Saturday, November 7, 2009
Hast Du eine Frage gehe zu Deinem besonderen inneren Ort
Nein das Wissen im Inneren nähert sich aus der Unendlichkeit, auch wenn Du Dir unter Unendlichkeit wenig vorstellen kannst. Das bedeutet, weil es aus der Unendlichkeit kommt, nimmt es auch unendlich unterschiedliche Wege, bis es bei dir anlangt. Oder hast Du schon mal erlebt, dass du bei großer Auswahl, stets nur einen Weg genommen hättest?
Der Wissende steckt seinen Kopf in die Unendlichkeit und er besitzt nichts, um die Unendlichkeit zu begreifen. Und doch rieselt das Wissen in seine Welt, wird verständlich und ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Das ist die Schwierigkeit beim Lernen und beim Lehren.
Das Wissen ist gleich, doch kein Weg ist je mit dem eines Anderen vergleichbar und dass heisst jeder Lernende lernt in unterschiedlicher Reihenfolge und jeder Lehrende stellt sich auf seinen Schüler ein. Die Unendlichkeit verbindet beide und schenkt Beiden einen nie zuvor da gewesenen Weg. Beiden gemeinsam ist nur, dass es wie ein Wunder auf sie anmutet, einen Weg zu finden...
Sunday, February 15, 2009
Blogparade, was ist für Dich ein spiritueller Mensch?

Liebe Leser und Suchende, Dori vom Chakrablog hat zur Blogparade aufgerufen. Bis zum 26. Februar läuft die Blogparade und dies ist mein Beitrag.
Sie legte ihre Hand in meine. Die Hand war warm und lag mit festem Druck in meiner Hand. 'Lass' los', sagte mir eine innere Stimme.
Ich nickte und verlor das Gefühl für meinen Körper. Mal sah ich sie an, mal betrachtete ich mich durch ihre Augen und dann schien es mir, außer ihren Augen und meinen Augen, noch weitere Augen zu geben.
Bevor ich es hätte denken können, schien ich von der Decke herab auf uns beide, sie und mich, herunter zu blicken. Es schien mir, als sei der Wahrnehmende nun ein körperloses Wesen.
Ich folgte mit meinen Blick ihrem Körper, betrachtete ihre Hand, die in meiner ruhte und erlebte einen weiteren Perspektivwechsel. Ich betrachtete mich wieder von der Decke aus einem zweiten Augenpaar. Dann fühlte ich mich wieder fest und sie lächelte mir zu.
"Wenn Du so willst, dann hast Du jetzt die Quelle der Spiritualität gefunden. Menschen, denen es gelingt, ihr Leben mit den Augen ihres anderen Selbst zu betrachten, diese Menschen sind spirituelle Menschen. Unabhängig davon woran sie glauben."
"Spiritualität ist gewissermaßen ein Leben, in dem du die Gesamtheit des Selbst integriert hast. Was würde dir dein anderes Selbst jetzt sagen, was du zu tun hast?"
Ich dachte an die körperlosen Augen und spürte sofort eine Verletzung, eine seelische Verletzung.
"Fass' die Stelle an, mit den Händen deines anderen Selbst."
Ich berührte die Verletzung und wurde von einem immensen Schmerzgefühl überwältigt. Meine Hände suchten weiter und fanden eine fremde Hand, die sich in mir verkrallt hatte. Ich entfernte die Hand und der Schmerz war fort.
"Du siehst", sie lächelte, "wenn wir vollständig sind, dann ist Heilen ein Akt der Aufmerksamkeit. Aber du stehst erst am Anfang deiner Reise. Neben dem Heilen gibt es Tausende von weiteren Dingen, die es zu erfahren gibt."
Sie legte wieder ihre Hand in meine und ich spürte ihr fröhliches Feuer, ihren Spaß am Tanz und der Beweglichkeit. Ich spürte ihren Lebensstrom und ihre unbändige Kraft.
Tuesday, February 10, 2009
Wissen III

"...war ein dunkler See, an dem ich saß und erfüllt war von einem Gefühl des Hasses für diesen Mann. Bislang hatte ich das Gefühl gehabt, ich liebte ihn. Doch ich spürte die Wahrheit ganz genau. Ich liebte ihn nicht, ich hasste ihn. Und zuerst sah ich auf diesen See der Trauer, wie auf einen Ort, in den all meine traurigen Gefühle gelaufen wären. Doch dann merkte ich, dass der See lebte. Der See war mein Mann. In meinen Ohren hallten seine Worte, doch ich blickte gebannt auf diese flüssige dunkle Substanz, von der immer wieder eine peitschenartige Faser zu mir ausholte, die mich traf.“
"Was ich dann sah, erklärte meinen Hass. Die Faser schnitt durch lebende Fasern, meine lebenden Fasern, die süßes Licht, nährendes Licht enthielten. Mir schien als bluteten sie aus und würden dann schwarz. Ich war an einem Ort des Schreckens. Überall verletzte Fasern, durch die nichts mehr floss. Warum nur machst du das?, dachte ich. Die Frage allein veränderte meine Perspektive der Wahrnehmung enorm. "
"Ich sah einen Ausschnitt des dunklen Sees. Der See, der eigentlich mein Mann war. Inmitten des Sees gab es feste Strukturen. Diese Strukturen waren wie Granit. Neugierig berührte ich sie, und im Berühren verstand ich, dass diese Granitstrukturen die Überzeugungen waren, die das Ich meines Mannes ausmachten. Und sie waren nicht verhandelbar. Eher würde er Menschen verlassen, als diese Strukturen in Frage zu stellen. Sie lagen tief unten im See und auf wunderbare Art und Weise war da eine klare Stimme in mir, die mir erklärte, dass mein Mann Jahre brauchen würde das zu erkennen und das es einen Zusammenhang zwischen seiner Art mich zu verletzen und der Granitstruktur gab."
"Liebe bedeutete für ihn, dass eine Frau sich aufzugeben hatte, weil Männer die wichtigeren Menschen wären. Er mochte mich wegen des Vergnügens, das ich ihm bereiten konnte, aber er lehnte meine Form als minderwertig ab. Wenn ich darauf verzichtete mich zu lieben, dann wäre ich ihm gerade recht. Mir wurde die Fruchtlosigkeit meines Wunsches die wahre Liebe zu finden klar. Solange Männer in Frauen keine Menschen sahen, würden sie sie nicht lieben. Ich sah mir dann den Ort meiner Verletzung an. Von außen betrachtet sah mein Energiefeld aus, als hätte jemand von außen eine Bombe in meinen Solarplexus geworfen. Und ich hatte das zugelassen- all die Jahre auf der Suche nach der wahren Liebe."
"Verzweifle nicht, sagte die Stimme in meinem Kopf, den ich momentan nicht spürte und schau hierhin. Ich sah, wie mein Leben aussehen könnte. Frei. Eine glückliche Flamme."
"Seitdem folge ich der Stimme meines Sehens. Ich habe die wahre Liebe gefunden, in mir und ich möchte dich auf den Weg des Sehens bringen, der gar nicht so schwer für Männer zu erreichen ist, weil sie in ihren Obsessionen einfacher strukturiert sind. Macht, Sex, Geld und Aufmerksamkeit, das sind so ihre Wünsche, an denen sie mit mittelmäßiger Einfachheit festhängen und davon befreit - sehen sie. Diese Einfachheit ist ebenso schön, wie die Einfachheit ihrer Obsessionen erschreckend für uns Frauen ist."
"Möchtest du Sehen lernen?"
"Klar, wer möchte das nicht - aber auf Sex, Geld und Aufmerksamkeit verzichten zu müssen, das wäre schon ein hartes Schicksal." Sie lachte und berührte mich. Mir war als bräche der Boden unter mir weg.
Monday, February 9, 2009
Wissen II

Wer diesen Post liest, möchte vielleicht auch den ersten Teil lesen?
"Heute befassen wir uns zur Einleitung einfach mit der Kraft der Gedanken und dem Energiefluss. Glaubst du daran, dass Gedanken Kraft haben?"
"Hmm, klar haben Gedanken Kraft, denn je nachdem, wie ich denke werde ich dieses oder jenes tun."
Sie lächelt wieder breit und sie duftete jetzt wie eine Abendbrise in einem Zitronenhain. "Gedanken haben wenig Energie. Siehst du, ich bin eine Seherin. Damit meine ich, dass ich nach der vorhin gegebenen Definition, die Befreiung sehen kann. Das musst du immer mit einbeziehen, wenn du später auf andere Standpunkte treffen wirst. Standpunkte die sagen, dass Gedanken die Welt erschaffen, das Gedanken dein Dasein bestimmen und so weiter. Ich halte nicht viel von solchen Standpunkten. Wir stoppen die Gedanken und befreien uns von ihrer Last, denn wir können Leben ohne zu denken."
"Du meinst Gedanken bewirken nichts", ich glaube das nicht. Es ist zu einfach und es steht meiner Alltagserfahrung entgegen.
"Siehst du, Ray, viele Menschen kreisen in ihren Gedanken um Dinge, die sie nicht bewegen können. Sie können es auch nicht erkennen, dass sie an den Dingen nichts ändern können, weil sie den Weg zur Freiheit nicht erkennen können. Könnten Sie den Weg zur Freiheit sehen, so wie ich es tue, dann wäre ihnen klar, dass sie ihre Lebensenergie auf eine Veränderung in ihrem Leben richten, die nicht eintreten wird, nicht eintreten kann, weil sie keinen Einfluss darauf haben."
Sie spricht ruhig, langsam mit ausgewählten Pausen. Diese Ruhe erfasst mich und weckt eine Sehnsucht in mir. Die Sehnsucht nach Klarheit und Geborgenheit.
"Nehmen wir mich vor vielen Jahren. Ich blutete Lebensenergie aus, weil ich mir einbildete, ich müsste die wahre Liebe finden. Mit einem Mann!" Ihre Augen sind groß und erwartungsvoll auf mich gerichtet. Mir scheint sie wartet, bis ich die Ungeheuerlichkeit der Aufgabe erfasse, aber warum soll das mit einem Mann nicht möglich sein?
„Ich verbrachte Jahre meines Lebens damit, die Psyche der Männer zu studieren. Liebe Männer zogen mich an, aber ich begehrte sie nicht körperlich. Fiese Typen waren interessant, aber sie stießen mich ab. Ich suchte den Mann zu erschaffen, der lieb und interessant wäre, mit dem ich mich verwirklichen könnte."
„So versuchte ich Exemplar um Exemplar deiner Gattung zu verstehen und zu ändern und doch - Erfolg war mir nicht vergönnt, was meine Suche nach einem Erfolg nur schmerzhafter und intensiver machte. Ich war obsessiv gefangen von der Suche nach dem Mann, der die wahre Liebe bringen würde."
„Dann erinnerte ich mich eines Tages mitten in einem Gespräch mit meinem damaligen Partner an das Sehen.“
„Es war umwerfend. Ich stritt gerade mit meinem Partner darüber, ob er mich zum Essen mit einer Freundin begleiten sollte oder nicht. Es war meine Freundin und ich wollte alleine gehen. Er hingegen, offensichtlich eifersüchtig und es gleichzeitig leugnend, sah darin einen Akt der Liebe, mich zu begleiten. Der lange weg nach Hause - im Dunkeln und. und, und.“
Sunday, February 8, 2009
Wissen

Sie fühlt sich süß an nach Kakao und Kaffee duftend. "Ich bin so etwas, wie Dein Klassenlehrer und ich vermittle Dir die Theorie, die du später in der Praxis vertiefen wirst. Der Lohn der Arbeit ist einfach....Wissen."
Ich nicke, klar, wenn man lernt, dann weiß man hinterher mehr.
"Nicht unbedingt", sie lächelt breit. "Um zu wissen, muss man wissen sammeln und weißt du denn überhaupt was Wissen ist?"
Ich fühle mich ertappt, aber sie lächelt, sie scheint nicht darauf aus mich vorzuführen.
"Körperliche Einsicht", entfährt es mir bestimmt. "Wenn ich es körperlich fühle, was es ist."
"Aha."
"Ja, man fühlt es und weiß, was es ist", bekräftige ich, mich sicher fühlend.
"Und hast Du das Gefühl jetzt, das du das körperlich weißt?"
"Ja."
"Gut, ich würde es ein wenig anders fassen. Wissen ist jede Einsicht, die dem Menschen hilft seinen Weg in Richtung der Befreiung voranzuschreiten. Das kann körperliche Einsicht sein, aber auch vieles mehr. Wichtig ist mir hier vor allem der Bezug zum Weg der Befreiung. Wenn eine Einsicht den Menschen nicht hilft, freier zu werden, dann ist es in meinem Sinne kein Wissen, sondern Abfall, dessen man sich entledigen muss."
"Du weißt es, und wir werden öfter darüber stolpern, das soziale Mechanismen die Menschen von ihrem Wissen her in Ketten legen. Denn die Gemeinschaft hat irgendwann mal beschlossen, das freie Menschen einem Sozialwesen unzuträglich sind."
"Das klingt politisch."
"Ja, Politik ist kein Weg des Wissens, nach meiner und hoffentlich irgendwann auch deiner Definition ist es der Müllweg. Wissende sind sehr soziale Wesen, doch davon später."
