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Wednesday, September 21, 2011

Heiter

 Wenn meine Heiterkeit mich erfasst, dann vergesse ich mich. Irgendwie verliere ich meine Form. Ich vergesse, warum Dinge ernst sein sollten oder schwer und ich atme unbekümmert Heiterkeit ein und Lachen aus.

Lustige Gedanken rufen einander auf und das spielende Kind in mir ruft zur Pause. Alles entspannt sich, der Unsinn nimmt Platz. Dieses Leben schmeckt leicht am besten. Mögen andere mit 20 Tonnen Gewichten durch die Welt laufen.

Ob mich die Heiterkeit wohl wie einen Luftballon unter die Decke tragen könnte. Vielleicht spucke ich der Katze dann auf den Kopf?

Wenn dat Ray mir noch 
einmal auf den Kopf spuckt, 
dann aber...

Monday, September 19, 2011

Herzensangelegenheiten

Im Grunde Deines Herzens liegt kein Schatz, keine Liebe und keine Kraft. Das Herz an und für sich ist ein starker und zuverlässiger Muskel - doch wer möchte das Herz so nüchtern und profan sehen, fast wie eine Maschine, das ist nicht inspirierend und doch, sehen nicht Millionen Menschen ihr Herz so?

Das Herz, sagen wir, der verheißungsvolle Ort, an dem sich der Strom der inneren Absichten, mit dem Strom äußerer Absichten zu einem geerdeten Ausgleich vereinigt. Ist der Druck von außen zu groß, hämmert es schwer und arbeitet Tag und Nacht. Ist der Druck von außen zu leicht, dann rast es wie ein Wiesel über die Wiesen.

Nur im Ausgleich schwebt es wie ein Vogel durch die Luft, du spürest es kaum...

Und die Liebe? Ist sie geerdet? Ist sie ein Druck? In welchem Körperteil könnte sie wohnen, wenn nicht im Herzen?

Wednesday, August 31, 2011

Gute Gefühle

Lachen, loben, singen, tanzen, kichern, freuen, sonnen, lustvoll niedersinken, schlemmen, schlafen, streicheln, schmusen, faulenzen, seufzen, aaaaahhhhhhh.

Hey, wir alle haben Anspruch auf gute Gefühle - und das wirklich Tolle daran, wir können sie uns jederzeit geben - müssen uns die Anderen ggf. nur scheißegal sein...


Übrigens, wer noch nicht wusste, wie es aussieht wenn Babies schlüpfen...

Thursday, May 5, 2011

Freude sinkt singt steigt empor

An manchen Tagen senkt sich die Sonne der Freude weiß hinter den Schatten ab und schreibt ein Lied. Das Lied ist meistens kurz. Der Text einfältig, denn die Freude ist nicht kompliziert. Wenn die Sonne dann wieder aufsteigt, dann vertreiben die lyrischen Worte der Freude jeden Schatten, wer immer ihn auch auf diesem Erdball zu Lebzeiten vergaß.

Monday, March 28, 2011

Fernweh - Sehnsucht.

Wir können einen Ort tausende Mal  in einem Leben besuchen. Jedesmal wird unsere Stimmung eine andere sein.
Wir können an Tausenden von Orten sein, von Zeit zu Zeit wird uns die Sehnsucht ergreifen. Ganz einfach, weil uns die Vollständigkeit abhanden gekommen ist. Aber das ist ok - die Vollständigkeit können wir wiedererlangen. Wir müssen es nur spüren - Sehnsucht - Unvollständigkeit.

Monday, October 12, 2009

Wie stark ist man(n)?



Sie kam rüber zu mir. Dann streichelte sie meine Wange. Ihre dunkelbraunen Augen leuchteten. "Gefällt dir das?"
"Ich glaube wohl."
Sie gab mir eine Ohrfeige. Ich war überrascht.
"Gefällt dir das?"
"Nein, gar nicht."
Sie küsste mich auf die Wange. "Es ist einfach jemanden zu lieben, wenn man Freundlichkeiten austauscht. Es wird schwerer, wenn wir kämpfen. Nur Männer kämpfen, um zu siegen, während Frauen häufig kämpfen, weil sie lieben."

Sunday, October 4, 2009

Der Augen Sehnsucht nach Wärme

Soviel wird über das Licht geredet. Meine Licht, dein Licht. Mir begegnete die Dunkelheit in einer schlimmen Stunde meines Lebens und eh ich mich versah, schien das Licht aus allem was mich umgab gewichen zu sein.

Doch wünschen und sehnen sich die Augen nicht auch nach Wärme. Wie sieht die innere Welt aus, wenn ich nur noch Wärme fühle? Gehe ich dann nicht unwillkürlich auf die Wärme in meinem Leben zu, sehe ich nicht die Kaltherzigen nur noch am Horizont?

Die Augen wissen Wärme zu sehen. Denkt mal an bekannte Menschen und stellt euch ein Thermometer dazu vor? Was lest ihr ab? Wie müsst ihr Euch kleiden, in der Nähe dieser Person. Pullover oder Sommerkleidung?

Wednesday, November 28, 2007

Anteilnahme

" Warum kümmern sich die Menschen nicht um einander. Warum gibt es soviel Gleichgültigkeit angesichts so vieler schrecklicher Nachrichten, die man tag- täglich sehen und hören kann. Warum?"
Der Meister schwieg. Zusammen saßen der Meister und sein Schüler vor der Veranda und schauten hinauf in den klaren wolkenlosen Nachthimmel.

Nach einer Weile räusperte sich der Meister und fragte seinen Schüler. "Was denkst du welche Nachrichten es gäbe, wenn es keine Menschen gäbe?"

"Nun, das ist doch einfach. Keine Unglücke, keine Toten keine Gewalt. Bis auf die natürliche Gewalt", sagte der Schüler zögernd.

Der Meister schwieg. Er schwieg solange bis der Schüler sich ärgerte. "Warum fragst du, wenn du keine Antwort gibst?"

"Nun, es macht wenig Unterschied, was ich dazu zu sagen habe. Viel Unterschied macht es, was du denkst, wie die Welt ohne Menschen wäre."

"Das verstehe ich nicht", sagte der Schüler.
"Nun, in einer Welt ohne Menschen gibt es den Tod weiterhin, gibt es weiterhin Naturkatastrophen, gibt es Opfer. Es gibt Tiere die solidarisch sind und Artgenossen pflegen und es gibt Einzelwesen, die nicht einmal ihre Artgenossen erkennen, wenn sie sie treffen. Das alles gibt es, eine solche Bandbreite an Leben gibt es, dass es keinen Maßstab gibt, was richtig oder falsch ist, außer dem, dass das Leben dem Tod entkommen will."

Der Schüler schüttelte den Kopf. "Aber was ist dann mit den Krankenhäusern, den Fortschritten der Medizin. Das sind doch Taten von Menschen für Menschen, weil sie Anteil nehmen, weil.."

"..weil man dem Tod ein Schnippchen schlagen", fiel der Meister ein. "Weil alle eine höhere Wahrscheinlichkeit haben älter zu werden, wenn alle gut versorgt sind, als wenn Seuchen umgehen. Wenn der Tag sein Ende gefunden hat, zählt nur eins, habe ich überlebt. Und wenn das einfacher ist, wenn alle Menschen eine Gesundheitswesen unterstützen, dann bin ich dafür. Aber das ist meine Meinung. Deine Meinung ist das Entscheidende."

"Du meinst, es soll mich kalt lassen wenn andere nicht am Menschen teilnehmen?"

"Nein, du sollst ernst nehmen was du empfindest. Was andere empfinden änderst du nicht. Aber wenn du zeigen kannst, das du mit deinem Weg besser überleben kannst, dann hast du zumindest die Aufmerksamkeit all derer, die dem Tod selber ins Auge blicken."

"Aber wenn es doch mein Überleben beeinträchtigt, die Teilnahmslosigkeit, darf es mich dann nicht berühren?", fragte der Schüler.

Der Meister nickte, "wenn es dein Überleben beeinträchtigt, dann berührt es dich."

Sie schwiegen. Dann stieß er Schüler hervor.
"Ich kann so nicht leben, angeblich Wissen lernend, und ohne Mitgefühl für Andere."

Der Meister blickte seinen Schüler an und vergoss eine Träne.
"Warum weinst Du?", fragte der Schüler erstaunt.
"Weil ich alleine bin. Weil ich vielleicht sterben werde, bevor du begreifst, dass du nur einen Körper hast, der sich selbst fühlt und das das Maximum an Freiheit ist, dass du finden kannst, der Welt ihren Willen zu lassen, aber deinen zu festigen und zu finden, um zu überleben."

"Ich verstehe, wenn ich Anderen vorlebe, dass ich besser damit fahre , Anteil zu nehmen, dann folgen Andere dem Beispiel vielleicht."

"Vielleicht."



Wie seht ihr das?

Thursday, November 15, 2007

Wer ist die Mondfrau?

Die Mondfrau ist die Verwandlungskünstlerin unter den Frauen. Sie gestaltet gerne, verfügt über eine schier unerschöpfliche Energie und schwimmt im großen Meer der Gefühle.

Wie der Mond unterschiedliche Phasen hat, so verändert sich die Mondfrau in individuellen regelmäßigen Zyklen. Diese Zyklen können liegen in einer Spannbreite von einem Tag bis zu mehreren Jahren. Nach einem Zyklus ist Mondfrau wieder da angelangt, wo sie bereits gewesen ist.

Nie macht eine Mondfrau die Dinge auf dieselbe Art. Das kann sie nicht, weil sie auf ihrer steten inneren Reise im Kreis bereits eine Andere geworden ist. Ihre Umwelt hält sie deswegen für unzuverlässig, oder manchmal sogar lügnerisch.

Beispiel: Eine Mondfrau trifft eine Vereinbarung mit ihren Freundinnen, gemeinsam mehr Sport zu treiben- sagen wir Mountainbiking - um etwas für die Figur zu tun. Als die Mondfrau die Vereinbarung schließt ist ihr ihre Figur wichtig und sie fließt über vor Eifer den Körper zu pflegen, sie schwimmt in einem Gesundheitsgefühl.

Wenn sie das erste Mal mit ihren Freundinnen zum Sport geht, ist sie in ihrem Inneren bereits weitergewandert. Gesundheit ist ihr vielleicht nicht mehr wichtig, sondern heute liegt ihr die Umwelt am Herzen. Die Mondfrau wird das Sporttreiben nun ausschließlich unter dem Aspekt der Umwelt sehen und wird vielleicht das gemeinsame Mountainbiking ablehnen, weil das die Umwelt schädigt und die Berge erodiert. Das innere Gefühl erlebt sie so übermächtig, das die Gefühle von vor ein paar Tagen weit entfernt und unwichtig erscheinen.

Die Freundinnen verstehen die Mondfrau nicht, die Mondfrau hatte das Mountainbiking doch mit beschlossen – ja häufig sind die Mondfrauen sogar die treibenden emotionalen Kräfte bei Gruppenentscheidungen.

Was die Freundinnen vielleicht nicht wissen. Auf ihrer Reise wird die Mondfrau wieder beim Eifer für sportliche Betätigung ankommen. Nur dann wird sie einen Sport vorschlagen, der die Umwelt nicht schädigt. Mondfrauen sind also von ihrem Wesen her veränderliche und verändernde Menschen. Sie finden neue Wege, bessere Wege Dinge zu tun.

Wegen ihrer emotionalen Stärke gelingt es ihnen leicht, Menschen zu Entscheidungen zu motivieren. Man findet die Mondfrauen daher häufig im Marketing, in beruflichen Situationen in denen sie viel mit Menschen zu tun haben. Mondfrauen verstehen es jedoch nicht eine Gruppe auf Kurs zu halten. Trotzdem möchte sie häufig der Leiter der Gruppe sein.

Sie spüren in der Anwesenheit anderer Personen, dass sie engagierter sind, mehr Herz und mehr Seele mitbringen. Sie bringen sich im Interesse der Sache sehr ein und bekommen häufig die Verantwortung für Koordination oder Aufgaben zugesprochen. Sie stecken viel Arbeit in ihre Projekte und haben sehr schnell das Gefühl, das die Bilanz zu den Mitmenschen unausgeglichen ist. Die Mondfrau arbeitet so viel und die Anderen so wenig.

Diese Situation ist häufig der Wendepunkt im Leben einer Mondfrau, die jetzt bitter werden kann. Erst wenn sie sich als Wandernde begreift, als ändernde Kraft im Leben der Menschen, ist sie vielleicht bereit für kontinuierliche Aufgaben Anderen Platz zu machen, die stetiger sind. Eine Entscheidung, die die Geben und Nehmen Bilanz zu ihren Gunsten wieder ändert

Mondfrauen sind genial, energiegeladen und Verwandlungskünstler. Wenn sie mitreißend sind, sollten wir von ihnen lernen und mit ihnen die Momente teilen, die sie uns wie niemand Anderer zeigen können. Niemals jedoch sollte man Mondfrauen an Routinen oder Versprechen binden, die sie an ihrer inneren Reise hindern. Mondfrauen lehren uns eins. Von anderen Menschen nichts zu erwarten – und sich einmaligen, intensiven Momenten zu öffnen