Showing posts with label Tod. Show all posts
Showing posts with label Tod. Show all posts

Friday, March 23, 2012

Mitleid / Compassion


In wohligen Wellen war er. Er dachte nichts, wusste nicht wo er war, was er war, aber er war im Licht und in einer Woge Gefühl und er war alles. Unendlich ausgedehnt, ohne Grenzen von hier bis zur Ewigkeit, scheinbar zeitlos musste er nichts bemerken weil alles in seinen Sinnen ausgefüllt war.
Plötzlich mischte sich Schmerz ein und Unwohlsein. Ihm war, als ob etwas an ihm riss obwohl er keine Vorstellungen hatte was etwas war und was er sein könnte. Eine Welle intensiver, brutaler Gefühle mengte sich in sein Sein, ohne dass er etwas verstand. Er floss durch den Schmerz, er war der Schmerz. Er zerbarst im Schmerz. Ohne Zeitgefühl bestand er in Schmerzen fort – endlos bis in die Ewigkeit reichend.

Dann folgte er einem Strudel Übelkeit, dann verschwand jeder Schmerz und plötzlich schwebte er über seinem Körper und schaute ungläubig auf sich und seinen Körper, der auf einem Operationstisch lag und er sah, wie ein Arzt ein großes Organ vorsichtig in einen Behälter legte. Der Arzt wirkte zufrieden.

Schwebend bemerkte er, dass sein Körper ohne Lebenszeichen war, aufgebrochen lag er da, ausgeweidet, wie im Schlachthaus.
„Nähen wir ihn zu und machen wir Schluss“, sagte der Mann.
„Sagen Sie Herr Doktor?“, ein Schwester sah den Arzt an.
„Ja.“
„Mir war, als hätte der Patient Tränen geweint. Ob er was gespürt hat?“
„Hmm, sein Gehirn war ja tot, da gibt es kein Schmerzempfinden mehr. Obwohl? – Es gibt Mediziner, die sagen, dass das Gehirn nur ein Teil des Menschen ist und der Rest des Körpers schon noch empfindet.“
„Warum betäuben wir die Patienten dann nicht bei der Organentnahme?“
„Nein, in Deutschland erlauben es die Vorschriften nicht, tote Menschen zu betäuben. Ein Toter merkt nichts. Das ist das was die Vorschriften sagen, egal ob hirntot oder anders.“

 
Die Schwester nickte und zuckte mit den Schultern, ein mitleidender Blick ging in Richtung Patient. „Ja, wenn das so ist.“





Comforting waves was all he was. He thought of nothing, not knowing where he was, what he was, but he was in the light and soaring in a wave of feelings and he was everything. Infinitely extended without limits from here to eternity, seemingly timeless, he had noticed anything because everything was complete in his senses.
Suddenly, intense pain and discomfort intruded his existence. He felt as if something overwhelmed him even though he had no idea what that might be. Another wave of intense, brutal feelings mingled in his being, He wasn't able to understand anything. He ran through the pain. He was in pain. He burst in pain. Without a sense of time, he persisted in pain - endlessly reaching into eternity.

Then he followed nausea, whirling inside him, then,
all at once, the pain disappeared  he was hovering over his body and watching in disbelief at himself viewing his body lying on an operating table and he saw a doctor placing a large organ carefully into a container. The doctor seemed satisfied.

Hovering, he noticed that his body was without sign of life, he lay opened, eviscerated, reminding him of being in a slaughterhouse.
"We will stitch him up - let us finish," said the man
"Tell me, Doctor?", a nurse looked at the doctor.
"Yes."
"I felt as if the patient was shedding tears. Whether he felt anything? "
"Hmm, his brain was dead, thus there is no more pain. Though? - There are doctors who say, that the brain is only a part of the person and the rest of the body still feels. "
"Why didn't we anaesthetize the patient while removing his organs?"
"No, in Germany, the regulations do not allow  to
anaesthetize dead people. A dead man does not feel anymore. That is what the rules state, whether brain-dead or otherwise. "

The nurse nodded and shrugged her shoulders, a compassionate glance went towards the patient. "Yes, in that case."

Tuesday, September 20, 2011

Das Wasser des Lebens

Wir kehrten zurück zum Wasser des Lebens. Mein Körper wusste, dass sie sterben wollte. Die Gefühle von Abschied und Verlust lasteten auf mir. In all den Jahren hatte ich gelernt, wie ich mich diesen Gefühlen stellen musste.

Ich erinnerte mich an meinen Lehrer.  "Menschen leben, weil sie sich für das Leben entscheiden.Niemandem ist bewusst, dass er diese Entscheidung jeden Tag trifft. Dann kommt der Moment, da will der Körper zurückkehren. Das ist der Zeitpunkt, die innere Wahl eines Menschen zu respektieren. In diesem Fall wünsche diesem Menschen alles Gute für seine letzte Reise. Du musst glauben, dass der Scheidende den Weg in die Freiheit finden wird..."

Das Wasser war nah und ich wünschte mir, der Weg wäre länger. Meine Augen wanderten über ihren zierlichen Körper, den sie Zeit ihres Lebens so wenig gemocht hatte. Ich bewunderte ihre Zierlichkeit, den ausdauernden, entschlossenen Gang. Ihre langen schwarzen Haare fielen über ihre Schulter und meine Brust füllte sich mit Trauer, weil ich in ihr noch das Leben sah.

Sie blieb stehen, drehte sich langsam um und sah mir mit traurigen braunen Augen ins Gesicht. "Lass' das Ray, du tust mir weh. Deine Trauer tut mir weh. Mein Herz ist müde. Meine Seele fühlt sich alt an. Mein Körper ist geschunden, meine Träume sind zerstört. Meine Kinder sind entschwunden, mein Herz ist leer. Ich fühle Schmerz, eines der letzten Gefühle überhaupt, das ich ehren kann. Alle anderen Gefühle haben diesen Körper verlassen. Die Hoffnung ist abgefallen, die Freude ist verdorrt und mein Herz ist blutleer. Unsere Freundschaft endet hier - am Wasser des Lebens."

Eine Träne löste sich aus ihrem linken Auge und fuhr in unregelmäßigem Weg abwärts.

"Mein Körper sehnt sich nach Ruhe, nach der heilenden Umarmung der Erde. Die Nacht ist mein Freund, der meine wunden Augen schließen wird und ich zaudere, weil noch nicht alles bezeugt ist. Willst du mein Zeuge sein Ray?"

Eingedenk meines Meisters nickte ich tapfer, nicht in meinem Inneren den Ausmaß meines Verlustes suchend, denn jetzt ging es nicht um mich. Zu trauern hatte ich später noch Zeit. Grausame Zeit, du läufst und sinkst mit Schmerzen in meine fleischlosen Arme.

"So höre denn meine letzten Worte. Ich liebte dieses Leben, wie bestimmt keine Frau zuvor. Schönheit war mir geschenkt, Gnade und Glück und dafür bin ich dankbar."

"Meinen Atem habe ich meinen Freunden und meinen Kindern gegeben. Mein Atem floss dahin, doch nichts kehrte zurück, außer Kälte und Schrecken. Warum mir soviel Kummer auferlegt wurde, vermag ich nicht zu sagen und ich trug ich diesen Kummer brav jahraus jahrein  und erfüllte meine Pflicht, bis der Kuss der Freiheit mir meine Fesseln bewusst machte und der Schmerz über den frühen Tod meiner Kinder mir meinen Lebensfaden zerriss. Mir, der es bestimmt war, Leben zu schenken. Wie sollte mir Freude erlaubt sein, wenn meine Früchte verdarben?"

"So komm", sie winkte mir, "ja komm an meine Brust, die letzten Fäden reißen und nun wird gleich der letzte Atemzug gekommen sein."

Wir umarmten uns. Dann lächelte sie und drehte sich um. "Alles gut, alles heil", murmelte sie und lachte leise, während sie aufstieg.

Inmitten der Nacht wünschte ich mir, dass die Tür der Freiheit sich öffnen würde.

Sunday, July 3, 2011

Das Streben nach Gesundheit und Wohlbefinden

Wir alle streben nach Gesundheit und Wohlbefinden, solange wir uns noch nicht entschieden haben die Welt zu verlassen. Manche Menschen wünschen sich zu sterben, aus den unterschiedlichsten Gründen und letztlich ist es meiner Meinung nach auch das gute Recht eines jeden Menschen, dem Leben zu entsagen, wenn er das so möchte.

Erschreckend ist das für uns anderen, die wir am Leben hängen und die wir noch lange leben wollen. Wir fühlen uns persönlich betroffen. Wir möchten nicht, das uns so etwas passiert und würden den Freitod am liebsten verbieten. Damit ich mich sicher fühle. So wie bei ansteckenden Krankheiten fürchte ich vielleicht, dass ein mentaler Funke von Lebensmüdigkeit auf mich überspringt, die ganze Gesellschaft sich von einem Tag auf den anderen ausrottet und wer füllt dann beim Aldi die Regale, wer liefert mir meine Bücher, backt mein Brot, wenn alle lieber im Grab lägen, als auf der Arbeit zu sein?

Nun, wenn Menschen lebensmüde sind, dann tauschen sie genauso wie Menschen, die sehr am Leben hängen, mit ihrer Umwelt Gefühle und Energie aus. Der mentale Funke springt über und jeden tag entscheiden wir uns mehrere Male unbewusst dafür weiter zu leben, bis zu dem Tag, da eine Stimme in uns das "Es ist genug jetzt", sprechen wird.

Diese Stimme wächst tagtäglich mit kleinen und großen mentalen Verletzungen an, und sie wächst, wenn wir uns der kosmischen 'Ordnung' widersetzen, indem die Kräfte um uns herum das in uns wachsen lassen, was nicht der Ordnung entspricht, und was soll ein Körper mit wachsender Unordnung in sich anfangen? Er kämpft, bis er die 'Nase voll hat' für die Herstellung seiner Ordnung. Und dann ist schneller Schicht, als sich manche das vorstellen können, denn ein menschliches Lebensflämmchen ist nur eine kleine Kraft im Räderwerk des Lebens.

Und auch wenn seit Jahrhunderten die kriegerischen Disziplinen für den Lebensweg des Kriegers ein Ideal geprägt haben, mit einer bewussten Entscheidung in den Tod gehen zu können so ist dasselbe für den Alltagsmenschen nicht weniger wahr. Wir alle können aufgrund einer inneren Wahl sterben.


Affirmation: Ich erkenne die Ordnung des Lebens um mich herum an. Ich diene dankbar dem Leben und ich liebe meine Ohnmacht. Inmitten großer Mächte ist Platz für mein erfülltes Leben.

Friday, March 11, 2011

Das Leben bewahren

An Katastrophentagen wird mir immer sehr bewusst, dass meine Zeit auf diesem  liebenswürdigen Planeten endlich ist. Was den Menschen in Japan heute passiert ist, ist sehr grausam gewesen und ich hoffe, dass die Angehörigen in ihrem Schmerz Trost und Heilung Ihrer Wunden finden können.

Was in Japan passierte, kann in anderer Gestalt in Deutschland passieren und jeder von uns mag sich bereits ganz unvermittelt in lebensgefährlichen Situationen wiedergefunden haben. 

Kann ich im Alltag mit spiritueller Energie mein Leben schützen und mein Leben sicher führen?

Zum einen kann ich die Natur respektieren.  Immer mehr Menschen besiedeln Regionen, in denen Vulkane aktiv sind, in denen es zu Überschwemmungen oder Erdrutschen kommen kann. Durch intensive Landwirtschaft, die zu Bodenerosionen  führen oder landschaftsverändernde Folgen haben, gehen lebensfreundliche Landschaften verloren. Respekt und Liebe für Mutter Erde sind durchaus spirituelle Gefühle, die gelebt Leben schützen und bewahren helfen.

Mit Liebe und Respekt für den eigen Körper, vermag ich Mittel und Wege finden, meinen Körper gesund zu halten oder zu heilen.

Mit Liebe und Respekt für meinen Energiekörper öffne mich für die inneren Welten, von den ich mich schützend führen lassen kann. Wenn ich die Energie meines Seins liebe, aktiviere ich mein Schutzpotenzial. Ich kann ein sicheres, unversehrtes Leben in meinen Alltag einladen. Alles was mir noch fehlt ist eine Vorstellung davon, wie es sich anfühlt, sicher zu sein und diese sichere Welt im Geist zu betreten.

Eine schöne Beschreibung, wie eine solche Visualisierung aussehen kann, findest Du z.B. bei Gaba hier:
Nur, dass der Inhalt Deine Sicherheit und Gesundheit zum Inhalt hätte.

Von jemanden, der von allem was er tut vorher eine Visualisierung macht, hörte ich folgende Geschichte.
Er wollte zu einem bestimmten Zeitpunkt nach Ägypten fliegen und buchte einen Flug. Er hatte sich zuvor eine Vorstellung davon gemacht, sicher und gesund in Ägypten anzukommen.

Irgendwann meldete sich eine innere Stimme, die ihm sagte, er müsse einen Tag früher fliegen. Er hörte auf seine innere Stimme und buchte um. Als er in Ägypten sicher ankam, erfuhr er am nächsten Tag, dass sein ursprünglich gebuchter Flug abgestürzt wäre. Er war also einfach zur Katastrophe nicht erschienen.

Wenn ich die Welt, meinen Körper, und meine seelische Energie mit Liebe und Respekt behandele, dann kann ich mein Leben bestmöglich schützen. Nachrichten wie heute aus Japan motivieren mich immer, dies nicht zu vergessen und nach Möglichkeit aus dem Weg zu sein, wenn beim Gewitter der Blitz wieder einschlägt.

Saturday, March 5, 2011

Den Tod anderer Menschen sehen

In einer Welt, rein als Energie betrachtet, ist der Tod eine weitere Form von Energie, die Menschen wahrnehmen können, wenn Sie es einmal generell gelernt haben Energie zu sehen.

Ich persönlich kann den Tod meiner Mitmenschen sehen. Nun solltet ihr Euch das nicht so vorstellen, dass ich dramatische Sterbeszenen vor mir sehe, wenn ich Menschen begegne. In der Regel ist diese Form der Wahrnehmung bei mir ständig abgeschaltet. Ich interessiere mich im Alltag nicht für den Tod der Menschen, weil ich das für jedermanns Privatsache halte.

Manchmal allerdings lenke ich meine Wahrnehmung bewusst auf diese Energie, um zu schauen, welchen Weg die Energie gerade sucht. Für den eigenen Tod ist das sehr sinnvoll, ich kann mich abwenden nachdem ich zur Kenntnis genommen habe, das ich sterblich bin und welche Blöße ich mir gerade gebe.

Bei anderen Menschen wird es für mich problematisch ab dem Punkt, wo ich persönliche Anteilnahme mit dem Tod dieser Person habe. Manchmal biete ich Menschen dann Hilfe zur Selbsthilfe an, die mal angenommen wird, mal nicht. Alles ist freiwillig.

Menschen hier zu helfen hat Risiken. Leute, die dem Tod schon sehr nahe sind, haben sich häufig an die Todesnähe gewöhnt und spüren den Unterschied zu einem festen lebensbejahenden Lebensgefühl nicht mehr. Der nahe Tod schafft ein ständiges Bedrohtheitsgefühl. Sie können sich jederzeit gegen die Menschen richten, die ihnen helfen wollen. Aus dem Helfer wird dann plötzlich ein Verfolgter.

Aber diese Themen sind natürlich selten und wir leben in einem perfekten, absolut sicheren Universum. Jederzeit können wir unsere Lebensenergien wieder sammeln und lernen die größten Energieverschwender in unserem Leben zu überwinden.

Alle Menschen sind gleich, erfüllt und belebt von göttlicher, bewusster Energie. Ich entscheide mich für ein von Liebe erfülltes Leben in dem der Tod noch eine Weile auf mich warten muss.

Tuesday, July 6, 2010

Blogthemenänderung

Liebe Leser,

ich glaube ich werde dem Thema Spiritualität in Blogform den Rücken wenden und werde speziell diese Themen im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch weiterverfolgen.

Zum anderen lassen sich die Dinge, die ich gerne weitertragen möchte, eher in Buchform darstellen, wenn ich das Thema systematisch und mit mehr Zeit ausarbeiten kann.

In der gesamten Zeit bisher habe ich festgestellt, dass hier vor allem Leute gelesen haben, die über ein eigenes profundes Wissen der Spiritualität verfügen. Eine intensive Diskussion über so manche Probleme beim Wachsen und Lernen hat sich  nicht eingestellt, obwohl ich den ein oder anderen Posts mit mehreren Haken, versteckten Hinweisen oder sonstigem Wissen ausgestattet hatte, von denen ich mir sicher bin, dass man sie in keinem Buch findet. - Vielleicht aber in einem Blog auch nicht erwartet oder im Alltag braucht. Die Fragen auf die ich gewartet habe, wurden hier nicht gestellt und so dreht sich das Rad des Wandels weiter.

Ich danke allen Kommentatoren, die ihre Blickwinkel hier hinterlassen haben und diesen Blog reicher gemacht haben. Meine spirituelle Reise geht selbstverständlich weiter, vielleicht in Buchform und nicht mehr so öffentlich und potenziell erreichbar.

Ich gedenke an dieser Stelle in Abständen Kurzgeschichten (mit Subtext) einzustellen und vielleicht nehme ich das Thema Spiritualität auch rein englischsprachig wieder auf.

Saturday, February 13, 2010

Rätsel, die im Schlaf gelöst werden

"Was denkst Du Ray? Ist Schlafen gleich Schlafen?", fragte sie mit einer beiläufigen Intonation. Nichts deutete daraufhin, dass eine Unterweisung beginnen sollte und mich überraschte die Frage zumindest deswegen, weil bislang alle behauptet hatte, dass das dicke Mädchen eine neue Schülerin sei und dass sie sehr dumm sei und sich gegen das Lernen sträuben werde, weil sie sich grundsätzlich von allem auf der Welt getäuscht fühle. Sie vertraut niemandem, auch nicht dem Wissen, also beachte sie nicht oder sie bringt dich in Schwierigkeiten.

Aber warum sollten dumme Menschen mich in Schwierigkeiten bringen können?, wollte ich damals wissen. Ist doch klar, dumme Menschen beherrschen sich nicht und fangen etwas Dummes an, für dass du dann wohlmöglich die Verantwortung übernimmst, und das wären dann Schwierigkeiten.

"Schlafen, hmm - meinst du schlafen und bewusster Traum?" Ich dachte sie wollte auf das luzide Träumen hinaus.

"Nein Schlafen." Sie schaute enttäuscht drein. "Dann stimmt es also", murmelte sie.

"Was stimmt?"

"Na, dass du blöde bist."

Mein Unterkiefer fiel herunter und ich muss wirklich sehr blöd ausgesehen haben. Als mir das bewusst wurde, klappte ich ihn sofort wieder hoch. "Wer sagt das?"

"Alle sagen das. Sie sagen du wärst blöd. Du würdest nichts lernen und du wärst unnütz. Sie meinten ich sollte mich selbst davon überzeugen, denn niemals sollte man einem Menschen etwas glauben, was er spricht, weil Menschen viel Lüge im Herzen führen."

"Und du glaubst ich bin blöd, weil ich den Schlaf nicht weiter unterscheide?"

"Sicher. Es gibt im Schlaf mehrere Stadien, in denen wir bewusst sein können ohne zu träumen. Du bist geblendet von der Welt der Träume, aber der Schlaf ist eine Tür dem Rätsel auf die Spur zu kommen." Sie schwieg. Pause.

"Welchem Rätsel?", fragte ich ungeduldig. Wenn jemand ein Thema anschnitt und es dann nicht fortführte, dann machte mich das ungeduldig.

"Dem Rätsel unseres Daseins, unserer Bewusstheit. Der Schlaf hat viele Phasen und du bemerkst, wenn du es willst eine andauernde Präsenz, ein Licht, ein Gefühl der Nähe. Schau mal, ich träume nicht. Ich kann nicht träumen. Ich weiß, dass du träumst und dass du das Träumen für eine Göttergabe hälst. Aber du weisst nicht wie ich, dass der Schlaf ein Tor zur Lösung des Rätsels darstellt. Dass es schon reichen kann, nur im Schlaf bewusst zu bleiben um niemals wieder geboren zu werden oder um niemals wieder zu sterben, als das nächste Mal."

Ich schaute sie an und schämte mich ein wenig, wenn ich in ihr offenes aufrichtiges Gesicht sah, weil ich vertrauensvoll oder naiv die Reden der Älteren für bare Münze genommen hatte. In diesem Moment sah ich sie.

" Was Ray sah wird gepostet im Themenmonat März Sehen, am 1. März, 20 Uhr"

Ich kehrte zur  Alltagssicht zurück. Sie war eingeschlafen und die ältere Mondfrau war eingetreten. "Ray sei ehrlich. Ohne sie zu sehen, hättest du sie als blöd und langweilig empfunden. Ihre wahre Anmut und Pracht hast du jetzt erkannt und auch, dass sie bereits weiter ist als du. Frauen sind häufig schneller als Männer, das ist kein Problem, aber bevor du einen Menschen beurteilst, oder bevor du jemandem vertraust wie mir...."

"Ja?"

"Sehe. Sehe und du kannst nicht mehr getäuscht und in die Irre geführt werden. Du siehst die Welt auf deine Weise und es wird dir helfen..."

Tuesday, June 23, 2009

Katherine Mansfield

Katherine Mansfield

Katherine Mansfield schrieb mit 33 Jahren: "Ich bin 33. Und doch beginne ich gerade erst zu sehen, was es ist, das ich tun will. Es wird Jahre der Arbeit erfordern, dies zu tun. Wie unerträglich wäre es zu sterben - und Fetzen, Stückchen, nichts wirklich Fertiges zu hinterlassen."

Ein Jahr später war sie an Tuberkolose gestorben. Das Schicksal jung gestorbener Menschen stimmt mich trauriger, als der Tod älterer Menschen. Ältere Menschen hatten mehr Zeit das zu tun, was sie wollten.

Wir sollten, ich sollte stets an den Dingen arbeiten, die wir wirklich tun wollen. Nicht auszudenken, dass uns einst die Zeit weglaufen sollte...

Monday, May 18, 2009

Ein Mann beklagt seine Frau...


In 'Der Ackermann' lässt Johannes von Tepl einen Bauern den Tod anklagen, weil der ihm seine Frau geraubt hat. Mich fasziniert die schmerzvolle Klage aus dem 15ten Jahrhundert, die ebenso jeden Tag überall geführt werden kann...

" Haßerfüllt, widerborstig und widerstrebend werde ich Euch gegenüber immer sein [gemeint ist der Tod], denn ihr habt mir den zwölften Buchstaben, meiner Freuden Hort, aus dem Alphabet grausamst herausgerissen, Ihr habt meines Glückes helle Sonnenblume mir aus meines Herzens Anger schmerzlich ausgejätet, Ihr habt mir meines Heils Anker, meine auserwählte Turteltaube arglistig entwendet, Ihr habt nicht wieder gut zu machenden Raub an mir begangen....
Von Euch bin ich eines freudenreichen Daseins beraubt, eines Tag für Tag erfüllten Lebens enteignet, und allen beglückenden Ertrags verlustig gemacht worden. Froh und munter war ich früher zu jeder Stunde, kurz und angenehm waren mir allezeit Tag und Nacht, beide freuden- und genußreich in gleichem Maß; ein jedes Jahr war mir ein gnadenreiches Jahr. Nun heisst es: Kratz ab! Bei trübem Trank, auf dürrem Ast, betrübt finster und zerstört sieche dahin und heule ohne Unterlaß! So jagt mich der Wind, ich treibe durch die wilden Fluten Meeres Fluten, die Sturzseen haben überhand genommen, mein Anker hält nirgends. Drum will ich ohne Ende schreien: Ihr Tod, Euch sei geflucht!"


Reclam Verlag

Sollte jeder mal gelesen haben...Jaja...Liebe Grüße

Tuesday, April 21, 2009

Gevatter Tods Lieblingsbeschäftigung


Die Antropomorphisierung, sprich Vermenschlichung, macht vor nichts halt. Alles bekommt ein persönliches Gesicht, damit wir alle uns damit besser identifizieren können, damit es uns besser erreicht. Und nun auch der Tod!

Ein großer Freund von Eile ist der Tod. Je schneller alle hetzen, je mehr, je höher, je weiter umso größer ist seine Ernte. Herzinfarkt und Stress, geborstene Gelenke, verschmutzte Umwelt und Klimaeffekt, alles Früchte der Eile, der Gier.

Dazu muss der Tod recht wenig tun. Werbung und Politik arbeiten ihm zu. Mehr, schneller, schöner, neuer..... Aber werden wir auch mehr, schöner, schneller neuer? Können wir uns mit den Konsumwerten selbst messen?

Ist es nicht viel lebendiger in Ruhe, das geniessen, was es gibt, mäßig mit Wohlgefühl, erfahrener und älter zu sein und ruhig ein wenig langsamer als gestern? Freudiges Faulenzen für alle...

Wenig Kalorien besser als mehr Sport
Stress kann bei manchen Menschen Herzrhythmusstörungen auslösen, die mitunter tödlich enden.
Optimisten leben länger

Wednesday, March 25, 2009

Der Seher


Ein Seher begegnet seinem Tod. Er sieht den Tod und weiß, dass dieser ihn auslöschen wird, sobald er sich eine Blöße gibt.

"Guten Tag", sagt der Tod. "Ist dies nicht ein wundervoller Tag zum Sterben?"

"Ach", sagt der Seher bescheiden. "Ein Tag ist wie der andere. Zum Sterben fehlt mir die Zeit."

Saturday, January 3, 2009

Wanderer der Unendlichkeit


Die Wanderer der Unendlichkeit stoppten. Niemand war auf seinen Vordermann aufgelaufen, denn einen Vordermann in dem Sinne gab es nicht. Es gab nur den steten Fluss der Seelen, die die Wandernden in Bewegung hielten.

"Was ist los?" Tausendsprachig lief dieser Gedanke davon wie eine Welle am Strand und rollte über die Unendlichkeit.

"Vorne behaupten sie, das Sterben sei beendet und wir könnten nach Hause gehen. Es stirbt so schnell keiner mehr."

Die Seelen der Ungeborenen kümmerte das nicht. "Es gibt noch immer Kinder", sagten sie.

Da versammelten sich die Wanderer am Abgrund, an dem ansonsten die Lebensfäden durchtrennt wurden. Tatsächlich jedermann konnte den Ort betreten, an dem zu stehen vor wenigen Augenblicken das Ende bedeutet hätte.

Sie schauten sich um, der Ort wirkte gewöhnlich - nichts Sakrales, nichts Besonderes haftete ihm an - nur Stille. Die ersten Mutigen und Neugierigen stürmten in den Raum, erfüllt von einem Gefühl, einem bedeutenden Moment in der Geschichte nahe zu sein, ein Zeuge von etwas Unerhörtem, nie Dagewesenem zu sein.

Dann breitete sich Hektik aus, als in einem tausendfachen Aufschrei der Lebensfaden von Tausenden gleichzeitig inmitten des Platzes unwiderruflich getrennt wurden. Erschreckt wichen die Wandernden der Unendlichkeit zurück.

Was war das?

Die Älteste der Wandernden erinnerte sich, das als sie jung war, der Älteste in ihrer Zeit von einer Legende gesprochen hatte.

"Von Zeit zu Zeit tut die Unendlichkeit so, als könnte sie auf den Tod verzichten, als wäre er besiegt. - Doch wer das glaubt käme unweigerlich darin um."

Dann blickte sie sich um. "Diesmal war es hier in der Unendlichkeit, aber es wird wieder geschehen - Momente des Sieges über einen geschlagenen Tod....."

Wednesday, March 26, 2008

Du Versager


„Du Versager.“ Er starrte mir unverwandt ins Gesicht. „Du Versager.“

Was mochte wohl der Hintergrund sein? Ich zuckte innerlich mit den Schultern. Es war mir egal ob mich jemand einen Versager nannte.

„Du Versager.“ Er starrte mich weiterhin an und ich merkte wie meine Unbefangenheit bröckelte. Dieses dreiste ernste Starren fing an mich zu ärgern. ‚Ich glotze Menschen nicht so an’, dachte ich. ‚Er kennt mich nicht’, sagte ich mir erneut.

„Weißt Du warum Menschen andere Menschen Versager nennen ?“, fragte er mich.

„Weil Sie Klugscheißer sind und alles besser wissen“, antwortete ich ein bisschen unerwartet spitz.

„Vielleicht, vielleicht auch nicht. Interessiert dich meine Meinung?“

„Ja, gewiss – Erzähl.“ Ich nickte aufmunternd.

„Menschen nennen andere Menschen meiner Erfahrung nach Versager, weil sie auf Erfolg fixiert sind. Sie sind fixiert auf eine ganz bestimmte Sache, die sie so hoch einschätzen, dass - wenn andere Menschen nicht denselben Wert teilen und deshalb anders handeln - für sie solche Menschen Versager sind.“

„Geht es auch mit einem Beispiel?

„Ja. Menschen die beruflichen Erfolg haben, halten sich für bessere Menschen, als die, die in der Hierarchie unten arbeiten. Als ob der Aufstieg der Wert im Leben ist, der seinen Erfolg ausmacht.“

„Sie machen ihren Wert wahrscheinlich am Geld fest und den damit verbundenen Möglichkeiten“, gab ich zu bedenken.

„Was nutzt es dir wenn du reich bist, wirst aber die Dinge nie erfahren, die du mit einem liebenden Herzen erfahren würdest, weil es unter deiner Würde ist mit ‚Versagern’ zu verkehren.“

„Reiche Leute leben länger, sie können sich die besseren Ärzte leisten.“

„Das mag vielleicht sein. Ich behaupte, Menschen, die lieben, leben länger, weil sie mehr Lebenskraft besitzen. Aber der Punkt mit den Leuten die andere als Versager abstempeln ist der: jeder Mensch hat die Wahl, was er aus seinem Leben macht, aber wir haben nicht die Wahl, wie andere das was wir tun bewerten werden.“

„Entscheide ich mich dafür von anderen gut bewertet zu werden, bin ich die längste Zeit frei gewesen. Andere bestimmen jetzt was gut und was schlecht für mich ist. Entscheide ich mich dafür meinen eigenen Werten zu folgen, dann bin ich auch nicht frei. Vielleicht habe ich weniger Geld als andere Menschen. Aber ich bin derjenige, der beurteilt, wie wertvoll das ist was ich tue, denn ich muss es niemandem erzählen.“

„Wenn Dich jemand ein Versager nennt, dann will er, das du ihm erzählst was du tust, um vergleichen zu können. Und Du brauchst ihm nicht zu erzählen, wenn Du dir folgst und deinem Herzen.“

„Deinem Herzen folgen, das ist doch eine abgedroschen Worthülse, jeder sagt das doch heutzutage“, bemerkte ich.

„Das mag schon sein, es ist aber bei mir keine abgedroschen Hülse, denn ich meine damit die Liebe zu leben. Es gibt noch etwas Anderes, das jeden unserer Schritte betrachtet und bewertet. Das ist der Tod. Der Tod kümmert sich nicht, er will nicht vergleichen, er räumt auch unter den Karrieremenschen ab.“

„Die Liebe zum Leben die wir verspüren, wenn uns ein weiterer Tag geschenkt wurde, diese Liebe ist die Kraft die ich mit einem liebenden Herzen meine. Ihr zu folgen ist aus meiner Sicht die erfolgreichste Art ein Leben zu leben.“

Wednesday, February 6, 2008

Das Stärken der Öffnung des Lebens


Wenn die Öffnung wie gestern beschrieben gereinigt wurde, ist es wünschenswert die Öffnung zu stärken. Je stärker der Schwachpunkt des Energiekörpers ist, umso weniger Möglichkeiten gibt es, den Energiekörper zu zerstören. Wer Ritterfilme mag, dem sind die normannischen Burgen vertraut, deren Baumeister ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung Burgtore hatten.

Ein gestärktes Burgtor, gibt uns Geschwindigkeit in der Umschaltung unserer Aufmerksamkeit von der zweiten zur ersten Aufmerksamkeit. Es stattet uns mit einer stabileren Gesundheit aus und es macht Eindruck auf die Umgebung, denn egal wie sehr die menschliche Gesellschaft sich darum bemüht, Wahrnehmungen der zweiten Aufmerksamkeit weg zu diskutieren, alle Menschen sehen die Energiekörper und unsere Körper möchten sich dementsprechend verhalten. Menschen mit einer gestärkten Burgpforte signalisieren, hier kommt kein Opfer, geh suche Dir jemand anderen zum Streiten.

Wir gehen als wieder von dem gefunden Gefühl aus und frage uns, was ist Stärke auf Ebene der Energiekörper? Dazu fragen wir uns, was ist stärker, der Stein oder Wasser. Schnell erkennen wir, das der Stein vom Wasser abgeschliffen und gesprengt werden kann. Wasser hingegen ist schwer zusammenpressbar. Wir stellen uns also vor, die Öffnung des Lebens wäre flüssig. In der Flüssigkeit suchen wir unser Spiegelbild, um unsere Gefühle von denen anderer Menschen zu trennen. Nun stellen wir uns vor, die Flüssigkeit zusammen zu pressen und werden erstaunt registrieren, das die Öffnung reagiert. Sie drückt zurück und wird energetischer.

Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn Wutgefühle, Hass, Hass, Neid oder Todesdrohungen durch ihre Aufmerksamkeit huschen. Je nachdem wer an ihnen hängt oder ihnen das Leben schwer macht, hat natürlich etwas dagegen, dass sie stärker werden. Unverdrossen üben sie, solange es ihnen Spass macht. Dannach streichen sie sanft über die Öffnung des Lebens mit viel liebe und entspannen sie wieder, weil die Öffnung sonst in einem Zustand der Anspannung bleibt, und davon haben sie nichts. Je flexibler und zur rechten Zeit kräftig diese Stelle ihres Energiekörpers ist, umso besser für Ihr persönliches Leben und Wohlsein.

So weit so gut für heute. Ausprobieren und wenn es hilft, hier bitte einen Kommentar posten.

Tuesday, February 5, 2008

Das Reinigen der Öffnung des Lebens



Das Finden der Öffnung des Lebens verändert das Leben. Wir können uns auf die wesentliche Auseinandersetzung im Leben konzentrieren - zu überleben, auf einem Weg der Liebe zu überleben.

Starten wir direkt am Ziel. Wenn ich in der Übung von gestern sicher geworden bin und ich habe die Öffnung des Energiekörpers gefunden, dann ist es Zeit diesen besonderen Punkt zu reinigen.

Ich bin im Laufe meines Lebens mit vielen Situationen konfrontiert, in denen der Tod unbeteiligt versucht hat, mein Leben auszulöschen. Krankheiten, Verkehrsunfälle, Schicksalsschläge und zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Nebenbei entdeckt der Meditierende häufig früh, dass es Menschen gibt, die etwas an der Öffnung des Lebens hinterlassen. So kann die Öffnung mit einer dicken Kruste fremder Fasern überzogen sein, oder kleine Lädierungen aufweisen, die die Funktion der Öffnung beeinträchtigen.

Welche Bedeutung hat das? Nun, wenn die Öffnung geöffnet wird, treten wir in Kontakt mit der Außenwelt, wenn wir uns im Müll verheddern, kommen wir mit unserer Aufmerksamkeit nicht dorthin, wo wir vielleicht hin wollen. Statt dessen nehmen wir Müll war. Die Welt ist schlecht - so ein Eindruck kann entstehen.

Ein weiteres Risiko besteht darin, das beim Öffnen die Kruste ein Hindernis für das erneute Schließen der Öffnung des Lebens bedeutet. In diesem Fall bin ich anfälliger für Krankheiten, bin ständig einem Strom von Außen ausgesetzt, den ich nicht völlig abschirmen kann.

Hier erinnere ich an meinen Post gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, eine Vermischung der Welten, (Wahrnehmungen der zweiten Aufmerksamkeit mit denen des Wachzustandes zu vermischen) ist häufig ein Resultat nicht gereinigter Lebensöffnungen und sollte vermieden werden.

Was ist zu tun? Wer Reinigungsübungen aus anderen Kontexten kennt, kann diese hier anwenden. Ich empfehle zur Reinigung der Lebensöffnung folgende Meditation.

Ich stelle mir vor, ich tauche diesen Punkt in ein klares Wasser ein. Das Wasser und den Punkt schließe ich in einer Glaskugel ein. Die Kruste liegt eine Weile ruhig da, dann löst sie sich im Wasser, manchmal explodiert sie förmig. Das Wasser ist nun nicht mehr klar, es ist trübe, schmutzig. In meiner Vorstellung suche ich einen Ort auf, an dem ich das Wasser abladen kann. Ich lasse es in den Ozean fließen, ich gieße es auf ein Wiese - das ist Ihrer Phantasie überlassen. Dann ist die Übung beendet. Ich fühle mich wohl.

Nebenbei halte ich viel davon, sich selbst zu überzeugen. Sie haben Streit mit einem Menschen, ihnen ist unwohl dabei? Machen Sie während Sie dem Menschen gegenüberstehen die Übung zur Reinigung der Öffnung und beobachten Sie die Wirkung.

Auf der Ebene der Energiekörper kann ein Angreifer immer nur mit wenigen Fasern angreifen. Demgegenüber stellt mein Energiekörper einen Ozean an Energiefasern da. Sie sind auf Ebene der Energiekörper unbesiegbar. Beweisen Sie es sich im Alltag.

Über Erfahrungsberichte würde ich mich freuen.

Monday, February 4, 2008

Umgang mit Leben und Tod



Ein wichtiges Konzept in der Esoterik ist der Umgang mit Leben und Tod. Viel Menschen schließen mit ihrer Religion eine Art Weiterlebensversicherung ab. Indem im Leben Kirchensteuer gezahlt wird, und die Regeln der Religionsgemeinschaft befolgt werden, ist der Einzug in ein geordnetes Leben nach dem Tode garantiert.

Gestern sprach ich über Hitler, der unsere Eltern und Großeltern vor dramatische Lebensentscheidungen stellte und die Notwendigkeit aufzeigt, dem Thema Umgang mit dem Tod Raum in seinem zu geben. Denn nicht jeder könnte sich entziehen und das Land verlassen, solange er Bindungen und Verpflichtungen hat, die er nicht hinter sich lassen möchte.

Ich möchte zum Thema Umgang mit dem Tod sieben Übungen vorstellen, deren Zweck darauf abzielt, dem Übenden eine Kontrolle über sein Leben und seinen Tod zu ermöglichen. Diese Übungen sind:

Das Finden der Öffnung des Lebens.
Das Reinigen der Öffnung des Lebens
Das Stärken der Öffnung des Lebens
Das Rückrufen der Lebensenergie
Das Beraten durch den Tod
Die innere Wahl zu sterben.

Diese Übungen sind keine heilerischen Übungen. Wer krank ist, der suche bitte einen Arzt auf. Diese Übungen resultieren aus der Beobachtung der zweiten Aufmerksamkeit und wie ich in früheren Posts dargelegt habe, die Zeitebene zwischen beiden Aufmerksamkeiten ist nicht synchron. Dennoch ist es wichtig, diese Übungen durch zu führen, bevor eine dramatische Begegnung stattfindet, da ich nie sicher sein kann, wer im Ringen mit dem Tod die Oberhand behält.

Auf der Reise ins Unbekannte gehören die Übungen in den Teil Energie sammeln, denn der ungeschlagene Energielieferant sind Erkenntnisse aus dem Umgang mit seinem persönlichen Tod.

Das Finden der Öffnung des Lebens.

Wenn ich mich einen Augenblick darauf einlasse mir vorzustellen, dass ich in einer weiteren Beschreibung der Welt ein Energieball wäre, dann gäbe es in diesem Energieball eine Sollbruchstelle, die Öffnung des Lebens, durch die der Energieball in Kontakt mit der Welt tritt.

Der Tod, eine Energie auf die ich im Moment nicht weiter eingehe, ist damit befasst, die Sollbruchstelle zu ermüden, die Öffnung des Lebens zu weiten und schließlich den Energieball aufzulösen.

Um in diesem Vorgang eine Kontrolle zu gewinnen, muss ich mir der Sollbruchstelle bewusst werden. Eine Mahnung zu Beginn, wenn ich meine Sollbruchstelle gefunden habe, dann kann ich neugierig werden, wie die Sollbruchstellen anderer Energiekörper aussehen. Ich bitte davon Abstand zu nehmen. Die meisten Menschen haben vor die Öffnung des Lebens von innen Gegenstände geräumt, vergleichbar Menschen in Hollywoodfilmen, die sich hinter Türen verrammeln. Wer dort etwas in die Nähe kommt, wird mit jeder Menge negativer Energie beschossen, die dem Suchenden keine Vorteile bringt.

Tyrannen wie Hitler übrigens, räumen die Gegenstände vor der Öffnung weg, indem sie den Menschen alles nehmen was sie besaßen. Ohne Gegenstände und Kontrolle über die Öffnung des Lebens, ist man schnell in Lebensgefahr.

Ich begebe mich in eine liebevolle Stimmung. Ich liebe die Welt. Die Öffnung des Lebens ist nur durch Liebe erfahrbar, denn liebevolle Fasern verstrahlen ein besonderes Licht, dass die Öffnung des Lebens erst sichtbar werden lässt.

Ich mache mir klar, dass ich die Welt in meinem Inneren wahrnehme. Woran hänge ich im Leben? Liebevoll gehe ich die Dinge durch, an denen ich hänge, dann stelle ich mir vor, das ich mich von diesen Dingen verabschiede und sie loslasse.

Nichts erzwingen, nichts erwarten. Viele Dinge können jetzt geschehen. Es kann eine Wärme im Nabel auftreten, ein Bild einer Blume kann auftauchen. In dem, was auftaucht, suche ich mein eigenes Bild zu finden, um es von den Gefühlen anderer Menschen zu scheiden. Sehe ich mich in der Blume oder in der Wärme des Nabels, oder dem Ton, oder..., dann habe ich die Öffnung gefunden. Wenn sich nichts tut. Nicht traurig sein und die Übung ein andermal wiederholen. Mit fortschreitender Übung werden die Bilder klarer und klarer werden. Jetzt gehe ich den Weg zurück. Ich erinnere mich der Dinge, die ich liebe, ich nehme sie wieder an, begrüße sie und beende die Übung.

Soweit, so gut für heute.

Sunday, January 13, 2008

Mit Leichen leben, Warum?

Henriette McCall berichtet in ihrem Buch Mesopotamian Myth, dass Pietro della Valle, ein italienischer Adeliger, der in der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts lebte eine spektakuläre Reise in den Orient unternahm. Nachdem er zwölf Jahre später zurückkehrte, wurde er von der einbalsamierten Leiche seiner Frau begleitet, die zehn Jahre zuvor gestorben war, und die ihn auf der Reise überallhin begleitet hatte.

Warum können Menschen so schwer von den Toten loslassen?

Im Gilgamesch Epos beweint Gilgamesch seinen toten Freund Enkidu,
"Ob mein Freund nicht doch aufstünde von meinem Geschrei -
Sechs Tage und sieben Nächte,
Bis dass der Wurm sein Gesicht befiel."
Quelle. McCall Mesopotamian Myth

Der Tod seines Freundes ist unfassbar für den trauernden Gilgamesch, dass er ihn nicht beerdigt und während ich davon lese, gruselt es mich. Dieses Gruseln hat auch Hollywood vermarktet z.B. im Hitchcock Film Psycho, in dem ein junger Mann zusammen mit seiner toten Mutter im Haus lebt, ein Motel betreibt und Frauen umbringt. Seine tote Mutter hat immer noch Gewalt über ihn, so scheint es. Oder die Mumienfilme, die mich das Gruseln lehren.
Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass die alten Mesopotamier ihre Toten unter dem Fußboden bestatteten, dann wird mir vollends klar, warum ich als Kind Angst hatte in den Keller zu gehen.

Nicht loslassen können aus Liebe mag ein Grund sein Tote zu verwahren, manchmal ist Geldbedarf der Beweggrund. So wird einer alten Dame vorgeworfen den Tod ihres Mannes verheimlicht zu haben, um seine Rente weiter zu beziehen. Sie bewahrte ihren Gatten 10 Monate lang im Bett auf.

So wohl auch ein 56 -Jähriger Mann, der den Tod einer alten Dame nicht angab.

In diesen speziellen Fällen bewahrheiten sich die Sprüche, das Festhalten der Tod ist und Loslassen das Leben ist. Aber auch Reden ist Silber und Schweigen ist Geld äh Gold.

Tuesday, January 1, 2008

Der Tod in Mechernich, Beratung durch den Tod

Das Thema des Posts nehme ich mit freundlicher Anregung der Klabusterbeere auf, die einen den Außenreporter in Gestalt eines schwarzen Sensenmannes zeigt, der in Mechernich an meine Tür klopft. Nun, der Tod klopft jeden Tag an meine Tür seit ich lebe und ich kenne Niemanden, bei dem es anders wäre und ich weiß von keinem Überlebenden.

Ich möchte jetzt nicht so ernst werden wie z.B. Jean Paul in seiner 'Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein Gott sei', aber der Tod ist ein ernstes Thema.

Er ist durch die Jahrhunderte hinweg ein Motivator gewesen, das Wissen der Menschen zu vergrößern. Esoterische Fragen wie:
Was folgt nach dem Tod?
Kann ich ewig leben?
Wie kann ich meine Feinde töten?
Kann ich Zeit und Ort meines Todes schon zu Lebzeiten kennen?

Solche Fragen beschäftigen Menschen. Und wer hat nicht schon Menschen im Zorn ausrufen hören, den Kerl, diesen Marder bringe ich um. Die Europäer pflegen eine lange Tradition Menschen aus Gründen der Staatsräson oder des persönlichen Profites wegen, töten zu wollen. Nun ist es technisch einfach Menschen zu töten. Ein erwachsener Mann produziert 100 Watt Energie und wieviel Energie steht jedem von uns im Alltag zu Gebote? Wesentlich mehr als das. Obwohl die Mittel und Gelegenheiten zu töten im Überfluss da sind, kommen bei uns in der Republik ungefähr 2.000 Menschen jährlich durch Gewaltverbrechen zu Tode und der weitaus größere Teil von Ihnen im Verwandten- und Bekanntenkreis. Ich vermute den Gedanken zum Mord stehen nicht im gleichen Umfang Taten gegenüber.

Worum geht es also eigentlich, wenn wir den Tod anderer Menschen konsumieren oder andeuten. Es geht um die Furcht. Viele Menschen, die dem Tod nicht ins Auge geblickt haben, fürchten sich davor zu sterben. Man möchte eine Verhaltensänderung durch Furcht erreichen. Der Staat, der seine Ordnung durch ein Gewaltmonopol aufrecht erhält, setzt darauf, dass die Bürger sich einem bewaffneten Konflikt mit ihm nicht stellen wollen. So konnte man nach den Weltkriegen, wenn die Bürger waffen- und kampferprobt von der Front zurück kamen beobachten, das den ärmeren Schichten Zugeständnisse gemacht wurden, weil man sie durch Furcht vor den Obrigkeiten nicht mehr im Griff hatte. Die Briten bekamen einen Welfare-Staat. Die Deutschen bekamen die soziale Marktwirtschaft. Die Banlieues in Frankreich bekommen Arbeitsprogramme für Jugendliche, nachdem es Unruhen gab.

Doch das sind andere Themen. Was kann man aus esoterischer Sicht über den Tod sagen und vor allem was können wir von ihm lernen. Ich möchte eine Technik vorstellen, wie sich der Suchende vom Tod im Alltag beraten und führen lassen kann. Die Furcht vor dem Tod ist eine innere Einstellung, der der Suchende nicht ausgeliefert ist.

Jeder Mensch besitzt ein Energiefeld, das in der zweiten Aufmerksamkeit wahrgenommen werden kann. Dieses Energiefeld ist grob gesprochen der Speicher der Spiritualität des Menschen. Dieser Speicher besitzt eine Sollbruchstelle, mit der der Mensch mit der Außenwelt in Verbindung steht. In dieser Wahrnehmungssicht, ist der Tod kein Sensenmann, wie bei dem idyllischen, neoromantischen Schnitter der Klabusterbeere. Der Tod kann wahrgenommen als eine bewegliche Energie, die über die Energiefelder der Lebewesen gleitet und diese unter einen Belastungstress bringt.

Der Vergleich hinkt, aber wer hat nicht schon in einem Video der Stiftung Warentest gesehen, wie mechanische Geräte Alltagsgegenstände bewegen, bis der Verschleiß durch Bewegung sie zerstört. In Analogie, ein gut gepflegtes Energiefeld hält mehr Belastungen durch die bewegliche Kraft aus, als ein schlecht gepflegtes Energiefeld. Das schlecht gepflegte Energiefeld flackert eine Weile, gibt dann an der Sollbruchstelle nach und löst sich anschließend auf. Ist das Energiefeld des Menschen zerstört, hat auch der Körper keine Überlebenschance. Er stirbt. Nun kann das Energiefeld nicht nur von außen zerstört werden, der Mensch selber kann es von innen her soweit schwächen, dass ein Überleben unmöglich wird. Um dem vorzubeugen werden in diesem Blog Übungen vorgestellt, die das Energiefeld von innen her stärken.

Wann immer ein Mensch negative Energie auf einen anderen richtet, schwächt er sein eigenes Energiefeld. Das ist einer der Gründe, warum die Yogi-Lehrer ihren Schülern auf dem Weg zur Meditation eine innere Reinheit der Gedanken und Gefühle beibringen, damit ihre Energiekörper keinen Schaden nehmen, wenn die Beweglichkeit der Körper steigt.

Soviel zur Theorie. Nun zur Praxis. Wir lassen uns vom Tod beraten. Unser persönlicher Tod wird uns Dinge zeigen. Sollten Sie diese Übung machen, wenn sie bereits an einer schweren Krankheit leiden, dann ersetzt sie auf keinen Fall den Weg zum Arzt. Die Erkenntnisse, die sie bei der Übung gewinnen sollten Sie für sich jeweils sorgfältig erwägen und nutzen.

Ich gehe auf meine persönliche Trainingsstrecke, d.h. bereite mich auf eine Meditationsübung vor. Ich wähle mir ein Thema, in dem mein Tod mich beraten soll. Z. B. Mein Chef hat mit mir geschimpft und gesagt, er schmeißt mich raus. Ich fühle mich bedroht, was ist zu tun?

Geben Sie sich dem quälenden Gefühl hin, stellen Sie sich vor, das Ihr Chef Sie umgebracht habe, dass Sie tot am Boden liegen. Lassen Sie sich nicht von der Vorstellung erschrecken, Sie sähen sich tot. Es hat für Sie keine negativen Folgen, Sie ziehen nicht ihren Tod an, nein Sie lassen sich von ihrem Tod beraten.

Sie betrachten Ihren toten Körper und beginnen mit dem Pendelatem. Stellen Sie sich vor, wie der Atem durch Ihren toten Körper ein- und ausgeht und Ihn dabei reinigt. Machen Sie die Übung solange, bis Ihr toter Körper wieder zum Leben erwacht. Mit dem Pendelatem haben sie ihn soweit von den negativen Energien befreit, dass ihr Energiekörper gefestigt ist. Wenn Sie sich ihren Chef vorstellen, werden sie vielleicht eine Ahnung bekommen, das seine negative Energie zu ihm zurückgekehrt ist. Aber das ist sein Problem, Ihnen kann es zeigen, warum es sich nicht lohnt negative Energien auf andere Menschen zu richten.

Üblicherweise stellt sich zusammen mit der Reinigung eine Kenntnis der Beweggründe oder der Gefühle dieser negativen Energien ein. Vielleicht wissen sie auf einmal, dass ihr Chef Angst hat, die Kontrolle zu verlieren, oder das ihn ein trauriger Konflikt plagt oder .. oder ... Das ist ok. Machen sie sich deswegen keine Sorgen, es ist normal in der Meditation Einsichten zu haben, die die Alltagssituation nicht hergibt. Sie können ihr Wissen verwenden, um die Situation für sich positiv zu lenken. Je öfter Sie diese Übung betreiben, umso sicherer halten Sie ihre Seele von negativen Energien frei. Und wenn sie das können, dann könnten die Anderen es eigentlich auch. Nein, können sie nicht, weil sie nicht suchen. Es ist eine innere Wahl.

Kehren Sie bewusst wieder in den Alltag zurück. Sie können diese Übung auf alle Probleme ihres Alltags anwenden. Wenn diese Übung Ihnen hilft, dann würde ich mich freuen, wenn sie vielleicht einen Kommentar hier hinterlassen, der andere Suchende ermutigt.

Wednesday, December 19, 2007

Unfassbar - E-Mail aus dem Jenseits

Ein glücklich verheiratetes Ehepaar will in den Urlaub in den Süden fliegen. Der Tag der Abreise naht. Da erfährt die Frau, das sie am Abreisetag in ihrer Firma unabkömmlich sein wird. Sie kann erst einen Tage später in Urlaub gehen. Der Mann spricht mit der Fluglinie und es lässt sich einrichten, dass der Mann wie geplant fliegt und seine Frau einen Tage später nachfolgt.

Als der Mann im Urlaubsort ankommt, da freut er sich, dass alles so schön ist, dass er beschließt seiner Frau eine E-Mail zu schreiben. Er hat ein Notebook dabei und auf dem Hotelzimmer gibt es einen Internetanschluss. Als er die E-Mail abschickt, vertippt er sich und die E-Mail geht an ein Witwe, die ihren gerade Mann verloren hat.

Diese Witwe kommt mit ihrem Sohn nach Hause und geht an den Rechner, um ihre E-Mails abzurufen. Sie stutzt, sie liest, schüttelt den Kopf und fällt ohnmächtig zur Seite. Ihr Sohn läuft zum Bildschirm und liest, "Hallo Schatz, hier ist dein Mann. Bin gerade angekommen. Die Leute sind nett und alles ist wunderbar, aber es ist so furchtbar heiß hier. Für Deine Ankunft morgen ist alles vorbereitet. Bis bald."

Spaß beiseite.

In der Zeitschrift "Meine Wahrheit", Ausgabe Nr. 13/ 2007 gibt es einen Artikel "E-Mail aus dem Jenseits. Oh Gott, was will mir mein Freund sagen." Eine Frau, deren verheirateter Freund gestorben ist, bekommt eine E-Mail von ihrem toten Freund, der zu Lebzeiten nicht gewusst hat, dass sie von Ihm ein Kind unter ihrem Herzen trägt. Bald wird ihr schwellender Bauch die Wahrheit nicht mehr verbergen.

In der unterhaltsamen Geschichte gibt es eine natürliche Erklärung, aber der Haken der Geschichte wirkt. Wenn ich eine E-Mail aus dem Jenseits erhielte, da wäre ich erstaunt. Wer will mir da schreiben? Und warum?

In unserer Welt verfügen die Reichsten und Mächtigsten über die besten Kommunikationsmittel. Sich über weite Distanzen zu unterhalten kann teuer sein. Müssten wir nicht erwarten, dass wer immer aus dem Jenseits anruft, sehr reich und mächtig im Jenseits ist. Das könnten unmöglich die frisch Verstorbenen sein. Die müssen sich doch erst zurechtfinden, Karriere machen. Und die Reichen und Mächtigen dieser Welt belieben unter sich, warum sollten die Reichen und Mächtigen des Jenseits bei uns anrufen. Zur Belustigung, Klingelstreich aus dem Jenseits. Gelangweilter Small-talk aus dem Reich der Toten? Wohl kaum.

Kontakte mit dem Jenseits bewegen viele Menschen und kaum eine Familiengeschichte gibt es, in der nicht jemand von Kontakt mit Verstorbenen zu berichten weiß. Warum ist das soß Was fasziniert mich - was fasziniert andere daran, welche Inhalte Botschaften aus dem Jenseits haben könnten. Weil noch nie jemand zurück gekommen ist? Und die zurückkehrten, erzählen faszinierende Nahtoderfahrungen, denen das ehrfürchtige Schweigen ihrer Zuhörer sicher ist.

Zum Einen geht es sicherlich um das Geheimnis, das das Jenseits umgibt, zum Anderen wird mitunter ein Mensch so rasch aus seinem Leben gerissen, das nicht alle Betroffenen sich verabschieden konnten.

Jetzt möchte ich was sagen und kann es nicht mehr. Nicht zu Ende gebrachte Beziehungsfäden schweben schmerzhaft durch unsere Seele.

Meine Mutter wuchs bei ihrem Großeltern auf. Sie liebte ihren Großvater über alles. Als sie in die Hauswirtschaftsschule ging, erreichte sie ein Telegramm. Sie möge sofort nach Hause kommen, der Großvater sei krank. Meine Mutter erreichte ihren geliebten Großvater nicht mehr lebend. Trotz aller Eile und Reisen kam sie zu spät. Der Großvater war tot. Sich nicht verabschieden zu können, war ihr größter Schmerz. So schlief sie in ihrem Elternhaus ein, und wurde nachts wach. Sie hatte das Gefühl jemand hätte ihr über das Gesicht gestrichen und sie sanft geküsst. Sie war sich sicher, der Großvater wäre für einen Augenblick zurückgekehrt und hätte sich von ihr verabschiedet und das tröstete sie so sehr, das sie mit dem Tod des Großvaters ihren Frieden machen konnte.

Hatte meine Mutter Kontakt mit dem toten Großvater? Hat sie sich ihren sehnlichsten Wunsch erträumt? Ich weiß es nicht, aber meine Mutter war sich gewiss.

Das Sterben erfüllt uns mit intensiven Gefühlen und es gibt keine gerechte Reihenfolge beim hinüberwechseln. Dieser Gefühlscocktail lässt niemanden kalt, gleich welche Vorstellung er sich vom Jenseits macht.

Welche Vorstellungen habt ihr vom Jenseits?

Wednesday, December 12, 2007

Seid wachsam!

Da gibt es Dinge im Alltag, die beschäftigen die Leute. Da sterben Angehörige. Und - kann einer den Sinn erklären? Da schlägt ein Mann seine Frau oder seine Kinder. Und- kann jemand den Sinn erklären?

Ja, denn es gibt einen Menschen, einen Schläger, den man befragen kann. Der kann sich äußern, kann vielleicht sagen: "Ich schlage gern Frau und Kind weil ich gerne ein Schwein bin." Oder er kann sagen, "die haben mich provoziert."

"Ich habe in Notwehr zugeschlagen und blaue Augen verteilt."

Egal was gesagt wird und wie es gesagt wird. Ich stehe nicht hilflos vor dem Phänomen Gewalt. Wir können es erforschen.

Tod aber, wie soll das erforscht werden? Ich tue Tag für Tag Dinge, die mich den Tod vermeiden lassen sollen:
  • Indem ich mir die Hände waschen,
  • Mich umblicke, bevor ich die Straßen seite wechsle,
  • Oder indem ich achtsam bin, im Umgang mit gefährlichen Gegenständen.
Ich machen das, weil ich gelernt haben, dass es Todesursachen gibt. Todesursachen sind zu vermeiden und dann bin ich sicher. Ist das so?

Sport treiben ist gut für die Gesundheit. Sportler tödlich verunglückt bringt 157 000 Einträge bei Google.

Gute Ernährung ist gut für die Gesundheit, Lebensmittelvergiftungen durch Gemüse bringt 15. 800 Treffer bei Google.

Ich kann das Risiko senken, in dem ich auf bekannte Todesursachen oder Todesfallen achte, aber es gibt ihn, meinen persönlichen Tod und er hat ein Programm. Aus einer Ecke zu kommen mit der ich nicht rechne. Und weil das so ist, haben sich die Menschen in der Esoterik zu allen Zeiten auch damit beschäftigt, inwieweit die Seele, inwieweit unser Geist uns vor einem ungewollten ungeplanten Tod bewahren kann.

Haben wir die Kraft in uns, das Flämmchen des Lebens zu bewahren? Das ist in meinen Augen eine esoterische Frage und man muss sich bemühen diese praktisch zu beantworten. Ich bin es gewohnt mich warm anzuziehen im Winter, um eine Erkältung zu vermeiden. Warum bin ich es nicht gewöhnt, etwas gegen meinen Tod zu tun, mit den Kräften meiner Seele und meines Geistes.

Herdentrieb? Weil es albern ist, sich solche Fragen zu stellen.

Ich habe Menschen in die Augen geblickt, die sich vom Leben lösen mussten und jeder Chance nach gegangen wären, die ihnen mehr Zeit auf Erden verschafft hätte.

- Ich denke manchmal noch an sie.

Und sollte ich nicht jeden Moment nutzen, meinem Tod einen Schritt voraus zu sein, wenn ich es könnte? Na klar!

Der Grund warum ich im Alltag den Tod nicht bemerke, wenn er anklopft, wenn er meine Festigkeit prüft, wenn er sein Schlupfloch zu finden versucht, der Grund ist mein Festklammern an der Überzeugung, ich wüsste bereits alles. Wenn ich sterben werde, dann bin ich in diese Situation aus eigener Kraft geraten, indem ich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort aufgetaucht bin, an dem sich tödliche Lebensumstände einstellten.

Daher möchte ich mir eine kleine Übung empfehlen, der ich den Namen Wachsamkeit gebe.
Wachsamkeit soll mich mit dem Wächter des Lebens in meinem Geist verbinden.
Egal ob ich in einer Straßenbahn, in einer Besprechung, auf dem Beifahrersitz eines Wagens oder beim Einkaufen bin. Wachsamkeit kann ich überall üben.

Ich halte einen Moment lang inne und stelle mir vor, ich schaute mir von außerhalb meines Körpers zu. Wie fühle ich mich, während ich mir zuschaue. Ist alles in Ordnung?

Alles in Ordnung. Die Übung ist beendet.

Sollte etwas nicht stimmen, indem ich mich unwohl fühle, so rufe ich sofort den Wächter auf den Plan. Der Wächter wird gerufen, indem ich mir vorstelle, eine Sonne gehe in mir auf.
Ich verbinde das Gefühl der Sonne mit dem wahrgenommenen beunruhigenden Gefühl. Meine Stimmung - von außen betrachtet - wird sich jetzt zum Guten wandeln. Ich folge im weiteren meinen Eingebungen aufgrund des neugefundenen Wohlseins.

Diese Übung kann keinen Arzt ersetzen, wenn ich bereits körperlich erkrankt bin. Ich suche dann auf jeden Fall einen Arzt auf. Aus meiner Sicht lohnt es sich frühzeitig eine Beziehung zu dem Wächter aufzubauen. Ich sollte auf ihn hören lernen.

Viele Menschen machen diese Übung auf ihre Weise, indem sie zu Gott sprechen, im Geist zu einem geliebten Menschen sprechen, sich innerlich zurücklehnen, um die Natur zu fühlen. Für jede Einsicht in der Esoterik gibt es mehr als Tausend Wege und Gesichter. Der Wächter ist nur ein Weg mit einem Gesicht.