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Saturday, April 14, 2012

Nicht für Frauen, bitte von Frauen nicht zu lesen!!!!

Hallo liebe Männer. Wir sind doch Helden, nicht wahr? Eigentlich sind wir alle mehr oder minder gut darauf vorbereitet in Ausnahmesituationen Heldentaten zu vollbringen. Warum ist das eigentlich so? Und was bereitet uns eigentlich tagtäglich auf das Heldendasein vor?

Kann ein Held ein Held sein, wenn niemand zuschaut und keiner es mitbekommt oder muss der Held stets eine Bühne haben mit Chronisten und Zeugen, die es berichten können? Ist der Held ein Held, weil er es will oder werden wir Helden zu Helden, weil andere es von uns erwarten.

Du liest diesen Post wahrscheinlich nachdem du einmal um Dein Haus oder Deine Wohnung gegangen bist und für Ordnung und Sicherheit gesorgt hast. Die größte Herausforderung für Helden sind meistens die Machenschaften böser Männer und so kann man vielleicht sagen, das Helden von bösen Männern geschaffen wurden und das sie böse Männer bekämpfen. Aber kann etwas, was von bösen Männern geschaffen wurde wirklich gut sein? Wozu werden wir Helden wenn wir das Böse bekämpfen und dabei selber recht böse werde.

Ich gebe es zu, ich kann wirklich böse werden und natürlich laufe ich ab und zu die Grenzen meines Reviers ab. Ob das zu den Kleinigkeiten gehört, die mich im Alltag auf eine Heldenrolle vorbereiten?

Was bereitet uns Männer auf das Held sein vor - wie sieht unsere Ausbildung aus? Nichts für schwache Nerven oder schwache Frauen...


Tuesday, June 22, 2010

Das Freundschaftskonzept oder wie mit Frauen klarkommen III

Wer wäre nicht gerne mit diesen Damen befreundet?

Die dritte Leidenschaft  heißt Hilfsbereitschaft. Sei hilfsbereit und du wirst Freunde finden. Damit ist keine Hilfbereitschaft um der Hilfsbereitschaft selber gemeint. Wir alle sind Wechselfällen des Lebens ausgesetzt und sind so mit Veränderungen konfrontiert, die uns überfordern können.

Hilfsbereitschaft ist vielmehr die vielgerühmte Hilfe zur Selbsthilfe oder aber auch das Helfen im Alltag. Was hindert uns daran wenn wir Freunden begegnen, ihnen, wenn wir da sind, im Alltag zu helfen?

Nichts. Je schneller Alltagsarbeiten erledigt sind, umsomehr gemeinsame Zeit bleibt für Austausch und Nähe. Aber Hilfsbereitschaft darf keine Einbahnstrasse bleiben. Helfen bedeutet auch Hilfe von Freunden mal anzunehmen, wenn diese Hilfe anbieten.  Das liebevolle, warme Helfen und sich helfen lassen ist wie ein lebendiges Netz, das menschliche Gesellschaften blühen lässt.

Und es ist eine Leidenschaft, die jeder leicht in sich entzünden kann, weil wir alle in uns diesen Impuls spüren und es richtig finden, wenn Hilfe angeboten und genommen wird. Oftmals erkennen Menschen ihre Freunde überhaupt daran, wer noch geblieben ist, wenn man der Hilfe bedarf.

Sunday, February 14, 2010

Ratschlag unter Männern...

Der einzige Rat den ein Mann einem anderen Mann im Laufe seines Lebens geben kann ist...

Ist...?

ist, sich nicht selber im Wege zu stehen, indem man versucht ein Mann zu werden oder zu sein. Ein Mann ist ein Mensch der keiner Rolle oder Vorbild nacheifert. Ein Mann ist jemand einzigartiges, der sich weder vergleicht noch anderen ein Vorbild sein will. Es ist fast noch wichtiger kein Vorbild sein zu wollen, denn erst wenn wir einfach sind und uns weder mit anderen vergleichen noch wie sie sein wollen, erst dann lässt du deine Wahrnehmung frei fließen und kannst auch dann erst wirklich sehen, was ein Mann ist.

Sunday, September 6, 2009

Pause muss irgendwann ja mal vorbei sein


Als ich mich nach dem Schwimmen umzog fiel mir heute auf, dass jemand Unbekanntes ein gelbes Gummibärchen an die Umkleidetür geklebt hatte. Es hing dort, quasi wie gekreuzigt und musste gezwungenermaßen sehr vielen Leuten beim Umziehen zusehen.

Was wollte mir dieses Gummibärchen sagen? Ganz klar, kümmere dich um deinen Blog, damit du nicht irgendwann unfreiwillig an einer Umkleidetür endest.

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"Was ist schon weise?" Der hilfreiche Mann zuckte mit den Schultern. "Ein Leben lang habe ich den Menschen geholfen ob sie es wollten oder nicht. Ich komme an Menschen vorbei. Ich sehe sie haben ein Problem und ich weiß, gemeinsam lösen wir es im Nu."

"Weise wäre es einzusehen, dass ein Problem an und für sich ein Wertgegenstand für seinen Besitzer ist. Ein Leben ohne Probleme? Was wäre das wert? Nichts. Das Leben wird erst durch die Probleme, die ein Mensch hat, wichtig und wertvoll. So scheint das leider zu sein. Jemand dabei zu helfen, seine Probleme zu überwinden, macht den Betreffenden vielleicht arm und bedeutungslos in seinen Augen. Also überlege es dir dreimal, wenn du kannst, bevor du wirklich hilfst..."

Monday, December 31, 2007

Sind alle Menschen gleich? Wir sehen was wir sind.

Wenn wir von einem esoterischen Standpunkt betrachten, ob alle Menschen gleich sind, dann fallen unterschiedliche Betrachtungen der Männer ins Auge. Der Mann der Tat zum Beispiel sieht nicht, das andere Menschen es mit ihm aufnehmen könnten. Schreitet er zur Tat, reißt er alle mit und überwindet mit enormen Kraftaufwand alle Widerstände. Seine Erfahrung ist - Ihm kommt keiner gleich.

Und doch ist dies nur ein Teilaspekt, denn der Mann der Tat erholt seinen Energiehaushalt. Tat und Pause wechseln sich ab. Wenn der Mann der Tat im Alltag fest gebunden ist, dann nutzt ihm seine Tatkraft wenig. Dem überlegenen Handeln steht als Ausgleich die Pause gegenüber und die geringe Zahl Alltagsgelegenheiten, in denen eine Tat gebraucht wird. Manchmal ist die groß angelegte Vorgehensweise Verschwendung - schießt der Mann der Tat mit Kanonen auf Spatzen und steht am Schluss mit dem gleichen Erfolg wie alle Männer da.

Der Gelehrte sammelt mit besonderem Zeitaufwand Wissen. Zu wissen ist eine feine Sache und so mache Gelegenheit kann ein Gelehrter zu seinem Vorteil wahrnehmen, weil er einen Wissensvorsprung besitzt. Seine Suche nach Wissen verwandelt sich beim Umgang mit Bekanntem in eine Schwäche. Die ewige Wiederholung begeistert ihn wenig und macht ihn schnell mürrisch und schroff. Da der Alltag zu 98% aus Wiederholungen besteht, ist die viel gerühmte Fröhlichkeit der Gelehrten eine Seltenheit. Erst wenn die Suche nach Wissen beginnt, sind sie energetisch im Gleichgewicht, und die Vorteile, die sie bei der Suche haben, büßen sie im Alltag ein.

Der geheimnisvolle Mann ahnt zwar immer, das etwas um ihn herum vor sich geht und er hat ein Händchen dafür, Gerüchte zu sammeln und auszuwerten. Einige machen Karriere, steigen in der Hierarchie auf. Doch die Meisten erreichen trotz angenehmer Masken und stetem Planen wenig, weil sich auf Absichten zu verstehen eine Sache ist, eine Absicht anzuziehen eine andere Sache ist. 'Scheitern' ist ihr Lieblingsschimpfwort, weil sie es so oft vor sich sehen. Absichten zum Leben zu erwecken ist eine Domäne der Männer der Tat und diese Energieform fehlt dem geheimnisvollen Mann vollständig. So wartet er auf Früchte, die häufig Andere ernten werden. Er versteht einen Boden zu bereiten, aber er hat nicht die Kraft zu ernten. Um dies genauer zu verstehen siehe den Post zur Absicht.

Der geheimnisvolle Mann ist von der Absicht fasziniert, von ihrer nicht wahrnehmbaren Existenz, dem damit verbundenen Geheimnis und damit scheidet er nach der Regel der Absicht aus, erfolgreich die Absicht anzuziehen, denn er ist nicht unbekümmert sondern beteiligt. Andere Männertypen beobachten die Absicht nicht, sind daher unbekümmert und verwirklichen punktuell, was dem geheimnisvollen Mann verwehrt bleibt. Der Platz des geheimnisvollen Mannes ist, wie mächtig er auch wird, in der zweiten Reihe und das ärgert ihn und entfernt ihn noch weiter von der Absicht.

Der hilfreiche Mann ist derjenige, der gleich ist. Er kennt keine Unterschiede in der Wahrnehmung. Er lässt andere Menschen gelten, verdrängt sie nicht aus erklärten Einflusssphären. Der hilfreiche Mann kann ein Leben in Gleichheit führen, wäre da nicht der stete Impuls, die anderen Typen zu verstehen, die an ihrer offensichtlichen Unausgeglichenheit leiden. Der Mann der Tat, dem so vieles entgeht, weil er so wenig Ausdauer besitzt, sondern mehr Schnellkraft. Der geheimnisvolle Mann, der so verbissen sein Glück an das gemeinsame Verfolgen von Plänen hängt. Der Gelehrte, der immer noch nicht am Ende seiner Suche ist. Der hilfreiche Mann spürt die Unausgeglichenheit und möchte den anderen Typen zeigen. - Hier, ich kenne den Weg zur Ausgeglichenheit. Das er die anderen Typen ändern müsste, um sein Ziel zu erreichen, wird ihm nicht klar. Es sei denn er lernt sich und die anderen Typen zu erkennen, dann kann er sein Gleichsein annehmen.

So gründet sich die Überlegenheit vieler Männer auf ihre Stärken. Jeder trägt ein Pfund mit sich herum, mit dem er anderen Männern gegenüber wuchern kann. Und gleichzeitig werden die Stärken der anderen Typen als Schwächen gewertet. Das ist der Nährboden, der zu den besten griechischen Tragödien inspirierte.

Fazit: Es gibt keine Gleichheit in der Wahrnehmung der Männer und Jeder kann Jeden tadeln, das er zum Scheitern von Projekten aus Gründen eines übersteigerten Egos beitrug. Ist es das?

Nein, wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, das wir von Unbekanntem umgeben sind, dass all unsere Schubladen nicht die wirkliche Welt wiedergeben, dann haben wir genug Abstand zu unseren Selbstbildern, um mit den anderen Unbekannten auf gleicher Augenhöhe zu sein. Wenn ich kein Bild von meinem Mitmenschen habe, dann kann ich ihnen mit Respekt begegnen ohne unterwürfig zu sein. Werde ich niemals den Fehler begehen, andere Menschen zu unterschätzen. Auf dieser Basis verschwenden wir am wenigsten seelische Energie im Umgang mit unseren Mitmenschen und machen optimalen Gebrauch von sich bietenden Gelegenheiten.

Monday, December 24, 2007

Einsamkeit

Ich fühle mich einsam und leer. Niemand ist da, mit dem ich sprechen könnte. In meiner Wohnung ist alles, was ich brauche. Nahrung, Kleidung, Möbel und elektronische Unterhaltung. Aber Niemand möchte von mir etwas. Niemand den ich störe, der auf mich böse ist, mit mir lacht oder weint. Es ist nur ruhig.

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Nachdem ich eine Weile gegangen bin, habe ich die Zivilisation hinter mir gelassen und bin in der freien Natur. In den Bergen sitze ich auf einem steinerne Absatz und blicke auf das schöne Panorama um mich herum. Leben wohin ich blicke. Gämsen, Gras und gute Luft.

Der hilfreiche Mann zieht Kraft aus der Einsamkeit. Einmal allein, kommt der Wunsch Anderen zu helfen zur Ruhe und der hilfreiche Mann hat die Chance, in sich hineinzublicken. Er kann die Einsamkeit in sich betrachten, kann erforschen, warum sie ihm Stärke bringt. Warum ihm, warum nicht den anderen Menschen?

Der hilfreiche Mann öffnet ein mentales Auge, sobald er allein ist. Er verbindet sich mit der Welt um ihn herum. Sein mentales Auge zeigt ihm die Dinge, die er sehen muss. Dinge die ihm helfen werden zu überleben. Ein hilfreicher Mann der im Alltag schweigt, der nicht redet, der öffnet auch sein mentales Auge und sieht die Dinge, die er zum Überleben braucht.

Schweigen in Anwesenheit von Leuten geht für den hilfreichen Mann einher mit der gesuchten Einsamkeit. Warum ist das so?

Weil Menschen ihre alltägliche Welt mit Worten aufbauen. Alles was Menschen tun, können sie mit Worten erklären. Nur Dinge mit Namen sind für sie da und daher erfinden Betrüger sogar Namen, um andere Menschen Nichts für gutes Geld zu verkaufen.

Die Menschen um mich herum sind Geschöpfe der Worte, Geschöpfe des Redens. Sie müssen sprechen, um zu existieren. Sie reden und reden nur um sich stark zu fühlen. Die Ruhe, die Stille und die Einsamkeit machen ihnen Angst. Wenn es dann Weihnachten wird, dann ist der Effekt am Größten. Weihnachten ist ein Fest von Vielen, wo sich die Familie trifft.

Da viele alte Leute heute alleine leben und ein Partner häufig vor dem Anderen verstirbt, ist Einsamkeit gerade zu Weihnachten eine schmerzliche Erfahrung. Das, was den Einsamen am wehsten tut, ist kein Gespräch führen zu können.

"Oma hat dies, Oma hat das, was soll ihr fehlen, sie hat doch alles?" Das ist die Frage der Menschen, die die Bedeutung der Einsamkeit nicht begriffen haben. Wenn ein Mensch in der Natur alleine ist, dann ist er in Lebensgefahr. Das ist das alte Programm in den Genen. Deine Herde muss in der Nähe sein.

Wer länger nicht mit Menschen spricht und sei es in der Kirche, im Gottesdienst oder beim Einkaufen, der kann einen wichtigen inneren Schalter nicht betätigen. Der Schalter des "ich bin mit meiner Gruppe im Einklang - wir beschützen uns gegenseitig." Warum ist das so wichtig für einsame Menschen?

Die Seele eines Menschen ist ein feines, empfindsames und verletzliches Wesen. Dieser Empfindsamkeit sind die besten Erkenntnisse der Menschheit geschuldet, das Verstehen von Zusammenhängen verstandesmäßiger und gefühlsmäßiger Natur. Und diese Welt wird jeden Tag ein kleiner, und wird jeden Tag beschädigt, den ich nicht rede.

Der Grund dafür heißt Vergessen. Wir können vergessen, das soll das Gehirn entlasten. Wir können aber auch die Menschen um uns herum vergessen. Wir können die Welt vergessen. Mit dem Vergessen wird sie kleiner. Mit jedem Vergessen von menschlichen Kontakten werden wir verletzt, so verletzt, als ob jemand stirbt oder krank ist.

Wenn den alten Menschen die Freunde sterben, dann können sie sich noch an die gemeinsamen Zeiten erinnern, aber es gibt keinen Grund mehr den Freund zu besuchen, es gibt keinen Grund mehr ihm etwas zu erzählen, ihm ein Geschenk auszusuchen. Die Welt ist kleiner geworden.

All das ändert sich, wenn wir reden, wenn wir mit Menschen sprechen. Wir haben Kontakt, jeder Mensch ist anders und wir müssen uns auf ihn einstellen. Das erweitert unsere Welt. Und wir haben vielleicht jemanden gefunden, der von unseren Erfahrungen profitieren kann, für den mein Wissen bedeutsam sein könnte.

Sprecht mit einsamen Menschen. Nehmt euch Zeit für alte Menschen, für ein Gespräch. Wenn sie langsamer sind im Reden, dann vielleicht, weil sie nicht so viel Übung haben. Geduld, jeder alte Mensch ist eine Datenbank unschätzbarer Erfahrungen, die ich nur in meine eigene Welt übersetzen muss. Diese kurze Moment des Gesprächs macht uns alle reicher und gesünder. Gerade jetzt zu Weihnachten, wenn die Einsamkeit für die Einsamen unter uns so beißend schmerzhaft wird, dass es einem körperlichen Schmerz gleichkommt, da kann ein kleines Gespräch Wunder wirken.

Und wenn ich der hilfreiche Mann bin, dann sollte ich mir sagen, dass nicht alle in der Einsamkeit stärker werden.

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  • Einsame Menschen können Redeclubs besuchen, wie z. B. die Toastmaster International.
  • Junge Menschen können in Altersheimen sich bei der Pflegeleitung erkundigen, ob es ältere Menschen gibt, die ausgefahren werden wollen. Jemanden im Park spazieren zu fahren und ein Gespräch zu führen ist eine gute Tat.
  • Einsame Menschen können ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen und so Kontakte pflegen.
  • Einsame Menschen können Theatergruppen gründen und in Altersheimen Vorführungen anbieten.
  • Einsame Menschen können Lesungen abhalten, sich mit Gleichgesinnten zu Literaturclubs zusammenfinden und und und.
Man ist mit seiner Einsamkeit nicht allein, egal welche Idee ein einsamer Mensch hat, andere Einsame sind bereits darauf gekommen. Es fehlt jetzt nur am Mann oder der Frau der Tat den Anstoß zu geben, durch ein Inserat, einen Blog oder Mundpropaganda.

Links:
Kirchgänger atmen länger, Sozialer Austausch Kriterium für längeres Leben?
Stabilität und Veränderung psychologischer Effekte im höheren Erwachsenenalter.
Soziale Beziehungen - zwischenmenschliche Zuwendung

Monday, November 19, 2007

Wer ist der hilfreiche Mann?

„Du erdrückst mich! Hast du keine eigenen Vorschläge? Was möchtest Du tun? Sag’ mir mal was Du willst?“ Sie ist aufgebracht. Er ist gelähmt, innerlich überfordert. Seit geraumer Zeit versucht er ihr behilflich zu sein, wo er nur kann. Das macht ihm Freude. Jemandem zu helfen ist schön. Zu sehen, wie es Leuten besser geht ist schön. Frauen zu zeigen, das Männer nicht nur egoistisch sein können ist schön. Und jetzt fühlt er sich ungerecht behandelt. „Ja, freust du dich denn nicht, wenn Dir jemand hilft?“

„Schon, ich freue mich wenn mir jemand hilft. Aber du trottest immer so ruhig hinter mir her. Du widersprichst nicht, bietest mir keine Reibungsfläche. Außerdem habe ich das Gefühl nichts Eigenes tun zu können. Überall hast du deine Nase drin, ob ich dich darum gebeten habe oder nicht. Ich möchte gar nicht, das du mir alles abnimmst!“

Er zuckt mit den Schultern. Schade, er war so glücklich gewesen helfen zu können. Und sich um sich selbst kümmern? Ist doch egal, ich brauche nicht viel - unwichtig. Ihr Leben, das ist spannend, intensiv und reizvoll. Er schweigt bekümmert.

So kann es dem hilfreichen Mann gehen. Der hilfreiche Mann hat einen Schwerpunkt in der Suche. Seine Aufmerksamkeit ist hellwach auf seine Umgebung gerichtet und der Preis für diese hellwache nach außen gerichtete Aufmerksamkeit ist eine mangelnde Aufmerksamkeit für sich selbst, für seine inneren Belange. Deswegen können hilfreiche Männer mitunter flüchtig in ihrer Arbeitsweise sein, oder zu schnell über Ereignisse hinweggehen, weil ihre Augen stets auf den Horizont, auf den zu findenden Weg gerichtet sind.

Wenn der hilfreiche Mann Glück hat, findet er andere Menschen, die ihn lieben und ihn ein bisschen an die Hand nehmen. Menschen, die die für ihn wesentlichen Dinge in seine Aufmerksamkeit rücken, die seine Augen nach Innen sind. Das ist bei Erwachsenen nicht selbstverständlich, denn wir unterstellen Anderen, das sie auf sich achten und mischen uns nicht ein.

Der hilfreiche Mann findet Wege Probleme zu meistern. Er tut es auf eine selbstlose Art, weil er selbstvergessen ist. Bescheidenheit und Zurückhaltung bis zur Scheu liegen in seinen Genen. Diese Zurückhaltung wird von den geheimnisvollen Männern als Schwäche interpretiert, sie sehen in den hilfreichen Männern gerne die Knechte ihrer Absichten, die ohne die Führung der geheimnisvollen Männer nicht zurechtkommen.

Ein Irrtum. Wenn es Menschen gibt, die ausdauernd mit extremen Situationen zurechtkommen, ohne jede Hilfe von anderen Menschen, dann sind es die hilfreichen Männer. Sie finden immer einen Weg zu überleben und sie sind auf einzigartige Weise im Gleichgewicht, wenn sie lernen, Wege für sich zu suchen und zu finden.

Wednesday, November 14, 2007

Acht Irrtümer der Liebe

Gehen wir einmal davon aus, das es vier unterschiedliche Frauentypen und vier unterschiedliche Männertypen gäbe. Gäbe es typische Irrtümer für die Liebe? Ich meine ja und was ich dazu meine folgt sofort.

1. Die Frau der Sonne ist warm und geduldig und sie sorgt dafür, dass die Menschen einander wohlgesonnen sind. Alle sollen sich in ihrer Anwesenheit vertragen - und doch sind Konflikte im Umgang mit den Menschen notwendig und unvermeidlich, denn jeder hat schon mal Wünsche, die nur zu Lasten eines Dritten umgesetzt werden könnten. Und dieser Dritte wird sich wehren.

Passiert das zwei Menschen im Umfeld der Sonnenfrau, dann versucht die sonnige Frau darüber hinweg zu helfen, indem sie z. B. Wärme spendet, einen Kuchen backt oder einen Ausflug plant. Irrtum Nr. 1: Liebe ist nicht, dass Harmonie herrscht.

Liebe ist, dass man Konflikte zulässt und keinen Vorteil einseitig zu Lasten eines anderen Menschen anstrebt. Wir sollten soviel Wärme besitzen, das wir fair teilen können

2. Die Frau des Mondes ist eine Schwimmerin im Ozean der Gefühle. Sie schwimmt in Liebe und möchte Andere an ihrem Gefühl teilhaben lassen, bis diese fast daran ertrinken. Irrtum Nr. 2: Liebe ist nicht nur mein innerer Gefühlszustand.

Nein Liebe lässt dem Anderen Raum für sein Gefühl, lässt ihm Raum zum Atmen. Die Mondfrau muss loslassen, selbst wenn sie dabei fürchtet in Liebe zu ertrinken.

3. Die Frau der Worte und des Witzes herrscht mit ihrer Zunge. Niemand ist ihr gleich. Sie weiß das und versteckt ihre Stärke. Wenn sie liebt, liebt sie wortreich, überlegt und nützlich. Sie erwartet von Anderen, die sie lieben, das Gleiche. Irrtum Nr. 3: Liebe ist Nützlichkeit, gute Worte - einwandfreie Gesinnung.

Liebe ist auch, die Schwächen Anderer zu dulden, gerade dann, wenn man bereits weiß, dass man einzigartig ist - schließlich können die Anderen keine Frau des Wortes und des Witzes werden.

4. Die Frau der Tat kommt gut aus eigener Kraft zurecht. Sie hasst Schwäche und Intoleranz, denn sie sieht in jedem Menschen eine unabhängige, für sich selbst zurecht kommende Persönlichkeit, die Andere in ihrem Wirken tolerieren. Irrtum Nr. 4: Liebe ist eine einsame Angelegenheit.

Die Frau der Tat muss erkennen, das Liebe nicht nur Einsamkeit, sondern auch eigenständige Verantwortung für die Pflege einer Gemeinsamkeit ist. Gemeinsamkeit bedeutet nicht, sich selbst alleine nicht mehr helfen zu wissen. Liebe bedeutet vielmehr zu wissen, was man aus eigener Kraft für eine Gemeinschaft tun kann, die einen über die Selbständigkeit hinaus belohnt.

5. Bei den Männern ist der geheimnisvolle Mann der Ansicht, die Liebe sei ein Geheimnis. Er verpackt alle Worte in kryptische Hinweise und vermutet ebenso in dem geliebten Partner hinter allem Gesagtem ein Geheimnis. Irrtum Nr. 5: Nichts einfach nur so nehmen zu können, wie es gesagt wurde.

Liebe ist kein Geheimnis. Liebe ist ein Geschenk, das zu Zweit ausgepackt wird. Hier wird nichts kunstvoll verborgen, sondern kunstvoll offengelegt. Der geheimnisvolle Mann muss lernen seine Gefühle offen auszusprechen oder er verläuft sich in seinemGeheimnis.

6. Der Mann der Tat ist seinen Gefühlen von den Männern am Nächsten. Er schwimmt in seinen Emotionen, aber er kann sich bei aller Liebe nicht entscheiden. Irrtum Nr. 6: Verliebt in das Gefühl der Liebe.

Er muss lernen, dass es nicht die Liebe ist, die es zu lieben gilt - sondern das der Mensch seiner Anbetung gepackt und geliebt werden muss, dauerhaft und leidenschaftlich.

7. Der Gelehrte kennt so viele Bücher. Er liebt die Suche nach ihnen und kann- Irrtum Nr. 7: seine Gelehrsamkeit nicht mit profanen Menschen betrügen, die niemals den edlen Ansprüchen eines guten Buches gerecht werden können.

Er muss lernen, das die Geliebte eine Wissenschaft für sich sein kann - unergründlich und unerforschlich - und somit seine Liebe für Sie kein Betrug, sondern Dienst an der Gelehrsamkeit ist.

8. Der hilfreiche Mann will helfen wo er nur kann. Irrtum Nr. 8 Liebe ist keine ausschließliche Hilfsbereitschaft.

Liebe ist Partnerschaft und statt dem Partner jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, muss der hilfreiche Mann es ertragen können, den Partner etwas für ihn tun zu lassen. Der hilfreiche Mann muss es ertragen lernen, etwas Eigenes zu wollen, um ein Partner zu sein.