Thursday, April 10, 2008

Energiestoß


"Manchmal fällt es mir schwer, an mich selbst zu glauben. Ich vergesse was ich tun wollte, ich glaube nicht mehr daran, dass meine Handlungen sinnvoll sind. Es hat mich Jahre meines Lebens gekostet herauszufinden, dass diese Sichtweise und die damit verbundenen Gefühle Teil der Richtung waren, in die ich gewohnheitsmäßig blickte."

"Welche Richtung meinst du?"

"Na ja, jeder Mensch hat eine Richtung in die sein Energiekörper blickt. Es gibt ein vorne und ein hinten am Körper und der Körper richtet sich in der Regel in einer bestimmten Richtung aus. Dieses Richtung hat nur symbolisch mit Himmelsrichtungen zu tun es sind Richtungen die sich am Energiefluss orientieren, der uns alle umgibt."

"Und warum hat das Gefühl von Sinnlosigkeit etwas mit einer Energieflussrichtung zu tun?"

"Es gibt eine Richtung, die sehr darauf ausgelegt ist, Dinge neu zu beginnen. Diese Richtung stößt heftige Energiestöße, die alles in Frage stellen, was bislang gemacht wurde. Nach dem Energiestoß, bricht sich ein Gefühl der Sinnlosigkeit Bahn, dass der Ruhe nach dem Energiestoß folgt. Es ist nichts Schlimmes daran, Dinge neu zu beginnen. Versuche mal mein Gefühl zu spüren."

Ich fühle eine stete auf neue anfangende Suche Dinge mit weniger Aufwand zu tun und jeden Tag auf eine neue Art fortzusetzen.

"Ich lernte diese Seite an mir zu akzeptieren und lernte damit umzugehen. Jeden Tag aufs Neue, besinne ich mich darauf, die Dinge klein zu beginnen, die Dinge mit wenig Aufwand zu beginnen und ich suche nach einem neuen Ansatz, meine Projekte von gestern neu fortzusetzen. Mittlerweile gelingt es mir, die Energieausbrüche zu verstetigen und in die Länge zu ziehen. Das Gefühl der Sinnlosigkeit ist fort und mein Leben ist ein unendlich langer Neuanfang."

Wednesday, April 9, 2008

Ursprung


Der Gelehrte winkt mich her. "Ray, ich habe eine Überraschung für Dich."
"Überraschung", ich bin überrascht.
"Ja, fühle mich mal."
Er fühlt sich an, wie ein kleines grünes Lichtlebewesen. Ein bisschen wie ein Baby.
"Siehst Du, das bist Du, als Du mich das erste Mal besucht hast."
"Ein Baby?, ich war doch kein Baby"
"Nein, Du warst hier, schau dich mal um, wo du hier bist."
"Ein Haus, eine Hütte?"
"Ja, sowas in der Art. Hier bist Du am Ursprung Deines Selbst. Wir alle sind am Ursprung unserer Selbst wie Babys, dann werden wir älter, dann lernen wir eine Sprache und dann gehen wir zur Schule und arbeiten, aber die meisten Menschen kehren nicht zu ihrem Ursprung zurück. Dabei ist es so einfach eine erfülltes und glückliches Leben zu führen, wie es der eigenen Bestimmung entspräche."
"Und das wäre?"
"Na hier, diesen Ort, den eigenen Ursprung zu erforschen. Der Ort an dem du als erstes Mal als Baby gewesen bist, um ihn wieder zu verlassen."
"Und andere Menschen bleiben an diesem Ort?"
"Nein alle gehen achtlos hier durch. Ich auch. Bevor ich der Gelehrte wurde, bin ich durch meinen Ursprungsort gegangen, ohne ihn zu beachten. Aber damit missachtete ich den Wunsch, den Befehl des großen Tyrannen. Der große Tyrann legt dir deinen Ursprung als Befehl in die Wiege. Also schau dich mal um. Was siehst Du mit deinen erwachsenen Augen."

Es sieht aus wie ein Haus, große Bilder, Skulpturen. Ich bin ratlos und fühle das Haus.... Ich fühle es.
Ich suche nach mir und ich sehe mich ...... "Ist das meine Bestimmung?"

"Was immer du hier siehst ist deine Bestimmung. Ich bin als junger Mann in meinen Träumen an diese - an meine Ursprungsstelle zurückgekehrt und ich fand nichts als Bücher vor. Überall lagen Bücher herum aufgetürmt und aufgereiht. Also fing ich an mich mit Büchern im Traum zu beschäftigen und später dann erinnerte ich mich an diese Träume und fing auch im Alltag an mich mit Büchern zu beschäftigen. Der Sinn ist immer am Ursprung."

"Und wie finden die Menschen, wie finde ich wieder her?"

"Ist es nicht klar? Du gehst ins Licht. Stelle dir vor ein Baby zu sein und ins Licht zu gehen, was siehst du dann wo landest Du?"

"Ich probiere es aus und lande in einer Art Halle mit Gestühl, nicht das Haus, das ich vorhin gesehen habe. "An einem ähnlichen Ort lande ich, aber nicht hier."
"Der Ort mag wechseln, die Bedeutung ist die gleich, sie hat sich nur ein anderes Bild gesucht, je öfter du die Übung machst, umso klarer wird dir Deine Bestimmung und das schönste daran ist, wann immer du etwas für deine Bestimmung tust, öffnen sich alle Türen zum Erfolg, denn das ist der Ort und der Weg an dem du sein sollst. Wann immer du anderes tust, ist alles zäh und schwer."

"Also sollten die Menschen viel Zeit darauf verwenden, ihre Bestimmung zu erkunden?"

Ja, sicher, aber vertrau mir und komm mal mit. Er bringt mich zum Fenster, wo so viele menschen aneinander vorbeiziehen. Wer von ihnen hat ein Licht an seinem Ursprung angezündet?"

Da fällt mir zum ersten Mal dieses Leuchten an ihm auf, dieses angenehme,intensive warme Leuchten. Ich versuche es draußen an den Menschen wieder zu finden, die hastig die Straßen in einem Nieselregen durchqueren. Fehlanzeige. Die Straße leuchtet nicht.

"Es ist so einfach, aber niemand folgt seinem Licht."

"Hast Du das nie jemanden erzählt?"

Doch, schon - man hielt mich für wunderlich - vielleicht? Alle hören zu. Einige verstehen. Davon haben sehr wenige Zeit dafür. Und von den wenigen mit Zeit, reisst der Zeitgeist die meisten davon. Übrig bleiben die Erfüllten. Sie lächeln wenn sie einander begegnen ohne stehenzubelieben. Sie hören einander zu ohne zu sprechen und sie sagen sich Dinge ohne ein Wort."

Ich nicke Ob ich wohl leuchte?

Psalm 39, 5-6


Aber, HERR, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meiner Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben!

Monday, April 7, 2008

Ein Freund erzählte mir vor einiger Zeit.


Ein Freund erzählte mir vor einiger Zeit.

Es ist schon ein paar Jahre her, da störte mich bei einer Meditation, das helle klare Licht, das aus dem Fenster in den Raum fiel. Das Licht störte mich so sehr, dass ich aufstand um Die Vorhänge zu zuziehen. Kaum war ich aufgestanden und am Fenster, da störte mich der Besuch der hereingekommen war, ohne zu klopfen und sich einfach hingesetzt hatte.

Ich drehte mich um, das Licht nicht weiter beachtend und sah mich selbst in der Meditation sitzend. Ich war der Besuch. Ich sah mich sitzen. Und etwas Lustiges verband mich mit meinem Körper, eine Art Band, das sich wie eine Flüssigkeit anfühlte und dennoch kontinuierlich seine Form beibehielt. ich wunderte mich sehr und bekam aber jetzt auch ein wenig Angst und traute mich nicht mehr in das Licht zu schauen, das ich für die Sonne gehalten hatte. Da mir nichts besseres einfiel, setzte ich mich hin und schloss die Augen, worauf hin mich diesmal keine Licht störte sondern eine intensive Wärme.

Als ich die Augen wieder öffnete, schwebte ich über der Mündung eines Vulkans, aus dem heiße Gase austraten. In all dieser Hitze war dieses flüssige silberne Band all die Zeit bei mir und diesmal beruhigte es mich. 'Gott sei Dank, ich lebe', dachte ich. Seit her habe ich von Zeit zu Zeit diese Erlebnisse wieder gehabt, doch es gelang mir nie, meinen Reisen zu kontrollieren, und stets bin ich fasziniert, von diesem flüssigen Band, das keine Festigkeit, doch aber eine Form besitzt.
Ich weiß nicht wofür es gut ist, aber nach einer solchen Reise durchdringt mich ein tiefes Glücksgefühl, das ich einfach nur durch die Erinnerung an diese Momente wieder wachrufen kann. Jetzt wo ich alt werde, spüre ich mitunter die Sehnsucht nach der Ruhe und ich bemerke, dass Band sich irgendwie wandelt. Das Glücksgefühl ist geblieben doch das Band strahlt eine Unruhe aus, so als ob es auf seine Zeit wartet.

Da erkannte ich, das das Band gereinigt werden muss und ich forschte. Ich suchte nach Freunden, die eine Lösung kannten, ich suchte nach Menschen, deren Lehrer vielleicht etwas erwähnt hätten und dann wurde ich fündig. Des Rätsels Lösung ist ganz einfach.

Nämlich?

Der Faden und seine Art Flüssigkeit ist wie ein Meer. Man suche keinen Faden, der zu reinigen wäre, man suche ein Meer, aus dem er entsteigt.

Der Reisende singt
sein letztes Lied

ins Wasser sinkt
was er auch sieht

in seine Seele dringt
was er auch liebt

Sunday, April 6, 2008

Wärmeübung verfeinert


Heute möchte ich die Wärmeübung noch ein bisschen verfeinern.

Ich stelle mir einen Ray vor, der aus einem warmen Gefühl entsteht. Das Bild von mir ist reine Wärme, eine Art Ray, der nur mit einer Wärmekamera zu sehen wäre.
Nun gehe ich mit diesem Wärme Ray in meiner Vorstellung zu einer Person, mit der ich Probleme habe. Ist die Person mir nicht wohlgesonnnen fühle ich den Kontrast. Kalte dunkle Fäden sind spürbar, die von dieser Person zu mir wandern. Und sehr häufig beobachte ich, dass die Fäden auf den Rücken gerichtet sind. Leben wir in einer Zeit, in der die Menschen negative Gefühle hintenherum ausleben? Ich löse die Fäden und spüre eine Erleichterung. Gleichzeitig is sichtbar, wie die negative Energie auf den Menschen selbst zurückfällt, wie sich Kälte und Dunkelheit bei ihm ausbreiten.

Wenn ich jetzt noch das I-Tüpfelchen auf die Übung setzen will, dann frage ich mich, welche Bedeutung hatte die Gegend, auf die die wenig wohlwollenden Fäden des Problem-Partners zielten.

Erstaunlicherweise hängen sich die Fäden nie an Trauer, Müdigkeit oder Depression. Sie suchen nach Kraft, Ausdauer, Fröhlichkeit und Schaffensdrang. Die Lebendigkeit ist es, die Machtmenschen an uns Alltagsmenschen stört. Diese mentalen Verfolger sind der Ansicht, es dürfte keine wertvollen Menschen neben ihnen geben, höchstens unter ihnen. Diese Haltung kann jederzeit auf sie zurückfallen, wenn die Menschen an denen sie hängen ihnen ihre negative Energie zurückgeben.