Sunday, February 6, 2011
Chakrablog ist eingestellt.
vor nicht allzulanger Zeit habe ich noch täglich gepostet. Und in meiner Anfangszeit als Blogger bin ich zufällig auf Dori mit ihrem www.chakrablog.de gestoßen. Dieser Blog und Dori sind /waren wunderbar, weil Dori eine Authentizität ausstrahlte, die mich persönlich immer im Herzen berührt hat. Für diese Berührungen danke ich Dori und hoffe, dass ihr neuer Blog oder ihre neue Internetpräsenz nicht lange auf sich warten lässt.
Die Zeit vergeht und in der Blogosphäre treffen wir nur für kurze Zeit aufeinander bevor wir virtuell uns im Internet verlieren. Mein Post heute widme ich Dori. Dori auch wenn Du nun nicht mehr sendest, werde ich hier noch ein paar Jährchen ausharren und meine Postingfrequenz nach und nach wieder auf täglich erhöhen.
Sonntagsgeschichte
Ein Mann ging in seinen Garten um Zwiebeln zu holen. Allein die Zeit die Zwiebeln zu ernten war vergangen. So setzte er sich enttäuscht in das Gras, abseits des Gemüsebeetes und betrachtete die Zwiebeln. Eine Zeit zu ernten gibt es, eine Zeit zu säen gibt es und eine Zeit zu warten gibt es. Das ist der Kreislauf des Lebens, dachte er.
Da meldete sich eine Stimme in seinem Inneren. Alles Leben hat einen zeitlosen Kern. Dort ernten, säen und warten wir zurselben Zeit, doch die Früchte all unserer Bemühungen sehen wir niemals, weil alles schon vorhanden ist und wir nur wählen müssen. Wähle Du auch.
Er nickte, stand auf. Ich werde wohl in einen Laden gehen müssen. Doch - in einer schattigen Ecke am Ende des Grundstücks sah er Zwiebeln. Die hatte er in diesem Jahr viel zu spät gepflanzt und sie vergessen. Er hatte nicht mehr daran geglaubt, dass diese Zwiebeln etwas werden würden. Doch sie waren gewachsen und jetzt waren sie genau richtig für ihn.. Er erntete und hob die Nase in die Luft. Der Geruch von Frost lag in der Luft. Dankbar trug er die Zwiebeln ins Haus.
Die Welt ist ein Garten, der für uns alle bestückt ist, dachte er. Es ist Zeit im nächsten Jahr neue Beete anzulegen und vielleicht noch wichtiger, an diese Beete zu glauben. Ich werde zu pathetisch, es ist schließlich nur Gärtnern.
Tuesday, October 20, 2009
Hurra, mein Märchen ist veröffentlicht...

Jena Isle, eine passionierte Bloggerin auf den Philipinen hatte sich ein Buchprojekt vorgenommen. Sie hat inspirierende Geschichten gesammelt, die auf ihrem Blog veröffentlicht wurden und aus denen sie am Schluss ein Buch gemacht hat 'Inspirational Thoughts and Stories of Bloggers from All Over the World'.

Von mir ist ein Märchen drin, "The weeping girl." Und daüber freue ich mich sehr....*freu*
Thursday, May 14, 2009
Das Auge des .....

Sie seufzte, verzog den Mund. Die Lippen glänzten ein wenig. "Wer einmal dem Glück ins Auge geschaut hat, der vergisst es nicht Ray. Ich war immer ein trauriger Mensch. Nichts konnte mich aufheitern und die Welt war für mich wie ein faule Frucht. Nett gemeint aber mit fauligem, lügenhaften Beigeschmack."
"Meine Lehrerin sagte immer, das Glück hat ein Auge, das immer wach ist. Wenn Du es schaffst einmal dadurch zu blicken, dann schaffst Du es immer wieder. Alles Blödsinn habe ich mir gedacht. Das Glück ein Auge!" Langsam und genussvoll klopft sie mit dem Finger gegen die Schläfe."
"Eines Tages bin ich Bus gefahren. Ich schlief. Ich sah plötzlich einem Kind ins Gesicht - einem Kleinkind. Mein Gesichtsfeld war eingeschränkt, so als ob ich eingeschränkt sehen würde. Aber aus dem Kleinkind strömte mir ein glückliches Gefühl entgegen, dass mich ergriff und aus jeder Pore in mir herauslaufen wollte. Das machte mir Angst, denn ich kannte es nicht. Ich wachte auf und immer noch pulste das Glücksgefühl in mir. Dann sah ich eine Kleinkind vis-a-vis. Es lächelte mir zu und ich lächelte glücklich zurück."
"Als ich meiner Lehrerin wieder begegnete wollte ich es ihr berichten, dass ich das Auge des Glücks gefunden hatte...aber sie winkte nur ab. Es ist nichts. Gar nichts. Gar nichts."
Liebe Grüße
Saturday, March 21, 2009
Der Schlüssel des Lebens
Jede Frau trägt den Schlüssel des Lebens in sich. Sie kennt das Geheimnis Leben zu geben. Sie trägt das Wissen sowohl im Körper als auch in der Seele.
Wenn eine Frau keine Kinder gebären kann, dann ist ihre Seele doch imstande vielen imaginären Kindern das Leben zu schenken...
Es mag sein, dass für viele Frauen der Vorgang Leben zu spenden so alltäglich ist, das er ihnen als nichts Besonderes vorkommt. Oder es ist nichts Besonderes, weil es in der Gesellschaft nur selten gewürdigt wird. Aber jede Frau ist der Keim einer neuen Welt.
Friday, January 30, 2009
Schaukel gefällig?

Sie setzt sich auf eine Schaukel und schwingt umher.
"Schaukeln ist für mich ein Abbild des Lebens. Mit Krafteinsatz schwinge ich hoch in die Luft - meine Perspektive ändert sich. Ich sehe mehr und mehr. Bis mich die Schwerkraft wieder nach unten zieht. Und wenn ich nicht gegen den Bewegungswechsel ankämpfe, komme ich wieder hoch hinaus."
"Die Schwerkraft: das sind die alltäglichen Notwendigkeiten für mich, Kochen Waschen, Essen, Geld verdienen. All das zieht mich tief hinein ins Irdische, aber wenn ich nicht dagegen ankämpfe, gegen die Notwendigkeiten des Lebens, sondern mich freue. Dann wird der Zwang, wie der Zwang zu fallen zur Quelle steten Schwungs. Ein Schwung, der meine Seele nach oben trägt."
"Die treibende Kraft ist die Liebe zur Schaukel, der Spaß am Fallen und der augenscheinlichen Sinnlosigkeit."
"Irgendwann ist es dann soweit. Du verlässt die Schaukel und gehst, wohin dein Blick dich zieht."
Saturday, January 17, 2009
Blau
Sie holt Luft und stemmt eine Hand in die Seite. Dann schaut sie mich an, die glatten Haare fallen auf der geneigten Seite des Kopfes in die Leere. "Weißt du was mir schwergefallen ist, als ich Träumen lernte."
Ich schüttele den Kopf, gleichzeitig befällt mich eine immense Trauer, intensiv und den ganzen Körper erfassend.
Sie lächelt ein wenig. „Die Trauer weißt du? - Die Trauer.“ Sie atmet wieder tief ein. Dann scheint sie mit der Hand imaginäre Figuren in die Oberfläche ihres Sitzes zu malen.
„Träumen machte mich traurig. Ich erlebte die wunderschönsten Träume und wenn ich wieder wach war, wurde ich intensiv deprimiert. Eine Zeitlang war die Trauer so intensiv, dass ich mehr als verzweifelt war. Ich bekam Angst, dass mit mir etwas nicht stimmte. Die Trauer schien sich jeder Kontrolle zu entziehen.“
„Und dann?“
„Erst ging die Angst krank zu sein, dann legte sich die intensive Trauer und wurde abgelöst durch eine Sehnsucht. Mein Körper, mein physischer Körper hatte verstanden. Die Trauer, die ich zuerst verspürt hatte, wäre das Gegenstück in der Welt der wachen Menschen gewesen. Wenn wir wach sind, verspüren wir Trauer, wenn wir etwas verloren haben. Dieser Verlust war die Unterbrechung der intensiven Träume, die ich damals erlebte. Meine ersten Träume auf dieser Ebene waren so verrückt, so voller Verlangen und Leidenschaft gewesen, dass wieder wach zu werden schmerzvoll schien.“
Ich nickte. „Schwer zu verstehen.“
Sie nickte. „Für dich, ja. Dir mangelt es ein wenig an Leidenschaft. Das ist nicht schlimm, denn Leidenschaft kannst du bei mir lernen. Manche Menschen nur, dass solltest du wissen, tragen eine unstillbare Trauer in sich, die sie verlieren könnten, wenn sie träumen, immer wieder träumen und ihre Leidenschaften durchleiden würden, was immer es auch sei. Indem ich meine Leidenschaften erlebte, im Traum durchwanderte, erlernte mein Körper im Wachen die Sehnsucht. Sehnsucht nach der Welt der Weiten, der schönen Winde, der wissenden Blumen, der knabbernden Geräusche, den Seelen des Friedens und der dämmernden Glückseligkeit.“
„Leidenschaft?“
„Leidenschaft!“
Ich fühle mich ein wenig steif und ungelenk. Doch das Gefühl der Trauer weicht langsam einer Unruhe, einer aufsteigenden Lust etwas zu erleben, einem Hunger.....
„Schon besser.“ Sie steht auf und greift meine Hand. „Es wird blau werden Ray. Richtig Blau.“
Ich folge ihr in eine Symphonie der Blautöne. Eine blaue Welt, der klingenden Farben. Farben, die seligmachende Gefühle auslösen, die mich aufregen und mich davonzutragen scheinen. Wie eine Wildwasserfahrt, rase ich durch diese Welt, immer dicht hinter ihr, die lacht und die sich langsam blau wird.
Dann kommen wir wieder zur Ruhe auf einer Art Düne. „Für diesmal reichte es“, sagt sie. „Blau steht für dich an der Pforte zur Leidenschaft.“
Thursday, March 6, 2008
Süden

"Der Süden wird oft mit einer Sonne am Firmament in Verbindung gebracht. Das habe ich zu Beginn auch immer gedacht. Du musst wie eine Sonne sein, wie eine Sonne werden. Nach und nach erkannte ich, dass der Süden gibt. Er gibt Wärme und hat dann dieses kurze Gefühl von Kälte. Leichte Schauer, die über das Gesicht huschen, den Rücken. Das Geben freut die Menschen, das loben sie. Wer aber erforscht die Bedeutung des Frösteln. Gibt es eine Kulturgeschichte des Frösteln. Hat dieses Frösteln zum Überleben der Menschheit beigetragen, wie das Geben.
Wenn die Sonne fröstelt, dann hat sie vielleicht einen Flecken. Wenn der Süden fröstelt, dann rutscht für einen kurzen Augenblick aus der Ewigkeit etwas nach. Ohne den Süden - keine Geschenke aus der Ewigkeit."
Tuesday, January 29, 2008
Aller guten Dinge sind drei, Gefühle teilen ist Wärme

Gefühle sind die zwischenmenschlichen Flüssigkeiten.
Gefühle sind stärker als jeder versteinerte Mensch. All die widerspenstigen Geister, die der Liebe folgen, die von Gefühlen überwundenen aussichtslosen Situationen des Lebens beweisen es. Gefühle überwinden jeden hartherzigen Menschen, indem sie ihm ausweichen, andere Wege suchen, sich erheben oder abkühlen und mit Entschlossenheit beherzt einen Platz zum Leben und Träumen finden. Gefühle lassen uns das Leben erst spüren. Gefühle tragen Nahrung in den kleinsten Winkel der Seele.
Mit anderen ein Gefühl zu teilen ist Wärme. Verschenke ein Gefühl - egal ob groß oder klein. Du schaffst das wärmende Netz in dem das Leben uns alle verbindet und nährt.
Monday, January 28, 2008
Lächeln ist Wärme
In vielen Dingen des Alltags steckt die Energie, die wir sammeln und vermehren können. Lächeln ist Wärme. Wir alle können jeden Tag ein bißchen Wärme um uns herum spenden, indem wir einem Menschen ein Lächeln schenken. Beim Einkaufen, an der Ampel oder im Büro.Wenn ich über mein lächelndes Bild meditiere, dann kann ich die sanfte Wärme spüren, die in diesem Gefühl liegt. Sie glättet die Ausstrahlung und sie wächst unaufhörlich. Verschenke heute ein Lächeln, für eine wärmere Welt.
Sunday, January 27, 2008
Wärme

Ich weiß, dass Wärme wichtig ist für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden. Aber was ist menschliche Wärme. Meiner Meinung nach wird esoterische Energie im Alltag gesammelt. Im Alltag wird die Bürde der Arbeit allzu häufig auf die Frauen abgewälzt, die unfreiwillig zu Experten im Energie sammeln werden. Sie wissen wofür Männer zu faul sind es zu lernen und esoterisch suchende Frauen sind Männern oftmals haushoch überlegen.
Die Meisterin der Wärme bei den Frauen ist die Sonnenfrau.
In unserem Kulturkreis begrüßen wir uns mit Handschlag. Der kurze Kontakt von Haut zu Haut ist Wärme, menschliche Wärme. Wenn wir einem Menschen die Hand reichen, wenn wir einen Menschen berühren, dann wird in den Seelen der Menschen Wärme angesprochen.

Eine Bedeutung des Handreichens ist gemeinsam Wärme und Nähe zu spüren. Männer bringen sich häufig um diesen Aspekt des Händereichens, indem sie die gereichte Hand möglichst fest und hart drücken. Ein fester harter Händedruck transportiert mehr Kälte als Wärme und Stärke vergeht im Laufe der Jahre, aber die Wärme begleitet uns ein Leben lang.
Wenn wir alle Fische sind im Wasserbecken des Lebens, dann wärmen wir das Wasser für alle ein kleines bisschen an, wenn wir Menschen bewusst mit Wärme die Hand geben. Schön dass ich Dich treffe. Schön das Du da bist.

Sunday, December 9, 2007
Rotating Sun from NASA, Auf der Jagd nach Lebenskraft
- Der Klage des Nachbarn gegen meinen Hund.
- Den betrunkenen Männern in der Straßenbahn, die Streit suchen.
- Wenn ich vor dem Geldautomaten stehe, und mich beobachte fühle.
Was ist Lebenskraft aus esoterischer Sicht betrachtet? Wie kann ich Lebensenergie sammeln, bewahren, vermehren und zu meinem Nutzen einsetzen?
Auf diese Frage gibt es unzählige Antworten, die richtig sind. Ich werde eine dieser vielen Antworten geben. Eine Antwort deren Wahrheitsgehalt jeder für sich überprüfen kann.
Lebensenergie ist Ausdruck seelischer Schaffenskraft und findet ihren Niederschlag im Wohlbefinden des Körpers, des Träumens, der Verfolgung von Absichten und der Wahrnehmung feinstofflicher Energieniveaus. Lebensenergie kann in jedem dieser Bereiche gesammelt werden und so finden wir im Fitnessstudio die Esoteriker des körperlichen Wohlbefindens. Der Lesende, Schreibende oder Schlafende webt motivierende heilende Traumbilder, die Kaufleute und die arbeitenden Menschen jagen energiereiche Objekte, die für den Körper nützlich sind. Und eine spezielle Form besonders gefestigter oder entrückter Menschen sehen die feinstofflichen Energien und lenken die Energien um, oder finden ihren Weg im Fluss.
Alle Menschen sind gleich. Egal wo ich meine Stärken sehe und wo ich Energie auftanke, sammeln, halten, vermehren und einsetzen von Lebensenergie sind wichtige Aufgaben. Wenn ich Energie tanke und sie verlässt mich sofort, dann bin ich ein Fass ohne Boden. Ich erschöpfe meine Umwelt.
Wenn ich Kraft sammle und vermehre sie nicht, dann ändert sich in meinem Leben nichts, denn die energetischen Zu- und Abflüsse sind in einem esoterischen Gleichgewicht. In diesem Stadium ist Esoterik kein Thema, denn ich spüre durch esoterisches Wissen keinen Unterschied in meinem Leben - belanglos also.
Wenn ich die Kraft vermehre, dann ändern sich die Energieflüsse in meine Richtung, doch jetzt muss die Kraft gesteuert werden oder ich ende als dicker unbeweglicher Kraft-Walfisch auf dem Land, erdrückt vom eigenen Gewicht.
Schreiten wir zur Tat, Sammlung von Energie. Energie werden wir in unserem feinstofflichen Körper speichern. Ich begebe mich auf meine persönliche Fitnesstrecke und treffe meine Vorbereitungen zur Meditation.
Mein Ziel heute ist die Sonne!
Ich stelle mir vor eine Sonne zu sein. Anfänglich fühle ich kalt und die Vorstellung zu strahlen ist getrübt von Alltagsgefühlen - dann setzt das Zünden ein. Ein Bild meines Sonnenkörpers entsteht. Die Wärme, die strahlende Energie überwältigt kalte und dunkle Energie, die an mir hängt. Ich lasse mich in die Energie der Sonne fallen und genieße die Leichtigkeit des energetischen Daseins, den Vorrat von Brennstoffen für mehrere hundert Millionen Jahre. Mir wird klar warum Menschen früher Sonnekulte hatten. Dann kehre ich langsam zurück in den Alltag und werde wieder wach.
Sonnen- und Mondfrauen können diese Übung sehr intensiv erleben. Sie schalten auf dem Weg in den Alltag eine Zwischenphase ein. Sie werden von der Sonne zum Mond, bevor sie in den Alltag zurückkehren.
Was ist jetzt anders? Mein Einssein mit der Sonne hat mich gereinigt und meine feinstofflichen Energien aufgetankt. Ich bin bereit für das Fitnessstudio, den nächsten Traum, die Arbeit oder für das esoterische Gesicht.
Sunday, December 2, 2007
II. Ist Sex gefährlich, aus esoterischer Sicht betrachtet.
Der Mann der Tat sagt, "also hör mal, wenn Sex gefährlich wäre, dann wäre das seit Jahrhunderten bekannt."
Der Gelehrte fügt hinzu: "Ja, aber er meint, das die Menschen Kraft verlieren, wenn sie Sex haben."
"Warum sollte das wohl sein?", fragt der Mann der Tat. "Ich meine man könnte Menschen vor dem Sex und danach untersuchen, was wäre dann das Ergebnis?"
Der Lernende, "Menschen, die ein Loch in der Aura haben?"
Beide Männer lachen brüllend auf. "Ein Loch in der Aura, du bist gut. Stell dir mal vor, wie so eine Aura aufgebaut ist. Sie besteht aus Energiefäden. Diese Fäden können nicht zwischendrin aufhören und dann weiterlaufen, das klappt nicht. Entweder sie sind da oder nicht." Der Gelehrte winkt ab.
"Aber in manchen Büchern steht etwas von Löchern die entstehen, von Kraftverlust?", fragt der Lernende unbeeindruckt vom Gelächter. "Warum wird es dann erzählt und wie könnte man Anderen erklären, das sie keine Kraft verlieren?"
Der Mann der Tat zuckt mit den Schultern. "Ich weiß es nicht, ich würde einen anderen Gesichtspunkt aufzeigen wollen. Wenn Menschen das Gefühl haben, zu wenig oder zu viel Sex zu erleben, dann fühlen sie sich unwohl. Ihre Aufmerksamkeit wird immer wieder von dem Thema angezogen. Es beansprucht Zeit, die vielleicht besser verbracht werden kann, als über die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr im Allgemeinen oder bezogen auf sich im Besonderen nachzudenken. Und meisten ist der Hintergrund bei Männer ein anderer. Sie leiten ihren Wert als Mann von der Häufigkeit des Umgangs mit dem anderen Geschlecht ab. Kann ich viele Abenteuer vorweisen, dann bin ich ein besonderer Mann - ansonsten ist mit mir nichts los."
"Also ich stimme meinem werten Vorredner zu", sagt der Gelehrte, "und ich kann seine Bemerkungen ein bisschen Theorie untermauern. Wenn du meditieren willst, wenn du innerlich lernst Kraft zu bündeln, um sie auf bestimmte Absichten zu richten, dann ist ein Versager-Bild von dir nicht hilfreich. Sagen wir mal, du möchtest ein erfolgreicher Bühnenbildner werden und trainierst eifrig für dieses Ziel. Du richtest deine Absicht auf dieses Ziel und unterstützt es mit meditativen Bildern. Nachdem du also deine Kraft auf das Ziel richtest, wirst du dann im Verlauf des Tages traurig, weil du meinst in deinem Liebesverhältnis steht es nicht zum Besten. Dieses traurige Gefühl stammt von einem Selbstbild kein richtiger Mann zu sein und deswegen im Leben wenig zu erreichen."
Die Sonnenfrau wirft ein, "und das ist der Punkt, an dem Männer uns Frauen so richtig auf den Senkel gehen. Sie kommen, wollen Aufmerksamkeit und Liebe, aber die ganze Zeit über spüre ich Unbehagen. Das hat nichts mit mir zu tun, ich spüre nur ein todtrauriges Gefühl, das an mir klebt und frage mich, wo das jetzt wieder herkommt."
Die Mondfrau nickt bestätigend. "Als Frau möchte man nicht das todtraurige Gefühl der Männer im Austausch gegen Liebe nehmen. Was nutzt es mir ihnen zu willen sein, nur damit sie das Gefühl haben, jetzt besiege ich die Welt aber ich fühle mich danach blöd?"
Sonnenfrau nickt. "Nein, will frau nicht."
Der Gelehrte ergänzt, "also ist die Überzeugung, eine Mann müsse Erfolg bei Frauen haben, unabhängig von deren Launen ..."
Die Sonnenfrau protestiert, " Wohlbefinden - nicht Launen - Wohlbefinden!"
Der Gelehrte nickt, " äh, unabhängig vom Wohlbefinden der Frauen, ein Irrglaube. Du kannst erfolgreich sein bei Frauen und im Beruf ein Versager und umgekehrt. Sex ist da kein Bindeglied, es sind zwei verschiedene Dinge. "
Die Mondfrau fügt hinzu, "wir Frauen suchen uns die Männer aus, egal was die Männer sich einbilden. Wenn wir uns einen gewählt haben, dann kann er sich zwar einbilden, er hätte uns verführt, aber das ist Einbildung."
"Erfolg besteht nicht darin Dinge zu erzwingen", meint der Mann der Tat. "Erfolg besteht darin zu erkennen, wo die Dinge möglich sind, wo die Gelegenheiten da sind und sie dann umzusetzen. Das ist Erfolg."
Der Gelehrte schlussfolgert. "Also schaffst du dir vielleicht Möglichkeiten, die du dann nicht ergreifst, weil du gerade damit beschäftigt bist dich wegen deiner Liebesverhältnisse schlecht zu
fühlen."
Der Mann der Tat fährt fort, "oder du läufst gegen die Wand, weil die denkst - ich bezwinge die Welt, denn ich habe gerade Sex gehabt. Sex zu haben ist das Eine, eine Gelegenheit für Ziele zu haben, die man sich im Leben setzt, ist das Andere."
Die Mondfrau zieht auch ihren Schluss. "Also verlieren Männer viel Energie wenn sie sich mit Frauen beschäftigen, um sich als richtige Männer zu fühlen."
Sonnenfrau, " und verwechseln dann auch noch das Beschäftigen mit uns Frauen mit der Anzahl von Liebesakten."
Mondfrau gähnt, " Sehr einfache Strukturen sind das."
"Die mitunter schwer zu durchschauen sind", meint der Gelehrte.
"Aber zurück zu deiner Frage", sagt der Mann der Tat. "Wie kann man erkennen, das man durch Sex nicht geschwächt wird. Nun das ist einfach."
"Du setzt dich in einem ruhigen Moment hin, ungestört von allem. Dann stellst du dir vor eine schwere Last zu tragen, gerade so, dass du sie ausdauernd tragen kannst. Das ist das Bild deiner augenblicklichen Kraft."
"Dann erinnere dich an den letzten Liebesakt und trägst die Last in deiner Vorstellung dabei weiter. Hast du nach dem Akt Probleme den Stein zu tragen, dann hast du Energie verloren. Wird der Stein leichter, hast du Energie gewonnen, bleibt alles beim Alten, ist deine Energiebilanz dieselbe. So einfach ist das."
Der Gelehrte, die Südfrau und die Mondfrau nicken. "Ja, wir alle haben diese Übung schon mal gemacht."
"Und?", fragt der Lernende.
"Du verlierst keine Energie, es hat keine Auswirkung."
"Und warum behaupten es dann einige Leute?"
"Ja, das ist die Frage nach der Motivation dieser Leute", sagt der Gelehrte
Wird fortgesetzt.
Was denkt ihr. Warum behaupten manche Leute, dass körperliche Liebe schwächt?
Wednesday, November 14, 2007
Wer ist die Sonnenfrau?
Die Sonnenfrau ist ein ganz besonderer Mensch. Sie strahlt Energie in einem Ausmaß ab, das andere Menschen sich daran wärmen können wie an einem Ofen. Sonnenfrauen sind daher geschätzte und sehr begehrte Menschen.
Wer soviel Wärme produziert, muss viel Energie produzieren und damit hat die Sonnenfrau mitunter Probleme, denn seit die Menschen im Patriarchat leben, ist die Sonnenfrau von einer ihrer wesentlichen Energiequellen abgeschnitten. Sonnenfrauen sind geborene Gruppenbildner, die sie mit ihrer Wärme zusammenhalten. Im Gegenzug erhält die Sonnenfrau aus der Gruppe, aus ihrer Gruppe soviel Anerkennung und Dankbarkeit, dass sie mit sich im Einklang bleiben kann. Mit Einklang ist ein Gefühl gemeint, in dem die Sonnenfrau sich ‚als im Fluss befindlich’ empfindet. Je mehr Leuten sie ihre Wärme sinnvoll geben kann, um so mehr fühlt sie sich ausgefüllt.
Aus diesem Grunde sind sie in der Wirtschaft für Posten wie Teamleiter, Abteilungsleiter oder Posten mit übergreifenden Aufgaben sehr geeignet, wie z. B. eines Sicherheitsbeauftragten.
Aber bekommen Sonnenfrauen diese Chancen? Leider nicht, solange die männliche Hierarchie in der Wirtschaft den Wert der Wärme nicht erkannt hat.
So schlagen sich Sonnenfrauen sehr häufig mit Kältegefühlen herum. Sie vermissen die Sonne, sind deprimiert und klagen über kalte Glieder. Sie sehnen sich nach Menschen und fürchten sich zugleich davor, weil das Patriarchat ihnen in der Öffentlichkeit den Sinn abspricht. Einen Sinn, der sofort klar wird, wenn Sonnenfrauen im Team agieren.
Abgedrängt und vereinzelt treten andere Wesenszüge der Sonnenfrauen in den Vordergrund. Sonnenfrauen sind Sinnstifter. Sie beschäftigen sich mit philosophischen Projekten und sind oft übervoll mit Ideen für eine bessere Welt, für die sie nur Frauen als Gesprächspartner finden. In Sonnenfrauen lebt der Lebensentwurf einer Welt, in der alle Menschen gleich sind und jeder seine Bedeutung hat. Sie warten auf den Tag, wo die Vorherrschaft der Männer endet. Sie sind es, die uns dann in eine bessere Welt führen werden.
Acht Irrtümer der Liebe
1. Die Frau der Sonne ist warm und geduldig und sie sorgt dafür, dass die Menschen einander wohlgesonnen sind. Alle sollen sich in ihrer Anwesenheit vertragen - und doch sind Konflikte im Umgang mit den Menschen notwendig und unvermeidlich, denn jeder hat schon mal Wünsche, die nur zu Lasten eines Dritten umgesetzt werden könnten. Und dieser Dritte wird sich wehren.
Passiert das zwei Menschen im Umfeld der Sonnenfrau, dann versucht die sonnige Frau darüber hinweg zu helfen, indem sie z. B. Wärme spendet, einen Kuchen backt oder einen Ausflug plant. Irrtum Nr. 1: Liebe ist nicht, dass Harmonie herrscht.
Liebe ist, dass man Konflikte zulässt und keinen Vorteil einseitig zu Lasten eines anderen Menschen anstrebt. Wir sollten soviel Wärme besitzen, das wir fair teilen können
2. Die Frau des Mondes ist eine Schwimmerin im Ozean der Gefühle. Sie schwimmt in Liebe und möchte Andere an ihrem Gefühl teilhaben lassen, bis diese fast daran ertrinken. Irrtum Nr. 2: Liebe ist nicht nur mein innerer Gefühlszustand.
Nein Liebe lässt dem Anderen Raum für sein Gefühl, lässt ihm Raum zum Atmen. Die Mondfrau muss loslassen, selbst wenn sie dabei fürchtet in Liebe zu ertrinken.
3. Die Frau der Worte und des Witzes herrscht mit ihrer Zunge. Niemand ist ihr gleich. Sie weiß das und versteckt ihre Stärke. Wenn sie liebt, liebt sie wortreich, überlegt und nützlich. Sie erwartet von Anderen, die sie lieben, das Gleiche. Irrtum Nr. 3: Liebe ist Nützlichkeit, gute Worte - einwandfreie Gesinnung.
Liebe ist auch, die Schwächen Anderer zu dulden, gerade dann, wenn man bereits weiß, dass man einzigartig ist - schließlich können die Anderen keine Frau des Wortes und des Witzes werden.
4. Die Frau der Tat kommt gut aus eigener Kraft zurecht. Sie hasst Schwäche und Intoleranz, denn sie sieht in jedem Menschen eine unabhängige, für sich selbst zurecht kommende Persönlichkeit, die Andere in ihrem Wirken tolerieren. Irrtum Nr. 4: Liebe ist eine einsame Angelegenheit.
Die Frau der Tat muss erkennen, das Liebe nicht nur Einsamkeit, sondern auch eigenständige Verantwortung für die Pflege einer Gemeinsamkeit ist. Gemeinsamkeit bedeutet nicht, sich selbst alleine nicht mehr helfen zu wissen. Liebe bedeutet vielmehr zu wissen, was man aus eigener Kraft für eine Gemeinschaft tun kann, die einen über die Selbständigkeit hinaus belohnt.
5. Bei den Männern ist der geheimnisvolle Mann der Ansicht, die Liebe sei ein Geheimnis. Er verpackt alle Worte in kryptische Hinweise und vermutet ebenso in dem geliebten Partner hinter allem Gesagtem ein Geheimnis. Irrtum Nr. 5: Nichts einfach nur so nehmen zu können, wie es gesagt wurde.
Liebe ist kein Geheimnis. Liebe ist ein Geschenk, das zu Zweit ausgepackt wird. Hier wird nichts kunstvoll verborgen, sondern kunstvoll offengelegt. Der geheimnisvolle Mann muss lernen seine Gefühle offen auszusprechen oder er verläuft sich in seinemGeheimnis.
6. Der Mann der Tat ist seinen Gefühlen von den Männern am Nächsten. Er schwimmt in seinen Emotionen, aber er kann sich bei aller Liebe nicht entscheiden. Irrtum Nr. 6: Verliebt in das Gefühl der Liebe.
Er muss lernen, dass es nicht die Liebe ist, die es zu lieben gilt - sondern das der Mensch seiner Anbetung gepackt und geliebt werden muss, dauerhaft und leidenschaftlich.
7. Der Gelehrte kennt so viele Bücher. Er liebt die Suche nach ihnen und kann- Irrtum Nr. 7: seine Gelehrsamkeit nicht mit profanen Menschen betrügen, die niemals den edlen Ansprüchen eines guten Buches gerecht werden können.
Er muss lernen, das die Geliebte eine Wissenschaft für sich sein kann - unergründlich und unerforschlich - und somit seine Liebe für Sie kein Betrug, sondern Dienst an der Gelehrsamkeit ist.
8. Der hilfreiche Mann will helfen wo er nur kann. Irrtum Nr. 8 Liebe ist keine ausschließliche Hilfsbereitschaft.
Liebe ist Partnerschaft und statt dem Partner jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, muss der hilfreiche Mann es ertragen können, den Partner etwas für ihn tun zu lassen. Der hilfreiche Mann muss es ertragen lernen, etwas Eigenes zu wollen, um ein Partner zu sein.

