Showing posts with label Helfen. Show all posts
Showing posts with label Helfen. Show all posts

Sunday, May 11, 2008

Denke Pink



Doe Lang, hat ein schönes Buch geschrieben, dass ich sehr schätze. Charisma: Discover and Unleash Your Hidden Powers

So berichtet sie auf Seite 114 ihres Buches von einer Technik, die von den Rosenkreuzer überliefert ist. Farben atmen für die Heilung. Hier geht es um die Kraft der Gedanken, die Kraft der Vorstellung Dinge zu ändern, zu heilen und zu verjüngen.

Wenn ich jemandem helfen möchte, der emotionale Probleme hat, die zu Krankheiten führen, dann stelle ich mir vor eine pink- oder rosa Farbe umgebe die Person. Empfohlen ist die Übung zu einer Zeit durchzuführen, wenn der Betroffene schläft. Eine physische Nähe zur Person ist nicht erforderlich.

Zuerst meditiere ich und reinige die eigene Bewusstheit, dann stelle ich mir die Person vor, der ich helfen will. Ich sende ein Gefühl der Liebe mit einer angemessenen Farbe.

Wenn die Krankheit nicht emotional sondern körperlich verursacht ist, dann sende ich eine orange Farbe.

Lichtmeditationen sind Meditationen, die mir persönlich sehr viel Spaß machen und ich wette, einige von Euch haben sie auch schon angewandt.

Saturday, November 24, 2007

Der Meister und sein Schüler

Der Meister und sein Schüler waren unterwegs. Nach und nach kaufte der Meister Kleinigkeiten ein, die der Schüler bereitwillig trug. Als sie mehrere Stunden unterwegs waren, wurde dem Schüler die Last der Pakete zu schwer, weil es zu viele geworden waren.

"Meister?"

"Ja."

"Meister, die Pakete sind sehr schwer, wann gehen wir zurück?"
Der Meister sah seinen Schüler nachdenklich an. "Ein Lehrer ist wie die Last des Lernens. Warum trägst du meine Pakete?"

"- Aus Dankbarkeit", erwiderte der Schüler zögernd.

Der Meister entgegnete, "du willst nützlich für mich sein, aber du hast nur eine Aufgabe - zu lernen. Was sollst du lernen?"

Der Schüler stellte irritiert die Pakete ab. "Aber ich helfe gern."

"Und warum sind dann die Pakete zu schwer?"

"Na ja, weil meine Kräfte erschöpft sind. Ich werde müde."

Der Meister nickte. "Ruh' dich aus."

Sie rasteten. Weil sie in eine ländliche Gegend gekommen waren, und es ruhig war, fiel der Schüler in Schlaf. Als er wieder aufwachte, sagte der Meister, "lass' uns heimgehen." Er stand auf und ging sofort los, ohne auf den Schüler zu warten.

Der Schüler wollte die Pakete aufheben, doch selbst die Kleinsten schienen zu schwer zu sein. Schließlich öffnete der Schüler ein Paket, um hineinzuschauen und fand einen Stein vor.

Empört lief er hinter dem Meister her.

"Meister, was spielt ihr mir für Streiche?"

Der Meister blieb stehen und schaute mit hochgezogenen Augenbrauen den Schüler an. "Warum hast du die Pakete nicht dabei?"

"Weil ihr mir einen Streich spielt. Es sind lauter Steine in den Paketen, da fand' ich es sinnlos, Steine zu schleppen und ließ die Pakete da."

"Das heißt, als die Last zu schwer wurde, wurde dein Vorsatz nützlich zu sein sinnlos?", stellte der Meister unbeteiligt fest.

"Aber es muss doch machbar sein!", protestierte der Schüler. Der Meister schwieg.

Ein Reh kam aus dem Waldrand auf die Wiese. Der Meister deutet dorthin. "Schau, trägt das Reh Lasten?"

"Es ist ein Tier", gab der Schüler zurück.

Der Meister nickte und zeigte auf die Hochsitze. "Es trägt seine eigene Last. Wolltest du ihm helfen, müsstest du zum Reh werden und wolltest du mir helfen, müsstest du mein Meister sein."

"Heißt das, das es falsch ist, zu helfen?"

"Nein, es heißt das es falsch ist Dinge für andere zu tun, wenn man Dinge für sich tun kann. Wäre es dein Anliegen Pakete zu tragen, hättest du Wege und Methoden für die schwersten Pakete und es würde dich freuen, wenn du sie trügst."

Der Schüler nickte. "Ich verstehe, ich will diese doofen Pakete nicht tragen."

Des Meisters Gesichtszüge verhärteten sich und wirkten unnahbar. Der Meister schwieg.

"Meister seid ihr mir jetzt böse?"

Der Meister schüttelte den Kopf. "Ich bin allein, alt und es ist niemand da, der mir hilft. Es ist gut."

Der Schüler war verwirrt. Ihn begann zu stören, das sein Meister ein alter schwacher Mann sein sollte. Warum dann von ihm lernen? Nach wie vor wollte er keine Steine schleppen. Da kam dem Schüler eine Idee. Er hatte bislang gerne von seinem Meister gelernt und der Meister wollte ihn auf die Probe stellen, soviel war klar. Also stellte er sich vor, es dem Meister gleich zu tun und alt und einsam zu sein. Er spürte die Last des Alters und der Routine, wie Tag auf Tag folgte und der Körper schwächer und schwächer zu werden schien. Er sah sich als Enkel auf den Knien seiner Großeltern sitzen. Sie waren am Ende ihres Lebens hilfsbedürftig gewesen.

Der Meister stand auf. "Du hast es begriffen. Nun komm' ."

"Und die Pakete?"

Doch der Meister ging bereits dem Sonnenuntergang entgegen.

Monday, November 19, 2007

Wer ist der hilfreiche Mann?

„Du erdrückst mich! Hast du keine eigenen Vorschläge? Was möchtest Du tun? Sag’ mir mal was Du willst?“ Sie ist aufgebracht. Er ist gelähmt, innerlich überfordert. Seit geraumer Zeit versucht er ihr behilflich zu sein, wo er nur kann. Das macht ihm Freude. Jemandem zu helfen ist schön. Zu sehen, wie es Leuten besser geht ist schön. Frauen zu zeigen, das Männer nicht nur egoistisch sein können ist schön. Und jetzt fühlt er sich ungerecht behandelt. „Ja, freust du dich denn nicht, wenn Dir jemand hilft?“

„Schon, ich freue mich wenn mir jemand hilft. Aber du trottest immer so ruhig hinter mir her. Du widersprichst nicht, bietest mir keine Reibungsfläche. Außerdem habe ich das Gefühl nichts Eigenes tun zu können. Überall hast du deine Nase drin, ob ich dich darum gebeten habe oder nicht. Ich möchte gar nicht, das du mir alles abnimmst!“

Er zuckt mit den Schultern. Schade, er war so glücklich gewesen helfen zu können. Und sich um sich selbst kümmern? Ist doch egal, ich brauche nicht viel - unwichtig. Ihr Leben, das ist spannend, intensiv und reizvoll. Er schweigt bekümmert.

So kann es dem hilfreichen Mann gehen. Der hilfreiche Mann hat einen Schwerpunkt in der Suche. Seine Aufmerksamkeit ist hellwach auf seine Umgebung gerichtet und der Preis für diese hellwache nach außen gerichtete Aufmerksamkeit ist eine mangelnde Aufmerksamkeit für sich selbst, für seine inneren Belange. Deswegen können hilfreiche Männer mitunter flüchtig in ihrer Arbeitsweise sein, oder zu schnell über Ereignisse hinweggehen, weil ihre Augen stets auf den Horizont, auf den zu findenden Weg gerichtet sind.

Wenn der hilfreiche Mann Glück hat, findet er andere Menschen, die ihn lieben und ihn ein bisschen an die Hand nehmen. Menschen, die die für ihn wesentlichen Dinge in seine Aufmerksamkeit rücken, die seine Augen nach Innen sind. Das ist bei Erwachsenen nicht selbstverständlich, denn wir unterstellen Anderen, das sie auf sich achten und mischen uns nicht ein.

Der hilfreiche Mann findet Wege Probleme zu meistern. Er tut es auf eine selbstlose Art, weil er selbstvergessen ist. Bescheidenheit und Zurückhaltung bis zur Scheu liegen in seinen Genen. Diese Zurückhaltung wird von den geheimnisvollen Männern als Schwäche interpretiert, sie sehen in den hilfreichen Männern gerne die Knechte ihrer Absichten, die ohne die Führung der geheimnisvollen Männer nicht zurechtkommen.

Ein Irrtum. Wenn es Menschen gibt, die ausdauernd mit extremen Situationen zurechtkommen, ohne jede Hilfe von anderen Menschen, dann sind es die hilfreichen Männer. Sie finden immer einen Weg zu überleben und sie sind auf einzigartige Weise im Gleichgewicht, wenn sie lernen, Wege für sich zu suchen und zu finden.