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Saturday, April 14, 2012

Nicht für Frauen, bitte von Frauen nicht zu lesen!!!!

Hallo liebe Männer. Wir sind doch Helden, nicht wahr? Eigentlich sind wir alle mehr oder minder gut darauf vorbereitet in Ausnahmesituationen Heldentaten zu vollbringen. Warum ist das eigentlich so? Und was bereitet uns eigentlich tagtäglich auf das Heldendasein vor?

Kann ein Held ein Held sein, wenn niemand zuschaut und keiner es mitbekommt oder muss der Held stets eine Bühne haben mit Chronisten und Zeugen, die es berichten können? Ist der Held ein Held, weil er es will oder werden wir Helden zu Helden, weil andere es von uns erwarten.

Du liest diesen Post wahrscheinlich nachdem du einmal um Dein Haus oder Deine Wohnung gegangen bist und für Ordnung und Sicherheit gesorgt hast. Die größte Herausforderung für Helden sind meistens die Machenschaften böser Männer und so kann man vielleicht sagen, das Helden von bösen Männern geschaffen wurden und das sie böse Männer bekämpfen. Aber kann etwas, was von bösen Männern geschaffen wurde wirklich gut sein? Wozu werden wir Helden wenn wir das Böse bekämpfen und dabei selber recht böse werde.

Ich gebe es zu, ich kann wirklich böse werden und natürlich laufe ich ab und zu die Grenzen meines Reviers ab. Ob das zu den Kleinigkeiten gehört, die mich im Alltag auf eine Heldenrolle vorbereiten?

Was bereitet uns Männer auf das Held sein vor - wie sieht unsere Ausbildung aus? Nichts für schwache Nerven oder schwache Frauen...


Wednesday, October 5, 2011

Wieviele Hobbies habt ihr? Seid ehrlich...

Er klatschte sich auf die Schenkel. "Weißte was, weißte was Männer brauchen?"

Ich schüttelte den Kopf. "Ne, weiß ich nicht." Ich bin lieber zurückhaltend. Erfahrung macht klug.

"Männer, Männer brauchen Frauen", er genießt diese Feststellung

"Aha, das ist jetzt aber eine bombige Einsicht."

"Ja, das sagst Du nur weil Du jetzt an das Offensichtliche denkst."

Ich schüttle den Kopf, "bestimmt nicht."

Er klopft mir auf den Arm. "Kochen Mensch Kochen... Huaha, Huaha."

"Huaha, Huaha", äffe ich ihn nach.

"Na gut, im Ernst. Frauen halten Männer in einer Art Fließgleichgewicht. Ohne Frauen würden Männer sich eine Aufgabe suchen und die wohlmöglich ein Leben lang fortsetzen. Diese Verankerung in Routinen unterbrechen Frauen sehr wirkungsvoll. Sie geben Männern das Gefühl beschränkt zu sein. Das ärgert Männer und dann probieren sie auch schon mal ne zweite Aufgabe..."

Er grinst breit.

"So. Und das meinst Du ernst? "

Er nickt. "Ich hatte bislang 5 Frauen und habe seitdem fünf Hobbies. In jeder Beziehung habe ich eine neue Sache angefangen." Er kratzt sich am Ohr. "Ich weiß nicht, wie die das machen, aber sie machen das, der Teufel weiß warum und wie..."

Saturday, February 12, 2011

Wenn Supermann und Lois Lane wieder alle um sich herum blass aussehen lassen

Ich glaube daran, dass Menschen über feste seelische Formen verfügen, die ihnen erst dann auffallen, wenn sie sich und Andere beobachten. Frauen haben ein paar Formen, Männer haben ein paar Formen und zwischen diesen Formen gibt es mehr oder minder sinnvolle und weniger sinnvolle Paarungen.

Die weniger sinnvollen Paarungen können wir im Alltag in bunter Detailvielfalt immer wieder beobachten, denn bevor wir uns aller Facetten unseres Seins bewusst geworden sind, sind wir bereits alt und der nächste Schub ahnungsloser drängt schon aus den Kreissälen heran, um uns zu ersetzen. Dieser Post ist zwei Menschen gewidmet, die einst meine Freunde waren und es vielleicht einmal wieder sein werden. Doch zurzeit pflegen sie ein uraltes Klischee, das Klischee von Powerwoman und Man of Deeds.

Männer der Tat und Mondfrauen fühlen sich häufig zueinander hingezogen. Sie sehen ineinander eine seelenverwandte Ergänzungen. Aber diese Ergänzung stimmt nur auf den ersten Blick. Wenn ich genauer hinschaue, dann entpuppen sich die seelischen Entsprechungen als falsche Freunde oder wie unsere englischsprachigen Freunde sagen würden: False Friends.

Der Mann der Tat kumpelt gerne und zieht sein Selbstbewusstsein aus der Gewissheit, dass er alles immer wieder hinbekommt, wenn er erst zu handeln beginnt. Seine Fähigkeit sich zu begeistern ähnelt der Sonnenenergie einer Sonnenfrau, die mit ihren Energieausbrüchen alles um sich herum erwärmen kann. So setzt er sich durch, mit einem Übermaß an transformatorischer Energie, dem niemand in seiner Umgebung etwas entgegen zu setzen weiß, außer einem weiteren Mann der Tat.

Diese begeisterten Phasen gehen Hand in Hand mit langen Ruhephasen und der Bereitschaft stets alles hinter sich zu lassen und etwas Neues zu tun. Diese Phasen, die energetische Kehrseite der Begeisterung, sind der Grund dafür, dass Männer der Tat für unzuverlässig gehalten werden. Doch wer Veränderungen begleiten kann, der kann sich nicht an Altes klammern oder?

Die Mondfrau hingegen ist auf einer ständigen Wanderung vergleichbar den Mondphasen. Sie betrachtet die Welt jeden Tag aufs Neue durch einen neuen Blickwinkel und sie verfügt über einen ständigen Überfluss an Energie. Diese Energie fließt ihr zu, weil sie ständig im Wandel ist, wie der Energiefluss um sie herum. Sie steckt ihre Energie übermäßig in viele Projekte und fühlt sich schnell ungerecht behandelt, weil andere Frauen nicht so viel Energie investieren und sie hat schnell das Gefühl, dass andere Menschen in ihren Blickwinkeln festgefahren sind.

Mit der Mondfrau ist es schwer auf einen Nenner zu kommen, da sie jede Vereinbarung jeden Tag im schlimmsten Fall wieder neu interpretiert. Was aus ihrer Sicht verständlich ist, denn sie sieht alles jeden Tag anders.

Gemeinsamkeit beider Formen liegen auf der Hand. Mondfrauen und Männer der Tat sind  Gemeinschaftsbildner. Sie scharen Gruppen um sich herum. Sie wollen verändern. Sie mögen keine Traditionen oder Autoritäten - zu festgefahren. Beide sehen ineinander Seelenverwandte.

Wenn jedoch der Mann der Tat in seine Ruhephase gleitet, dann drängt die Mondfrau mit stetig verändertem Übermaß an Energie nach weiteren Taten. Da sie über einen unermesslichen Energievorrat verfügt sind die Ruhephasen des Mann der Tat für sie eine stete unterschwellige Vernachlässigung. Das Gefühl ungeliebt zu sein sickert ein und wird mit übermäßiger Energie aufgeblasen. Dem Mann der Tat ist es reichlich egal, denn er weiß doch dass eins bei ihm unverbrüchlich ist, die Kumpelei. Also käme er nicht auf den Gedanken, seine Lebenspartnerin würde sich ungeliebt fühlen, wo er doch in seiner Ruhephase mit so vielen Kumpelgefühlen vollgestopft ist.

Wenn er zur Tat schreitet, dann möchte er neue Taten. Er liebt nicht immer die Wiederholung. Die Mondfrau hingegen durchläuft Kreise auf stetem neuen Niveau. Sie wiederholt in Zyklen, was sie bereits getan hat. Dafür hat wiederum der Mann der Tat irgendwann kein Verständnis mehr, die Begeisterung hegt er für das Neue, Unbekannte aber nicht für die stete Neubetrachtung bekannter Dinge. Er braucht Referenzpunkte, keine im Kreis wandernden Leuchttürme.

Beide Partner haben ein Faible für das Maßlose. Wenn sie sich in dieser Eigenschaft gegenseitig verstärken zieht dasProbleme in allen Bereichen des gemeinsamen Lebens nach sich. Sie erschöpfen ihre Umwelt, verheizen als Duo Infernale die Gemeinschaft um sich herum für Ihre Projekte ohne ein Gespür für andere Befindlichkeiten  und Energiehaushalte zu entwickeln. Sie klinken sich aus der Gemeinschaft aus und fühlen sich am Ende noch verfolgt, denn wenn sie in sich hineinschauen, dann finden Sie nur besondere Dinge, die sie von den anderen abheben.

Spätestens wenn der Raubbau auch den eigenen Körper mit Symptomen erfasst, werden sie angehalten. Dann müssen Sie sich mäßigen und sich selbst erkennen.

Thursday, February 25, 2010

Stereotypen der Männer



An manchen Tagen fühlt sich der Mann der Tat beschwingt. Er spürt Tatendurst - unmotiviert schießt ihm die Energie in seinen Gefühlspunkt. Nach außen hin wirkt er ruhig, das täuscht, solange er sich noch nicht entschieden hat, rollieren die verlockenden Taten durch sein Inneres. Wie die Kugel beim Roulette das Rad umläuft dauert es, bis er sich festlegt.

Hier saugt sich der geheimnisvolle Mann fest. Er möchte gerne den Fall der Kugel manipulieren. Denn wenn die Entscheidung fällt, dann zieht der Mann der Tat sein Ding durch, während der geheimnisvolle Mann weiter da sitzt und der Menschheit Noten verteilt.

Sunday, February 14, 2010

Ratschlag unter Männern...

Der einzige Rat den ein Mann einem anderen Mann im Laufe seines Lebens geben kann ist...

Ist...?

ist, sich nicht selber im Wege zu stehen, indem man versucht ein Mann zu werden oder zu sein. Ein Mann ist ein Mensch der keiner Rolle oder Vorbild nacheifert. Ein Mann ist jemand einzigartiges, der sich weder vergleicht noch anderen ein Vorbild sein will. Es ist fast noch wichtiger kein Vorbild sein zu wollen, denn erst wenn wir einfach sind und uns weder mit anderen vergleichen noch wie sie sein wollen, erst dann lässt du deine Wahrnehmung frei fließen und kannst auch dann erst wirklich sehen, was ein Mann ist.

Tuesday, January 26, 2010

Schwere Jungs und leichte Mädchen

"Was wiegt schwerer", fragte er. "Die Macht des Schicksals oder eine schicksalhafte Wendung?"

"Gibt es denn eine Waage für solche immateriellen Dinge? Ich glaube nicht, wie sollte so etwas leichter oder schwere sein."

"Ach Ray, die Macht des Schicksals ist so schwer wie die Erde selbst, aber eine schicksalhafte Wendung, nun eine schicksalhafte Wendung wiegt soviel wie du."

"Hmm, du willst sagen, dass jeder seines Glückes Schmied ist?"

"Nein, uns allen begegnet die Erde mit ihrer Schwerkraft auf die gleiche Weise. Was unser Körper nicht zu ändern vermag, das ist Schicksal. Unveränderliche Dinge tragen daher das Gefühl von Schwere mit sich. Eine schicksalhafte Wendung aber, kreuzt unvorhergesehen unseren Weg, wir können sie erkennen und nutzen, wenn wir das Gefühl unserer körperlichen Schwere kennen. Also solltest du immer wieder mal dein Gewicht spüren, es lenkt deine Aufmerksamkeit auf deine schicksalhaften Wendungen, und glaube mir, wir alle brauchen Wendungen, damals wie heute."

Friday, March 20, 2009

Schwächen




Die Schwächen eines Menschen sind nicht die Dinge, die er meint, nicht so gut zu können. Denn die hat der Mann der Tat im Blick.

Die Schwächen eines Menschen sind die Fähigkeiten bei denen der Mann der Tat sich sicher und erfahren fühlt. Denn hier wird er verleitet Risiken einzugehen.

Das Risiko, sich zuviel zuzumuten.

Das Risiko, sich nicht vorzubereiten

Das Risiko, einen Alleingang zu machen, weil man(n) es 'eh am besten kann.

Saturday, January 31, 2009

Trio



Ein Gedicht, bitte ein Gedicht.....



Danke...

Tuesday, January 20, 2009

Die Vorsehung bemühen


" Bis man sich entschieden hat gibt es Unschlüssigkeit, die Möglichkeit sich zurück zu ziehen, immer Wirkungslosigkeit. Für jede Handlung und Schöpfung gibt es eine grundlegende Wahrheit, deren Nichtbeachtung unzählige Ideen und hervorragende Pläne vereitelt: In dem Moment indem man sich entscheidet, bewegt die Vorsehung sich auch.

Alle Arten von hilfreichen Dinge passieren, die anders nie passiert wären. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird von der Entscheidung hervorgebracht, zum eigenen Vorteil passieren alle Arten von unvorhergesehen Ereignissen und Treffen und materieller Unterstützung, wovon niemand sich hätte träumen lassen, das es ihm widerfährt. Ich habe einen tiefen Respekt erworben für einen von Goethes Reimen: Was immer du tun kannst, oder wovon du träumst, es tun zu können, fange es an. Kühnheit birgt Genie, Kraft und Zauberei."

~W.H. Murray, The Scottish Himalayan Expedition


Man muss nicht auf den Mount Everest steigen, um zu erfahren, wie wichtig es ist sich zu entscheiden und dazu zu stehen. Murray erlebte es. Und auch ich merke, dass wenn ich Leuten erzähle, was ich will, Unterstützung aus allen Winkeln und Ecken kommt.

Geben wir unserer Umwelt eine Chance. Stehen wir zu dem was wir wollen und fangen wir es an. Heute. Jetzt. Nun.


Monday, June 16, 2008

Nachtrag alte Seher?


"Glaubst Du mir nicht?", der Mann der Tat verschränkte die Arme vor der Brust. Dann stand er auf und lief schmollend weg.

"Beachte ihn nicht", lächelte der Gelehrte. "Tja, die alten Seher." Er rieb sich das Kinn. "Sagen wir mal so. Es gab die alten Seher und es gab eine Zerstreuung. Doch beim Mann der Tat sollte man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, denn er muss einen Effekt maximieren. Er muss eine Dramatik erzeugen, die den jeweiligen Menschen mitreißt. Ich denke bevor wir uns mit den alten Sehern befassen - und wir werden das tun, lange und ausführlich - solltest Du die Dinge in bezug auf dich deuten."

"Gehen wir den Faden einmal grob durch. Es gibt die alten Seher. Das kann meine Generation sein, oder die Generation der Großväter. Die sehen eine spirituelle Dunkelheit. Das kann bedeuten, dass der Mann der Tat dich nicht unbedingt als Lichtblick empfindet. Er schaut in die Zukunft und sieht, dass Deine spirituelle dunkle Phase in der Zukunft enden wird, und er sieht die anderen, die verstreut sind - weit verstreut sind. Es kann Deine Geschichte sein."

Irgendwie bin ich enttäuscht. Ich weiß nicht so recht warum. Vielleicht weil ich die Geschichte vom Mann der Tat nicht schlecht fand. "Dann hat er gelogen?"

"Nein, das kann man so nicht sagen. Es gibt die wachsende Zahl unwissender Wissender, es gibt alles, was in der Geschichte des Mannes der Tat vorkam. Aber wenn du dich größeren Geschichten näherst, dann gibt es eine einfache Gelehrtenregel. Der Gelehrte muss glasklar sein. Doch wie könnte er das sein, wenn er seine persönliche Betroffenheit nicht kennen würde?"

Ich zucke mit den Schultern.

"Siehst Du? Wenn Du Mythen liest, Märchen, Geschäftsberichte, Nachrichten siehst oder hörst. Frage dich immer, was bedeutet es in Bezug auf mich, wie wäre das, wenn es meine Geschichte wäre. So lernst Du die Geschichte Deiner Betroffenheit kennen. Du spürst, wo Du intensive Gefühle empfindest, wo Dein Geist nicht frei ist, nicht nüchtern. Erlebe es erst und dann lasse es los. Dann bist Du frei, dich den Fragen zu nähern, die über Dich hinausgehen, dann kannst du klare Vorstellungen entwickeln. Doch bevor Du dich den alten Sehern stellen kannst, musst Du dich zuerst Dir selbst stellen. Dir selbst."

"Und das ist ein weites Feld", seufzte ich.

Er nickte. "Ja, ja. Stein um Stein, Schritt für Schritt und Löffel um Löffel. Aber schau mal wer gekommen ist. Sie hat bestimmt eine schöne Geschichte für dich mitgebracht."

Ein brauner Haarschopf, ein freundliches Lächeln. Miriam kam herein und ließ sich in den Sessel fallen in dem der Mann der Tat gesessen hatte.

Ich nickte ihr zu.

"Meine Geschichte lautet, das Wasser des Lebens"

Sunday, June 15, 2008

Nachschlag zum Aufmerksamkeitssegel


Ich traf beim Gelehrten ein. Er sah kurz auf und war an einem kleinen Schreibpult noch beschäftigt. Ich setzte mich hin, ungerufen wie ich gekommen war, musste ich warten, bis er Zeit für mich hatte. Schließlich war es soweit. Er wendete sich mir zu und fragte, "Na Ray, was hast Du denn auf dem Herzen, etwa das Segel der Aufmerksamkeit?"

Ich nickte. Irgendwie war mir die Erinnerung an den Mann der Tat suspekt.

"Ray es ist schwer endgültige Antworten zu geben, was es mit dem Segel der Aufmerksamkeit auf sich hat. Klar ist mal eines, es ist eine reines Manöver der Aufmerksamkeit. Deine Aufmerksamkeit kann sich bewegen, fliegen, was Du möchtest. Doch wir können Jahre lang darüber sprechen, dass der Aufmerksamkeit solche Dinge möglich sind, ohne eine tatsächliche Erfahrung bleibt es Reden und unser Mann der Tat redet zwar auch gerne..."

"Was willst Du denn damit sagen?", entrüstet trat der Mann der Tat in das Zimmer ein.

Der Gelehrte schürzte die Lippen. "Nichts weiter, höchstens dass Du dich mitunter gerne reden hörst."

"Ach so", der Mann der Tat winkte ab. Ich dachte schon, Du meintest ich sei geschwätzig." Er lächelte mir zu.

Ich lächelte zurück. "Wie gesagt", der Gelehrte fuhr fort. "Ein Manöver der Aufmerksamkeit, dass keinen wirklichen Flug des physischen Körpers mit einschließt, das aber der Eintrittspunkt ist, für viele weitere Manöver, die im Lauf der Jahre geübt und vervollkommnet werden, um sie anschließend für ein paar Jahre.."

"Oder Jahrzehnte", warf der Mann der Tat ein und lächelte wie ein kleiner Junge.

"danke.. vergessen werden." Er sah mich erwartungsvoll an.

"Warum vergessen, wozu soll das nützen?"

Der Mann der Tat zuckte mit den Schultern. "Wen kümmert's?"

Der Gelehrte nickte. "Das Vergessen ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Er vergisst um seine Vorbereitungen zu treffen. Wenn wir die volle Kontrolle über die Aufmerksamkeit erreichen, dann sollten wir soweit sein, es im täglichen Leben beherrschen zu können. Du könntest dich zu früh an Deine Fähigkeiten erinnern, und schon wäre Dein Leben in Unordnung."

"Du könntest das Segel auf dem Klo setzen", brachte sich der Mann der Tat engagiert ein. "Draußen stehen die Leute Schlange, vielleicht ruft jemand den Hausmeister und du setzt das Segel und erforscht den Weltraum?"

Der Gelehrte betrachtete den Mann der Tat mit einer besonderen Art von Neugier. Es war nicht eindeutig Missfallen, auch nicht Erstaunen, mehr wie eine professionelle Neugier, einer Art Störung gegenüber. "Nun Klo... hmm.. das wohl sicher nicht. Ich denke da eher an eine Zeit der Berufsausbildung, in die die Erinnerungen einbrechen und Deine Berufspläne zerstören. Die Fähigkeiten müssen sich in ein geordnetes Leben einfügen und darüber wachen Teile Deines Bewusstseins, die dich schützen. Erinnerungen kommen immer im rechten Moment und der ist bei jedem Menschen anders und ist bei jedem Menschen optimal."

"Wenn er zu lange wartet mit seinen Erinnerungen, dann ist der kleine Ray vielleicht irgendwann tot?", gab der Mann der Tat zu bedenken.

Der Gelehrte nickte. "Wenn Du in Lebensgefahr gerätst, dann allerdings sind die Fähigkeiten sofort da."

"Wie ist das mit den alten Sehern? Stimmt diese Geschichte?"

.... wird fortgesetzt.....

Saturday, June 14, 2008

Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit VII


Er schaute mich an, und seine Augen schienen zu funkeln. Dann hob er den Drachen und mir wurde intensiv übel.

"Schau mal welche Schur ich hier habe. das ist eine besonderer Schnur Ray."

Ich blickte auf den Mann der Tat und hatte den Eindruck, als käme die Schnur aus meinem Bauch. Er drückte sie an den Drachen und warf den Drachen über den Abgrund. Mir war so, als würde er mich über den Abgrund werfen, als hinge ich wie ein Drachenflieger an dem Drachen. Ich blickte zurück und sah mich und Mann der Tat auf dem Felsen sitzen, dann flog ich weiter und genoss den Flug. Neben mir und vor mir sah ich weitere Segel am Himmel. Wie kleine Glühwürmchen schillerten sie in unterschiedlichen Farben. Ich war glücklich.

Friday, June 13, 2008

Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit VI


"Das Segel der Aufmerksamkeit ist eine Art Drachen, der ein Teil Deines Energiekörpers ist. Dieses Segel kannst Du aufsteigen lassen und es erweitert deinen Blick auf die Dinge des Lebens. Du hast eine weitere Perspektive, die dich davor bewahrt, in deinen alltäglichen Gefühlen gefangen zu bleiben."

Steige auf meine Seele
wandere empor.
Sehe in die Weiten der Zeit
Sehe in den Puls des Lebens
Sehe in den Strom der Kraft
Einfach so

"Komm mit." Er steht auf und ich folge ihm. Wir gehen zu einem Felsen von dem aus wir hinunter in das Tal blicken können. Schon von hier oben sieht es aus, als flöge mein Blick über die Welt.

"Du könntest sterben wenn du das tust, was ich von Dir verlange."

Jetzt fängt der Quark wieder an. Sie machen mich immer wieder nervös mit diesem Todesgelaber. Da ist der Tod, hier ist der Tod. "Gibt es denn nichts, wo es mal nicht ohne den Tod geht."
Er schüttelt den Kopf "Leider nicht." Mir wird übel und ich spüre ein unerbittliches Drängen, das meine Existenz auf Erden beenden will. Trauer erfüllt mich. Das geht zu schnell denke ich protestierend. Dann fegt das herannahende Bewusstsein des Todes alle Problem des Alltags zur Seite.

"Sehr schön Ray und jetzt lernst du Fliegen."

Liebe Leser, seid morgen wieder dabei wenn es heißt Das Setzen des Bewusstseinssegel VII Wird Ray wirklich fliegen oder ist das Ganze nur im übertragenen Sinne gemeint oder ist der Mann der Tat nur ein boshafter Schelm?

Thursday, June 12, 2008

Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit V


"Was könnte falsch sein daran glücklich zu sein?"

Der Mann der Tat lächelt.

"Was wenn das Glück der Menschen, so wie es die Menschen heute verstehen, der Tyrann der Erde wäre. Eine Spezies, die die Erde hervorgebracht hat, treibt Raubbau an der Erde, tötet ihre Kinder, um immer mehr in kürzerer Zeit zu verschlingen. Das eigene Glück ist eine Illusion. Stell dir vor, das Wort gäbe es nicht, was würde dir fehlen? Wie würdes du es nennen, wenn du dich glücklich fühlst?"

"Wohlbefinden?"

"Ja, das ist wahr. Wir Menschen haben die Fähigkeit zu einem Wohlbefinden, wenn wir mit allem im Einklang sind, das uns umgibt. Wenn es das Wort Mensch nicht gäbe. was würde dir dann fehlen?"

"Nun Menschen gibt es körperlich, ich hätte für diese Wesen kein besonderes Wort."

"Ja, das wäre wohl so. Glück ist ein innerer Zustand des Wohlbefindens und für die Verschlinger der Erde kann dieser Einklang erst bestehen, wenn sie jedes Jahr mehr von der Erde auffressen. Ich will mehr für mich. Das ist das persönliche Glück, der im Lebensentwurf der westlichen Menschen hinterlegt ist, die Erfolg und Karriere am Wachstum des eigenen Besitzes festmachen. Diese Art von Glückssuche, hält dein Segel der Aufmerksamkeit voll auf dem Erdboden fest. Der Drachen der Aufmerksamkeit kann nicht aufsteigen. Daher ist es wichtig, dass Du dein Verständnis von Glück hinterfragst. Willst Du Reichtum ohne Ende, dann sei ein Wurm, der in der Erde kriecht und friss soviel Erde, wie du kriegen kannst. Bist Du aber ein Wissender, dann löse dich los und setze Dein Segel der Aufmerksamkeit und erfahre das sphärische Glück."

"Aber auch der Wissende landet wieder und muss essen."

"Ja, das ist wahr. Es geht nur um das Anhäufen um das Anhäufen willen. Ein Wissender darf am Leben teilhaben, Auto fahren, Frauen lieben, er darf in schönen Wohnungen leben und und und. Doch nicht um des Besitzes wegen, sondern um der Erfahrung wegen. Fühle mich."

Eine intensive Neugier auf Erfahrungen überflutet meinen Solar Plexus.

"Das ist das Glück und der Reichtum, den du auf dieser Erde sammeln solltest."

"OK, aber was ist dieses ominöse Segel der Aufmerksamkeit?"

Seine Augen leuchten. Ich werde es dir sagen.....

Liebe Leser, seid morgen wieder dabei wenn es heißt Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit VI

Wednesday, June 11, 2008

Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit IV


"Viele Fragen auf einmal Ray. Kurz zu den alten Sehern. Sie bekamen den Auftrag von den erleuchteten Mensch aus der Zukunft, die natürliche Entwicklung der unbewussten Wissenden zu unterstützen. Sie zeigten den Sehern, dass die spirituelle Dunkelheit unvermeidlich sei, weil sie ein Nebenprodukt der Weiterentwicklung der Menschheit sei. Die Menschen würden der Wissenschaft verfallen, aber vor der Wissenschaft, würden sie der Macht verfallen, wenn sie die alten Götter stürzen würden."

"So konzentrierten die alten Seher sich darauf, Wege der Bewahrung des Wissens zu finden. Sie entschieden sich, sich soweit wie möglich zu zerstreuen. Jeder nahm seine Gruppe Menschen und führt sie von dannen. Sie wussten dass sich irgendwann keiner mehr an den Grund der Zerstreuung erinnern würde und waren sich einig, dass sie so weit auseinander wandern mussten wie nur möglich. Auf der Wanderung ersonnen sie Möglichkeiten die neuen Wissenden zu schützen."

"Später dann, stürzten die Menschen die alten Götter, sie wollten nicht mehr Teil eines Ganzen sein, sie wollten nunmehr Gestalter und Besitzer der Erde sein und indem sie aus der Erde einen Besitz machten, machten sie sich selbst zu Besitz, die sie ein Teil der Erde waren. Das Zeitalter der Dunkelheit kam mit Krieg und Blutvergießen und die Dunkelheit trieb die Wärme aus den Herzen der Machtmenschen. Seit jener Zeit wachsen die unbewussten Wissenden und der Anteil an Frauen unter ihnen ist erheblich größer als der der Männer, was daran liegt, dass es Männern schwerer fällt, die energieraubenden Gewohnheiten abzulegen."

"Und nun zu der Frage, wie du die unbewussten Wissenden erkennen kannst. Schau auf ihre Nabelgegend. Unbewusste Wissende haben wissende Nabel. Diese Menschen werden von ihrem Bauch aus gesteuert und der Bauch weiß was er tut. Es sind Bäuche die das Wissen um die alten Götter bewahrt haben und sie führen ihr Menschen sicher durch die Dunkelheit. Wenn du vom Nabel zum Kopf blickst, dann wirst du sehen, dass der Kopf in völliger Ignoranz seines Nabels lebt. Wenn du so einem Menschen begegnest, dann hilf ihm Energie zu sammeln. Er braucht es um weitere Wissende auszubilden. Er braucht es um den Flächenbrand vorzuberieten. OK?"

"Ich werde mich davon überzeugen", sagte ich bestimmt. "Wie ist das jetzt mit dem Setzen des Bewusstseinssegel."

"Moment Ray, so einfach ist das nicht. Wir müssen noch einen weiteren Irrtum ausräumen."

"Und der wäre?"

"Der Glaube an das eigene Glück."

"Hä?"

"Liebe Leser, seid morgen wieder dabei wenn es heißt Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit V "

Tuesday, June 10, 2008

Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit III


Ray: "Nun gut, das will ich zugeben. Ich habe es aus dem Blickwinkel noch nicht gesehen.
Doch welches Geheimnis bewegt die Menschen um uns herum, Mache es bitte nicht so spannend."

Der Mann der Tat lächelt wissend. "Mein Körper weiß, dass es um mich herum jede Menge schlafender Wissender gibt. Hunderttausende von Menschen, die in ihren Körpern das Wissen und die Erfahrung von Jahrtausenden mit sich herumtragen. Ich spüre es und fühle es mit jedem Atemzug, den ich mache. Und doch nutzt ihnen das Wissen gar nichts, denn sie haben keine Sprache dafür. Die Dichter und Poeten haben Jahrtausende lang mit der Sprache gerungen um den Flächenbrand auszulösen, der vor Tausenden von Jahren prophezeit wurde."

"Ein Flächenbrand, eine Prophezeiung - spektakulär. Und gleichzeitig weiß ich nicht, ob ich all das glauben soll."

"Du brauchst es nicht glauben. Glaube mir, dass das Glauben überschätzt wird. Mir zuliebe glaube bitte nichts, sondern überzeuge dich stets selbst. Erst die Überzeugung versetzt dich in die Lage für dein Wissen einzustehen." Er klopft auf den Drachen.

"Wenn wir dein Segel der Aufmerksamkeit heute gemeinsam setzen, dann wirst du es wissen, dann brauchst du mich nicht zu fragen, ob es wahr ist oder nicht."

"Doch zurück zu der alten Prophezeiung. Vor Tausenden von Jahren, da waren die Menschen ihren inneren Kräften noch bedeutend näher als heute, da fragten sich die Menschen nach dem Sinn des Lebens. Werden wir ein Leben lang weiter über die Erde wandern, werden wir das auch in Tausenden von Jahren noch tun. Die Menschen waren unruhig und verlangten Antworten. So begannen die Besten unter ihnen, die Seher ihre Fähigkeiten in die Zukunft zu blicken auszudehnen. Die Frage nach der Zukunft beschäftigte sie ungefähr drei Jahrhunderte, während derer sich die Seher Jahrtausend um Jahrtausend voranschoben. Sie sahen das Patriarchat entstehen, sahen die Kriege, waren erschreckt und sie gelangten weit über unsere jetzige Zeit hinaus. "

"Sie sahen den Flächenbrand. Nach einer langen Jahrtausende währenden spirituellen Dunkelheit, kehrte das Wissen zu den Menschen in den Alltag zurück. In Hunderttausenden erwacht das Wissen in kurzer Zeit und sie wissen umeinander. Sie beginnen die Menschheit aus dem Dunkel zu führen und sie schaffen die neue Lebensform der Menschen, den Einklang mit den Lebensformen. Die alten Seher sahen, dass die Menschheit das Wissen unterdrückt, dass es nichts desto trotz sich weiter akkumuliert und eines Tages erwachen wird und so gibt es heute die widersprüchliche Situation, dass wir Heiligen begegnen können, denen ihr Wissen nicht bewusst ist. "

"Diese Menschen geben Ihr Wissen an andere weiter, wiederum ohne dass es ihnen bewusst ist und ohne das es den Empfangenden bewusst ist. Jedoch hat diese Verbreitung Grenzen. Jemand der sein Wissen weitergeben will braucht Energie dafür und die Energie kann in unserem spirituell dunklen Jahrtausend nicht unbegrenzt geschaffen werden, so breitet sich das Wissen langsam aus und wir sind vom Flächenbrand immer noch weit entfernt."

"Wie praktisch?", sage ich ironisch.

Er nickt, "bleibe skeptisch, ich war das auch, du musst deswegen nicht denken originell zu sein. Originell wäre es dieses Wissen nachzuvollziehen. Die logische Konsequenz ist, wenn wir im Alltag unbewussten Wissenden begegnen können, das wir diesen Menschen helfen, beim Energiesammeln voranzukommen, denn sie werden die Menschheit aus der Dunkelheit führen. Also musst du lernen sie zu erkennen um ihnen beizustehen."

Er schaut mich wieder an, erwartungsvoll.

"Aber wie erkenne ich die unbewussten Wissenden und wer waren die alten Seher und wie ging die Geschichte damals weiter?"

Liebe Leser, seid morgen wieder dabei wenn es heißt Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit IV.

Monday, June 9, 2008

Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit II



"Kommen wir zu Deinem ersten Irrtum Ray. Wir Männer der Tat handeln nicht nur. Wir machen alles. Wir können effektive Gelehrte sein, Wege finden, hinter den Kulissen agieren, all das können wir auch. Die Tat, um die es hier geht, die den Mann der Tat ausmacht ist ein Kennzeichen der zweiten Aufmerksamkeit. Wenn ich eine Manöver der Aufmerksamkeit in der zweiten Aufmerksamkeit durchführe, dann sehe ich mich handeln. Mit meinem ganzen Körper bin ich beteiligt, während ich etwas tue, das es in der ersten Aufmerksamkeit nicht gibt. Es gibt also eine Eins zu Eins Beziehung zwischen Körpergefühl im Alltag und Erfahrungen des Wissens. Eine Mann der Tat erinnert sich körperlich, deswegen fallen seine Handlungen aus dem Rahmen. Er weiß, wie er Dinge tun muss und muss daher in einem zweiten Schritt Anderen erklären, warum er die Dinge so tat, wie er sie getan hat - das ist mitunter nicht so leicht, denn nicht für jedes Wissen und jede Nuance des Körpergefühls, haben wir Menschen Worte."

Er sieht mich an und schweigt.

"Und worin besteht mein Irrtum?"

Während ich ihn das frage, bewegt er die Lippen synchron mit meiner Frage mit.

"Der Irrtum ist ganz einfach. Menschen können Wissende sein, ohne das es in ihr Alltagsbewusstsein gedrungen ist. Es mag sein, dass es ihnen erst bewusst wird wenn sie sterben und Ihre Energie auf die letzte Reise geht, wie es so blumig heißt. Wissen ist immer auch körperlich und nicht Jeder, der sein Wissen sofort in gestelzte Worte und geleimten Papierbrei setzen kann, ist ein Wissender. Du zum Beispiel weißt bereits viel mehr, als Du weißt dass Du es weißt, weil Du deinem Körper nicht vertraust und auch die Menschen um uns herum, bewahren ein Geheimnis in ihren Körpern auf, dass ich Dir erklären werde, wenn ich dir deinen zweiten Irrtum erläutere. Aber hattest Du diesen angesprochenen Irrtum über Männer der Tat?"

"Dass sie ihr Wissen körperlich mit sich tragen und aber nicht immer sofort auch Worte dafür haben?"

Liebe Leser, seid morgen wieder dabei wenn es heißt Das Setzen des Segels der Aufmerksamkeit III Welches Geheimnis mögen die Menschen um uns herum mit sich tragen?

Friday, April 11, 2008

Cha Cha



"Cha, cha. Tadida dap dap da dap." Da ist jemand tänzerisch begabt. Ich komme näher, als mich eine Hand greift und zurück hält. Ehe ich mich versehe verwandelt sich die Cha Cha Tänzerin in etwas Dunkles, für mich nicht Verstehbares.

"Das ging ja noch mal gut." Der Mann der Tat wischte sich mit einem eingebildeten Taschentuch die Stirn ab. Im Träumen braucht man Zurückhaltung, wenn man an den Grenzen der zweiten Aufmerksamkeit so weit draußen wandert, wie wir das gerade tun.

"Was ist das?", frage ich. "Einen Rhythmus scheint es zu besitzen und dieser Rhythmus scheint mit dem Cha Cha übereinzustimmen."

"Im Grunde genommen lebt es hier. Ein Lebewesen der Träume."

"Könnte ich dieses schwarze Ding auch treffen wenn ich wach bin?"

"Du meinst, ob es außerhalb der Träume einen realen Körper hat? Lass uns mal schauen. Wir werden einfach mal sehen wo die Spur hinführt, wenn wir den oder die oder das Träumende suchen. Komm mit."

Wir gleiten eine Weile. Kontrolliertes Gleiten über eine dunkelbraune Ebene und schließlich bleiben wir vor einem echsenartigen Reptil in der Größe eines Rauhaardackels stehen. Er schaut mich maliziös an und lächelt. "Da hast Du deinen Träumer."

Ich schaue ungläubig auf die Echse und irgendetwas sagt mir, das er mich verarscht. Er verarscht mich einfach gerne. Gerade will ich ihn fragen warum er mich eigentlich so gerne verarscht, da kommt die Cha Cha Tänzerin durch die Luft gesaust. Ich erinnere mich daran, dass es in Wahrheit etwas Schwarzes ist. Da sinkt die schwarze Form auf die Echse und verschwindet darin. Für einen kurzen Moment habe ich das Gefühl, als habe es kurz aus der Echse rausgeleuchtet, so als hätte jemand eine Tür zu einem beleuchteten Haus geöffnet und dann wieder zugeschlagen.

Ich mag das hier nicht. Es ist anstrengend weil die Dinge nie so sind, wie ich sie kenne. Die Echse öffnete ein Auge. Das Auge hat eine merkwürdige hypnotische Kraft. Ich löse meinen Blick von ihr und sie trollt sich davon.

"So, jetzt kennst du sie. Warum ist diese Ebene dunkelbraun?"

Ich zucke mit den Schultern, aber dann fällt es mir auf. Tausende von Echsen stehen hier herum. Und immer mal wieder macht eine die Augen auf.

"Wenn du hier wanderst und du bist allein, dann ist alles in Ordnung, solange du diesen Echsen nicht in die Augen schaust. Sie können dich festhalten, über Wochen und Monate."

"Meinst Du das ernst?"

Er lächelt maliziös. Ich hasse es wenn er das tut.

"Natürlich meine ich das ernst. Komm' mal mit."

Wir gleiten wieder langsam durch die Ebene und sehen schließlich einen menschlichen Traumkörper vor einer Echse stehen. Er bewegt sich nicht mehr, steht still.

Ich versuche zu verstehen was hier abgeht. Dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Die Echsen sind neugierig. Sie versuchen die Wanderer in ihrer Ebene zu verstehen und manche von ihnen scheinen dabei Cha Cha lieben gelernt zu haben.

Er flüstert mir ins Ohr. "Der Träumer verlangsamt sich auf die Geschwindigkeit der Echsen. Für ihn scheint es nur ein Augenblick zu sein, aber es sind sehr lange Zeiten und ein Mensch sollte nicht so lange von seinem Traumkörper getrennt sein. "

"Kann man seinen Traumkörper zurückrufen, wenn er irgendwo fest hängt?"

"Klar."

"Und wie geht das?", frage ich ungeduldig.

"Weiß nicht, ich musst das nie tun. Na komm, hier ist es langweilig." Und wir gleiten davon einem ungewissen neuen Traum entgegen.

Saturday, March 22, 2008

Mutig?


"Bist Du mutig?"

Ich hasse es, wenn er so etwas fragt. Wenn ich ja sage, dann kommt irgend etwas, das mich Gruseln lassen wird. Wenn ich nein sage, komme ich um vor Neugier, weil er mir nichts verraten wird, solange ich nicht selbst die Vorlage dazu liefere. Meine Entscheidung, mein Risiko.

"Warum?" Zeit gewonnen.

"Was ich dir zeigen möchte ist nur für mutige Leute."

"Ich bin nicht feige."

"Na lassen wir das mal als Ja gelten. Du kannst mitkommen."

Wir gehen raus vor die Tür.

"Da draußen ist ein Fressfeind. Es frisst Menschen."

Ich schaue mich um, in all der unberührten Landschaft ist kein Lebewesen zu sehen. "Tja, wo denn? Ich sehe nichts."

"Ich kann jetzt nicht darauf deuten. Wir werden ein wenig spazieren gehen, es wird Appetit bekommen und uns folgen. Wenn es sehr hungrig ist, wird es eine Wahl treffen müssen zwischen dir oder mir."

"Wozu soll das gut sein, das wir jemandem als Appetithappen vor der Nase herum laufen?"

Er kratzt sich am Kopf und setzt mehrere Male hintereinander an, als wollte er etwas sagen. Dabei japst er wie ein Fisch auf dem Land. Dann sagt er schließlich, " das weiß ich auch nicht", und geht los. Ich folge ihm. Er spinnt denke ich, durchgeknallt, und dennoch ertappe ich mich dabei, das ich mich umschaue. Ob da etwas ist, das uns folgt?

"Die Evolution hat das gut gemacht. Die Räuber haben eine feine Nase. Wenn sie Angst riechen, dann hat das die gleiche Bedeutung, als wenn im Landschulheim die Glocke zum Abendessen geläutet wird."

"Ich habe keine Angst", und das ist auch nicht gelogen, denn ich glaube ehrlich nicht an Fressfeinde.

Wir gehen eine Weile und setzen uns schließlich auf einer Wiese auf einen toten umgefallenen Baum. Er lächelt mich entspannt an.

"An dieser Stelle schlägt es am liebsten zu. Wir sind sozusagen aufgetischt."

"Wer ist dieses Es?"

"Er lächelt weiter. Die Evolution musste sich vor Millionen von Jahren entscheiden, ob es Menschen geben soll oder nicht. Menschen sind ganz besondere Lebewesen. Sie können über sich selber nachdenken. Sie können herausfinden, warum Dinge in ihnen geschehen. Sie sind innerlich verspiegelt. Wir schauen die ganze Zeit in einen Spiegel unserer Selbst, doch der Spiegel ist nur ein Spiegel, nicht mehr."

Vor uns beginnt ein wunderschöner Sonnenuntergang während auf einer Wiese gegenüber ein Jäger einen Hochsitz besteigt.

"Da ist dein Raubtier. Er hat keinen Hunger. Er tötet nicht um zu überleben, er tötet um den Tod anderer Lebewesen zu erleben. "

"Ha ha", sage ich triumphierend. "Von wegen Fressfeinde."

"Freu' dich nicht zu früh. Der da drüben kann schlecht gucken. Und die da", er deutet auf den Waldrand, wo sich ein paar Rehe blicken lassen, "habe ich in letzter Zeit ein bisschen angefüttert." Er deutet auf Futter, das nicht unweit von uns platziert ist.

"Meinst du, er kann uns von den Rehen unterscheiden?"

"Sicherlich - hoffe ich zumindest."

"Nun, um auf den Punkt zu kommen, was ich mit der Situation hier sagen will, Menschen können ihren Spiegel nutzen, sie tun es aber häufig nicht, weil sie Raubtiere sind und damit sind wir wieder bei der Entscheidung der Evolution. Die Evolution musste entscheiden, ob der Mensch ein Raubtier sein würde oder ein Plflanzenfresser. Also einer auf dem Hochsitz oder einer auf der Wiese. Sie wählte das Raubtier. Und sie wird erst wissen ob das eine weise Wahl war, wenn die Menschen den Spiegel nutzen, um ihre Raubtiernatur zu verstehen."

Die Rehe wurden mutiger und wagen sich ein wenig ins Freie. Zielstrebig kommen sie in unsere Richtung auf das Futter zu gelaufen.

"Gut, lass uns gehen."

Er steht auf. Automatisch folge ich seinem Beispiel, aber irgendwie warte ich auf einen Knall.

"Keine Angst, das hier ist eine Reviergrenze. Der da drüben müsste die lieben Rehe zu sich rüberlocken, hier sind die Rehe und wir noch vor dem Jäger sicher." Er grinst zufrieden.

"Was passiert denn, wenn die Menschen ihre Raubtiernatur im inneren Spiegel untersuchen."

"Sie werden frei davon ein Raubtier sein zu müssen, sie werden zu etwas anderem Neuem, zu dem was die Evolution von uns erwartet, denn ich glaube nicht daran, dass die Erde uns gegeben wurde, um sie uns untertan zu machen. Ich glaube wir wurden der Erde als eine Art Vorleser zugeteilt, mit der Aufgabe sie zu lieben, ihre Geschichten zu erzählen und..."

"Und..."

"Er seufzte, ihr Leben zu schützen, denn die Erde lebt."

Wednesday, March 12, 2008

Am Morgen Genervt


Er rieb sich die Hände, klatschte dann ein paar Mal in die Hände und lief auf der Stelle. Er lächelte übertrieben vergnügt, ein bisschen blöde sah er dabei schon aus.
"Warum machst Du das?", wollte ich wissen.
"Das erinnert mich daran, wie sehr sich manche Menschen anstrengen, sich erst voller Entschiedenheit warm zu machen, um dann auf der Stelle zu laufen."
"Aber das ist doch albern", protestierte ich.
"Es ist aber anstrengend", sagte er kopfnickend. "Ich könnte jetzt nicht stundenlang auf der Stelle traben. Irgendwann fange ich an zu schwitzen, und dann komme ich aus der Puste."
"Was willst Du mir damit sagen?", fragte ich genervt.
"Dir?", er flötete harmlos.
"Was wollte ich Dir schon sagen. Jede Technik, jedes Wissen ist sinnlos, wenn wir uns nicht von unserem Standpunkt fortbewegen. Wenn der Tag zu Ende ist, schau dich um und frage dich, was sehe ich heute anders als gestern. Wenn Du darauf eine Antwort hast, dann bist du da, wo ich dich gerne hätte."
"Egal wie die Antwort ist?"
"Klar."