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Sunday, April 17, 2011

Persönliche Freiheit und Hände.

Hände sind sehr wichtige Aspekte der persönlichen Freiheit, wenn wir die Welt als Innen betrachten. Unsere Hände verbinden uns im Inneren  mit vielen wichtigen Objekten.

Das können wir bemerken, wenn wir uns unsere Hände vorstellen und wenn wir in unserem Inneren nach ihnen suchen. Wir können mit unseren Händen in die Zukunft und die Vergangenheit greifen. Wir können mit unseren Händen den Weg für unsere Alltagsprojekte finden, wir können uns abgrenzen, wir können abwehren.

Dafür müssen unsere Hände jung und frisch in unserem Inneren zu unserer Verfügung stehen. Ich habe häufig erlebt, dass die inneren Hände von Menschen geschunden, kraftlos, verletzt, gebunden, verwittert, in Dreck eingeschlossen waren und damit im Inneren etwas widerspiegelten, was im Alltag der Menschen sehr präsent war. Mangelnde Handlungsfähigkeit in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen.

Wenn Du dich fremdgesteuert erlebst, meinst zu wenig Kontrolle über Dein Leben zu haben, wenn Du Dinge immer wieder hinauszögerst oder dich der Mut verlässt, wenn Du etwas für Dich tun willst, dann ist es Zeit Deine Hände im Inneren zu suchen und zu heilen. Die Welt ist innen und sie ist ein Traum. Das ist schon alles aber das will auch gelebt sein.

Wednesday, April 16, 2008

Abends


Manchmal setze ich mich auf einen Stuhl nach draußen, um den Sonnenuntergang zu fühlen. Der Ball senkt sich, die Farbe verwandelt sich in orange bis blutrot und ich bin glücklich dem Sinken der Sonne zuzuschauen. Ist sie fort, dann wird es nicht sofort dunkel oder kühler. Langsam sinkt die Nacht herab, ohne Eile. Boden und Steine strahlen noch gespeicherte Wärme ab.

Im Halbdunkel spielen die Augen der Wahrnehmung einen Streich. Steht dort ein Mann am Waldessaum? Springen Lichtpunkte durch die Dunkelheit? Der Himmel schenkt mir sein letztes Blau, das vom Grau verschlungen wird und mein Körper scheint schwer im Dunkel zu ruhen. Irgendwo bellt ein Hund und fremde Düfte mischen sich in den aufsteigenden Nebel.

Die Bäume träumen, nehmt mich mit.

Sind die Dinge, die niemals wiederkehren wertvoller für uns als das Vorhandene? Und ist gerade der Abschied der Auslöser der Frage nach dem Warum?

Friday, November 16, 2007

Wer ist die Frau der Wortes und des Witzes?

Sie steht unschlüssig vor dem Schrank. Suchend schiebt sie die Kleidungsstücke auseinander. Was nur soll sie anziehen. Sie hasst es. Sie hasst diese morgendliche Prozedur. Den Tag hat sie akribisch geplant. Sie wird arbeiten und einkaufen. Sie wird einen Termin beim Friseur wahrnehmen. Die Wege, die Zeiten sind gut überlegt und in der besten Reihenfolge geplant. Aber genau ist das Problem für das Anziehen. Es gibt keine Kleidung die für alle Vorhaben gleichermaßen geeignet sind. Die Schuhe für das Büro, die sind unbequem zum Einkaufen und, und, und...

Ein weiteres Problem. Immer wenn sie die Schranktür öffnet, startet in ihrem Inneren ein Stoppuhr. Sie lebt ständig mit einem Gefühl keine Zeit zu haben. Während sie jetzt die beste Kleidung für den Tag sucht, darf die Suche selber sich nicht lange hinziehen. Sie wird sonst unzufrieden. Sie greift sich zwei Kleider raus und geht hinüber zum Spiegel. Während ihr Blick über ihre makellos geordneten Schuhe streift lächelt sie ein wenig. Ihr kommt in den Sinn wie ihre beste Freundin Schuhe behandelt. Zwar ordentlich, aber so schnell zu finden wie bei ihr sind sie nicht.

Sie entscheidet sich für das grüne Kleid. Sie vergisst die Freundin und konzentriert sich auf das Wesentliche. Sie hängt das zweite Kleid sorgfältig weg, denn Unordnung kostet Zeit, die sie nicht hat. Minuten später hastet sie durch den Flur. Die Nachbarin, die ihr unsympathisch ist grüßt sie schnippisch. Warum, was wohl sein mag? Auch für diese Frage hat sie keine Zeit. Es gibt soviel Dinge, die ineffizient sind und die sie deswegen vermeidet Dinge wie:
  • Einen theatralischen Aufstand machen, denn Argumente sind schneller
  • Vorurteile pflegen, denn nichts in feste Schubladen zu packen hilft Fehler zu vermeiden
  • Unfreundlich zu sein, denn Streit aus Unachtsamkeit ist eine unnötige Kraftverschwendung
  • Bücher lesen, die nicht interessant sind
  • Mit den eigenen Fähigkeiten anzugeben, denn das bringt keinen Nutzen
  • Und so weiter.
Sie eilt voran und springt über die Flummi weg, den das kleine Kind aus der ersten Etage im Hausflur verloren hat. Sie ist stets achtsam und wachsam. Nichts kann sie überraschen.......

Wednesday, November 14, 2007

Acht Irrtümer der Liebe

Gehen wir einmal davon aus, das es vier unterschiedliche Frauentypen und vier unterschiedliche Männertypen gäbe. Gäbe es typische Irrtümer für die Liebe? Ich meine ja und was ich dazu meine folgt sofort.

1. Die Frau der Sonne ist warm und geduldig und sie sorgt dafür, dass die Menschen einander wohlgesonnen sind. Alle sollen sich in ihrer Anwesenheit vertragen - und doch sind Konflikte im Umgang mit den Menschen notwendig und unvermeidlich, denn jeder hat schon mal Wünsche, die nur zu Lasten eines Dritten umgesetzt werden könnten. Und dieser Dritte wird sich wehren.

Passiert das zwei Menschen im Umfeld der Sonnenfrau, dann versucht die sonnige Frau darüber hinweg zu helfen, indem sie z. B. Wärme spendet, einen Kuchen backt oder einen Ausflug plant. Irrtum Nr. 1: Liebe ist nicht, dass Harmonie herrscht.

Liebe ist, dass man Konflikte zulässt und keinen Vorteil einseitig zu Lasten eines anderen Menschen anstrebt. Wir sollten soviel Wärme besitzen, das wir fair teilen können

2. Die Frau des Mondes ist eine Schwimmerin im Ozean der Gefühle. Sie schwimmt in Liebe und möchte Andere an ihrem Gefühl teilhaben lassen, bis diese fast daran ertrinken. Irrtum Nr. 2: Liebe ist nicht nur mein innerer Gefühlszustand.

Nein Liebe lässt dem Anderen Raum für sein Gefühl, lässt ihm Raum zum Atmen. Die Mondfrau muss loslassen, selbst wenn sie dabei fürchtet in Liebe zu ertrinken.

3. Die Frau der Worte und des Witzes herrscht mit ihrer Zunge. Niemand ist ihr gleich. Sie weiß das und versteckt ihre Stärke. Wenn sie liebt, liebt sie wortreich, überlegt und nützlich. Sie erwartet von Anderen, die sie lieben, das Gleiche. Irrtum Nr. 3: Liebe ist Nützlichkeit, gute Worte - einwandfreie Gesinnung.

Liebe ist auch, die Schwächen Anderer zu dulden, gerade dann, wenn man bereits weiß, dass man einzigartig ist - schließlich können die Anderen keine Frau des Wortes und des Witzes werden.

4. Die Frau der Tat kommt gut aus eigener Kraft zurecht. Sie hasst Schwäche und Intoleranz, denn sie sieht in jedem Menschen eine unabhängige, für sich selbst zurecht kommende Persönlichkeit, die Andere in ihrem Wirken tolerieren. Irrtum Nr. 4: Liebe ist eine einsame Angelegenheit.

Die Frau der Tat muss erkennen, das Liebe nicht nur Einsamkeit, sondern auch eigenständige Verantwortung für die Pflege einer Gemeinsamkeit ist. Gemeinsamkeit bedeutet nicht, sich selbst alleine nicht mehr helfen zu wissen. Liebe bedeutet vielmehr zu wissen, was man aus eigener Kraft für eine Gemeinschaft tun kann, die einen über die Selbständigkeit hinaus belohnt.

5. Bei den Männern ist der geheimnisvolle Mann der Ansicht, die Liebe sei ein Geheimnis. Er verpackt alle Worte in kryptische Hinweise und vermutet ebenso in dem geliebten Partner hinter allem Gesagtem ein Geheimnis. Irrtum Nr. 5: Nichts einfach nur so nehmen zu können, wie es gesagt wurde.

Liebe ist kein Geheimnis. Liebe ist ein Geschenk, das zu Zweit ausgepackt wird. Hier wird nichts kunstvoll verborgen, sondern kunstvoll offengelegt. Der geheimnisvolle Mann muss lernen seine Gefühle offen auszusprechen oder er verläuft sich in seinemGeheimnis.

6. Der Mann der Tat ist seinen Gefühlen von den Männern am Nächsten. Er schwimmt in seinen Emotionen, aber er kann sich bei aller Liebe nicht entscheiden. Irrtum Nr. 6: Verliebt in das Gefühl der Liebe.

Er muss lernen, dass es nicht die Liebe ist, die es zu lieben gilt - sondern das der Mensch seiner Anbetung gepackt und geliebt werden muss, dauerhaft und leidenschaftlich.

7. Der Gelehrte kennt so viele Bücher. Er liebt die Suche nach ihnen und kann- Irrtum Nr. 7: seine Gelehrsamkeit nicht mit profanen Menschen betrügen, die niemals den edlen Ansprüchen eines guten Buches gerecht werden können.

Er muss lernen, das die Geliebte eine Wissenschaft für sich sein kann - unergründlich und unerforschlich - und somit seine Liebe für Sie kein Betrug, sondern Dienst an der Gelehrsamkeit ist.

8. Der hilfreiche Mann will helfen wo er nur kann. Irrtum Nr. 8 Liebe ist keine ausschließliche Hilfsbereitschaft.

Liebe ist Partnerschaft und statt dem Partner jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, muss der hilfreiche Mann es ertragen können, den Partner etwas für ihn tun zu lassen. Der hilfreiche Mann muss es ertragen lernen, etwas Eigenes zu wollen, um ein Partner zu sein.