder nicht. Wir sollten unsere Wachsamkeit schulen, sonst lassen wir jeden in unser Inneres passieren, der falsche Papiere hochhält, die wir nicht lesen können wie z.B.:
Prediger: Ausweis, Experte für das Leben nach dem Tod
Nachrichten: Ausweis, allgemeingültige Faktendarstellung
Sekte: Ausweis, Experte für den richtigen Weg
Polizei: Ausweis, Gerechtigkeitsproduzent
Frau: Ausweis, Experte für Männerglück
Mann: Ausweis für Frauenglück
Wenn wir wachsam sind und die Sprache unseres Inneren erlernen, lässt unsere Wachsamkeit keine falschen Experten mehr durch....
Sunday, October 18, 2009
Free Tibet

Heute war ich auf der Frankfurter Buchmesse. Gastland ist ja bekanntlich dieses Jahr China gewesen.
Im Pavillion, im Herzen der Ausstellung des Gastlandes gab es eine hohe Polizeipräsenz. An jeder Rolltreppe standen 4 Uniformierte und inmitten der Besucher jede Menge Security Mitarbeiter in Zivil, die diese kleinen Knöpfe im Ohr trugen. Manchmal hatte ich das Gefühl mehr Security als Besucher um herum zu haben.
Als ich dann den Pavillion verließ, kamen gerade ein paar Jugendliche die Rolltreppe hoch. Sie hatten sich auf ihre T-Shirts geschrieben, 'Free Tibet'. Die Polizisten haben sie nicht durchgelassen.
So viel zur Meinungsfreiheit in Deutschland. Wenn wir öfter die Chinesen zu Gast haben, dann schrumpft die Freiheit bei uns ein, sie müssen einen guten Draht zur Obrigkeit haben. Ein Schelm wer Böses dabei denkt....
Sunday, August 16, 2009
Olympe de Gouges

Olympe de Gouges endete auf der Guillotine. Sie trat für die Rechte der Frauen ein. Sie schrieb eine Deklaration der Frauenrechte, die bis zum heutigen Tag noch nicht erreicht wurde.
Es ist wichtig an der Befreiung der Geschlechter zu arbeiten. Solange Mann und Frau nicht wirklich gleichgestellt sind, ist die Gesellschaft nicht frei.
Olympe de Gouge hat einen unvergessenen Platz auf dem Weg zur Befreiung aller Menschen...
Tuesday, August 11, 2009
Krieger und Mütter
Die einen wollen den Moment leben, als sei es der letzte Moment auf Erden. Der Tod schaut ihnen über die Schulter und kann nicht nähertreten, solange sie bewusst im Moment verharren. Doch gleichsam mit dem Bewusstsein der Todesnähe, vergeht die Wichtigkeit des Ego.
Die einen bejahen das Leben, suchen das Licht und wertschätzen das Licht nur umso mehr, je zerbrechlicher das eigene Sein erscheint.
Die anderen suchen den Tod, weil sie das Leben nicht schätzen. Ihr Schmerz gibt ihnen recht, die Lebenskraft in der Dunkelheit zu verschwenden.
Und doch gibt es auch Menschen, die jeden Moment neu geboren werden. Nicht das Sterben oder Tod schaut ihnen über die Schulter, sondern das Leben selbst, die Geburt des Moments. Sie bringen Licht in die Welt, ohne der Dunkelheit oder dem Schmerz zu verfallen. Leben eine stete Geburt...
Wednesday, June 3, 2009
Wie schmeckt das Salz der Freiheit?

"Friede den Hütten! Krieg den Pallästen!Im Jahr 1834 siehet es aus, als würde die Bibel Lügen gestraft. Es sieht aus, als hätte Gott die Bauern und Handwerker am 5ten Tage, und die Fürsten und Vornehmen am 6ten gemacht, und als hätte der Herr zu diesen gesagt: Herrschet über alles Gethier, das auf Erden kriecht, und hätte die Bauern und Bürger zum Gewürm gezählt. Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag, sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigne Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf dem Acker. Der Bauer geht hinter dem Pflug, der Vornehme aber geht hinter ihm und dem Pflug und treibt ihm mit den Ochsen am Pflug, er nimmt das Korn und läßt ihm die Stoppeln. Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag; Fremde verzehren seine Aecker vor seinen Augen, sein Leib ist eine Schwiele, sein Schweiß ist das Salz auf dem Tische des Vornehmen."
Georg Büchner 1834, aus dem Hessischen Landboten
Wenn wir so arbeiten gehen, und uns fühlen wie eine "Schwiele", auf wessen Tisch sind unserer Arbeit Früchte dann das Salz?
Frei sein zu wollen und im eigenen Leben den Freiheitsgrad systematisch zu erweitern bis -
bis eines Tages die eigene Arbeit das Salz auf dem eigenen Tisch ist, das ich freiwillig weiterreiche, wann ich will, das ist ein lohnendes Ziel. Ohne den einsamen Wunsch sich zu befreien, der nicht verhandelbar ist und den ich mit niemanden teilen kann, weil Freiheit unteilbar ist, ohne den einsamen Wunsch, der für jedermann unerreichbar sein muss, damit er wirklich wird, ohne diesen Wunsch, ist alles nur Gefängnis.
Sunday, May 17, 2009
Frei....

"Viele Menschen träumen davon endlich nicht mehr tun zu müssen, was sie gerade tun müssen. Sie suchen die Freiheit und sie glauben, wenn sie reicher wären, oder einen Sponsor hätten, dann wäre ihr Leben einfacher und glücklich."
"Aber wenn ich nichts mehr tun muss, bleibe ich in der Leere stehen. Jeder Wind kann mich nun von hier nach dort blasen."
"Wenn ich aber innerlich etwas tun will, und frei werde das zu tun, was ich tun will, bleibe ich ein Gefangener meiner Wünsche. Sie blasen mich wie ein Wind von hier nach dort."
"Um wieviel einfacher wäre es also zu sein, und nicht zu bewerten, was ich gerade tue?"
"So als ob es keinen Unterschied machte, was immer ich gerade täte?"
"Richtig, ob du Bauer bist oder Stahlarbeiter. Du bleibst ein Wesen mit Bewusstheit, dessen Freiheit nicht am Tun hängt. Nicht der Besitz, noch das eigene Wünschen ist Freiheit. Freiheit folgt der Erkenntnis, dass wir weder Besitz noch Streben sind. Die Wahrnehmung kann erst erkennen, wer wahrnimmt, wenn sie sich gelöst hat - immer der erste Schritt zur Freiheit."
Friday, March 21, 2008
Glücklich?

"Glücklich? Was glücklich ist?"
"Ja, bist Du glücklich?"
Sie setzt eine Brille auf und schaut nachdenklich, dann lacht sie und schüttelt den Kopf. "Nein natürlich bin ich nicht glücklich, denn wie könnte ich das sein?"
"Warum was fehlt Dir denn zum Glücklich sein?"
"Erstens die Freiheit glücklich zu sein. Zweitens die Freiheit sagen zu dürfen was ich fühle und drittens die Freiheit tun zu dürfen was ich fühle."
"Und all das hast Du nicht?"
"Nein, wenn ich mich wohl fühle, dann gibt es immer Menschen, die meinen mich stören zu dürfen, auch wenn ich das nicht will. Diese Menschen denken, dass ich ihnen gehöre. Wenn ich einfach nur sage, was ich fühle, fühlen sich einige Menschen beleidigt, insbesondere die, die etwas darstellen wollen. Und wenn ich tue, was ich möchte, dann gibt es Leute, die stört, das ich es tue."
"Hast Du kein Privatleben, in dem dich keiner stören kann?"
"Sicher habe ich ein Privatleben, aber in jedem Moment meines Daseins spüre ich ihre Ansprüche, spüre ich ihre Missbilligung spüre ich ihren Zorn auf mich, weil ich nicht so bin, wie sie mich gerne hätten."
Wir schweigen.
"So ist das", bekräftigt sie.
Saturday, December 29, 2007
Martin Luther King
Martin Luther King ist ein zeitloses Beispiel für einen Menschen, der mit bestechender Rhetorik, den Problemen seiner Zeit eine Sprache gegeben hat.
Wer die Rede auf Englisch verstehen kann, wird von den eingesetzten rhetorischen Mitteln genauso fasziniert sein wie vom Inhalt der Rede.
Sprache hat Bedeutung. Sprache kann Macht sein. Sprache verändert wie Menschen miteinander umgehen.





