
Manche Menschen lieben die Liebe. Es ist so schön für die Liebe zu sein und dafür einzutreten. Das gehört natürlich auch zum Handwerkszeug der Bösewichte, die öffentlich feurig für die Liebe eintreten, aber ihren Worten anschließend keine Taten folgen lassen.
Wie erkenne ich wer wer ist? Bösewicht oder Gutmensch? Da hat jeder so seine Methode.
Eine einfache Übung ist es, sich den Betreffenden wie in einem Tagtraum vorzustellen. Nur in diesem Tagtraum hat die Person, an der ich interessiert bin, ein Eigenleben. Ich warte bis sie, für mich unvorhersehbar, handelt.
In meiner Übung stelle ich mir einen Kollegen von der Arbeit vor. Es dauert eine Weile, bis er sich bewegt. Ich bin neugierig was er machen wird. Er pflanzt einen Baum und freut sich an dem Grün. Sehr massiv kommt dabei ein Besitzgefühl rüber. Der Baum hat den Kollegen mit Wachstum zu beschenken. Er erwartet Belohnung für die Gartenarbeit von der Pflanze.
Nun lasse ich einen kranken Hund, mit lahmer Pfote an dem Kollegen vorbeilaufen...
Mein Kollege sieht den Hund und geht ins Haus. Als ich ihn erneut mit dem Hund konfrontiere, holt er eine Waffe und schießt nach dem Hund. Hmm, liebevoll scheint das nicht zu sein. Egal. Versuch Numero 2.
Ich lasse ein weinendes Kind herumlaufen. Mein Kollege geht hin, nimmt das Kind auf und trägt es zu seiner Frau. Eindeutig ein Delegierer.....
Und soweiter und sofort. Ich kann mir einige Szenarien ausdenken, in denen die Liebesfähigkeit getestet wird. So entwickle ich ein Bild von der Person, die ich später noch einmal überprüfen und korrigieren kann, wenn derjenige zur Tat schreitet....




