Saturday, May 3, 2008

Gefährliches Abstauben von Bildern


<-- Jesse James

Geneigter Leser, welche Fehler machte Jesse James aus esoterischer Sicht? Offenkundig ging er keinen Weg der Liebe und er war sich des steten Wandels auch der Menschen vielleicht nicht so bewusst. Oder hatte er das Gesetz der Anziehung noch nicht verstanden?


Jesse James' Ende

Unter dem Namen Mr. Howard zog Jesse James mit seiner Familie nach Tennessee und kaufte sich dort Grund und Boden. Nach Aussagen seiner Nachbarn, soll er ein guter Farmer gewesen sein. Dass es dem großen Räuber möglich war, unterzutauchen und unerkannt zu bleiben, ist nur damit zu erklären, dass die Polizeibehörden nie in Besitz eines Bildes von ihm gekommen waren.

Im Jahre 1882 hatte Jesse James zwei alte Genossen zu sich eingeladen. Es waren dies die Brüder Robert und Charles Ford. Man wollte gemeinsam den Plan zu einem neuen Bankraub ausarbeiten. Jesse vertraute den beiden Spießgesellen voll und ganz. Was er nicht wusste, war, das Robert Ford vor kurzem einen Verwandten von Jesse erschossen hatte und fürchtete, Jesse werde, sobald er von der Tatsache höre, an ihm Rache nehmen. Deshalb hatten sie die Gebrüder Ford mit dem Gouverneur von Missouri in Verbindung gesetzt, der eine Belohnung von 10.000 Dollar für die Ergreifung des Räubers ausgesetzt hatte. Der Gouverneur hatte den Fords seine volle Unterstützung zugesichert. Man stand in Missouri kurz vor der Wahl. Die Nachricht von der Ergreifung des großen Übeltäters würde ein Wahlschlager werden.

Charles und Robert Ford wohnten im Hause Jesse James'. Sie waren sich einig, das es unmöglich war, ihren Gastgeber zu überwältigen. Er musste sterben, und zwar würden sie ihn erschießen, wenn er keine Waffen trug. Alles andere wäre einem Selbstmordversuch gleichgekommen.

Die lang ersehnte Gelegenheit ergab sich am Morgen des 3 April 1882. Man hatte gefrühstückt Charles Ford und Jesse James waren im Stall gewesen, um etwas am Sattelzeug der Pferde zu richten. Als sie ins Haus zurück kamen, wo sich Robert Ford aufhielt, sagte Jesse:

"Es ist furchtbar heiß heute!"

Er zog sein Jacket und die Weste aus und warf die Kleidungsstücke auf das Bett. Dann meinte er:

"Ich glaube, ich schnalle meinen Pistolengürtel besser ab. Wenn wir nachher auf den Hof hinausgehen, könnte jemand die Waffen sehen." Er öffnete das Gürtelschloss und legte dann das Gehänge mit den zwei Pistolen auf das Bett zu den Kleidern. Dann nahm er einen Staubwedel um damit ein Bild an der Wand abzustauben. Dazu musste er auf einen Stuhl steigen. Er wandte nun den Brüdern Ford den Rücken zu, Lautlos schlichen sie die beiden Männer vor das Bett. Auf einen Wink von Charles hin zogen beide ihre Waffen, Robert war schneller. Aus einer Entfernung von einem halben Meter, traf er Jesse James in den Hinterkopf. Der Schuß war tödlich.

Übrigens erfüllte sich auch an Robert Ford das Wort vom Fluch der bösen Tat. Er erhielt seine Belohnung nicht. Er konnte froh sein, dass man ihm den Prozess nicht machte. Eine Zeit lang produzierte er sich auf abstoßende Weise in einem Wanderzirkus. Jeden Abend erzählte er dort dem Publikum die Geschichte des Mordes an Jesse James. Später eröffnete er in einer Bergwerksstadt einen Saloon und wurde bei einer Wirtshausprügelei von einem alten Genossen erstochen.

Aus Frederik Hetmannn, S. 142-143:
Der rote Fetzen unterm Butterfaß

Spruch



"Der Vorteil des schlechten Gedächtnisses ist, dass man dieselben guten Dinge mehrere Male zum ersten Mal genießt."


Nietzsche

Am Anfang steht die Angst


Wenn ein Mensch das erste Mal entdeckt, das mit ihm etwas anders zu sein scheint, dann hat er vielleicht Angst. In der Esoterik können viele Begabungen auftreten, die für den davon Betroffenen am Anfang eher einen Fluch, als eine Gabe oder Segnung darstellen.

Wie ist es mit den Fähigkeiten:

* Eine Zukunftsvision zu haben, die eintritt.
* Menschen fühlen zu können.
* Das zweite Gesicht zu haben.
* Luzide Träume zu haben.
* Menschen heilen zu können.
* Wesen der zweiten Aufmerksamkeit wahrzunehmen.
* Den Tod wahrnehmen zu können.

Die Liste ließe sich fortsetzen und Euch fallen bestimmt weitere Punkte ein. Wenn diese Dinge passieren, dann entwickelt der Betroffene Ängste. Nehmen wir aus der Liste oben den Fall, Menschen fühlen zu können. Diesem Punkt steht ja jeder mit seiner Intuition aus dem Alltag recht nahe. Werde ich verrückt, fragt sich der Fühlende vielleicht, wenn er das erste Mal die Gefühle eines anderen Menschen so deutlich gespürt hat, als wären sie von ihm selbst empfunden. Denn Menschen mit abweichenden Vorstellungen von der Realität werden für verrückt gehalten, wobei es meines Wissens keine allgemeine akzeptierte Definition für verrückt gibt, sondern die Psychiatrie mittlerweile mit konkreten Krankheitsbildern arbeitet.

Menschen direkt fühlen zu können ist für den Normalbürger eine Abweichung und wir kennen alle die Strophe aus dem bürgerlichen Freiheitslied, "Die Gedanken sind frei, keine Mensch kann sie wissen." Analog können wir sagen, dass eine Mehrheit der Menschen heute sagen würde, die Gefühle sind frei, kein Mensch kann sie wissen.

Eine andere Furcht kann sein, körperlich krank zu sein oder zu werden. Stimmt etwas nicht mit meinem Kopf, mit meinem Hirn nicht, habe ich vielleicht Tumore? Der Stress mit der veränderten Wahrnehmung und den sonderbaren Gefühlen kann mit dazu beitragen, tatsächlich zu erkranken, in der Regel geht das jedoch schnell vorbei.

Die Kirche mag vielleicht Trost bieten, doch Vorsicht ist geboten, denn heute noch leistet sich der Vatikan Exorzisten und ist bereit Menschen mit außersinnlichen Begabungen für Besessene zu halten. Mit etwas Glück findet man einen Pfarrer oder Priester, der über ähnliche Begabungen verfügt, in der Regel wird dies nicht so sein. Und die Kirche nimmt für sich ein Monopol in Anspruch. Das Monopol auf die zweite Aufmerksamkeit, denn nur sie weiß, das es zwischen Himmel und Hölle und dem Weg der Seele nur die Meinung der Kirche gibt, der der Gläubige folgen soll - zu seinem Heil versteht sich.

Schließlich gibt es auch noch Ängste vor sozialer Ausgrenzung. Was würden Arbeitskollegen oder Freunde denken? Werden sie mich noch respektieren, werden meine Freunde noch zu mir stehen? Haben die Menschen vielleicht Angst vor mir? Alle diese Ängste lösen einen großen Stress aus, der sich langsam wieder legt, wenn der Betroffene Gleichgesinnte trifft. Wenn er merkt, es gibt Menschen, denen Gleiches widerfahren ist.

Eine große Hilfe sind hier die Inder mit ihrem alten Wissen über Meditation und Erfahrungen der zweiten Aufmerksamkeit. Häufig können esoterische Begabungen mit Berichten und Beschreibungen aus der indischen Philosophie in Übereinstimmung gebracht werden, so dass der Betroffene sich mit seinen Erfahrungen nicht mehr alleine fühlen muss.

Und doch ist mit dem Auftreten einer Begabung eine unsichtbare Grenze für immer überschritten. Es gibt kein Zurück mehr in das alte Leben, in dem man mit den meisten Menschen so schöne, anheimelnde Gewissheiten über das Leben teilen konnte. Fortan ist die Welt erfahrungsreicher geworden und nicht immer kann man sich die Gefühle oder Erlebnisse befriedigend erklären.

Die Menschen in der Umgebung sind häufig wenig hilfreich, weil sie selber ratlos vor der Begabung stehen und leider Gottes lügen Menschen. Erzählen sie jemandem seine Gefühle, so streitet er sie vielleicht ab, wenn das Gesagte mit seinem Bild von sich im Widerspruch steht. Und mit gutem Recht, denn wir können jemanden nicht das Recht absprechen, seine Gefühle selbst am besten zu kennen. Und Menschen mit Begabungen machen auch Fehler, sehen und fühlen die Dinge, die sie vielleicht selber sehnlichst zu finden wünschen.

Ein Zurück gibt es nicht mehr und wenn man eine Begabung an sich entdeckt, so wünsche ich demjenigen, dass er möglichst schnell durch die folgende Angstphase durchkommt, denn es bleiben Probleme genug sich neu zu orientieren und zurecht zu finden.

Friday, May 2, 2008

Erinnerungen


Vor einigen Jahren starb meine Mutter an Krebs. Sie wusste, dass der Krebs eines Tages stärker sein würde als sie und sie war in ihrem letzten Lebensjahr sehr oft und häufig im Krankenhaus zur Operation, zur Behandlung. Im lauf der Krankheit veränderte sie sich. Sie freute sich über Besuch von Menschen, über die sie vorher nur geschimpft hatte. Sie sah das Liebenswerte in den Menschen und ich glaube, sie wendete sich dem Glauben vermehrt zu.

Sie färbte ihre Haare nicht mehr.

Einmal, erinnere ich mich, überlegte sie ob sie ihrer Jugendfreundin schreiben sollte. Sie hatte immer sehr liebevoll über diese Freundin gesprochen und sie hatten sich aus den Augen verloren, als beide Freundinnen verheiratet war. Sie fing immer wieder ein Brief an und verwarf ihn dann schließlich. "Ich weiß nicht, was ich schreiben soll, nach all den Jahren weiß ich nicht wie ich erklären soll, warum ich mich melde."

Ich lebte nicht mehr in derselben Stadt und konnte meine Mutter vergleichsweise selten besuchen. Als ich sie das letzte Mal lebend sah , sie war im Krankenhaus, da war sie aufgeräumt und hatte gute Laune. Schließlich verabschiedete ich mich und warf ihr einen letzten Blick zu. Meine Mutter sah mich auf eine Art an, die anders war, als ich es je zuvor von ihr gesehen hatte. Ich war irritiert und fragte, "Ist etwas los."
"Nein", es ist nichts sagte sie. "Mach' es gut", und sie lächelte.

Der Blick blieb tief in mir haften aber dann tat ich ihn beiseite. Wenige Tage später rief mich mein Bruder an, das Krankenhaus hätte sich gemeldet. Wenn wir unsere Mutter noch lebend sehen wollten, dann sollten wir kommen. Er kam mit seinem Wagen vorbei, ich besaß kein Auto, und wir fuhren gemeinsam in das Krankenhaus.

Meine Mutter war bereits gestorben. Sie lag in ihrem Bett auf dem Rücken. Sie war noch warm und erst vor wenigen Minuten eingeschlafen. Mir wurde klar, was im Blick meiner Mutter gelegen hatte, als wir uns das letzte Mal sahen. Sie hatte gewusst, dass wir uns nicht mehr sehen werden. Sie hatte mir ihren letzten Blick zugeworfen, wissend, dass die Zeit gekommen war.

Als ich mich von meiner Mutter verabschiedete, da erfasste mich ein intensives Gefühl mich mit allen Menschen zu vertragen. Mir war es, als wäre dies der letzte Wunsch meiner Mutter gewesen, ihre Söhne in Frieden leben zu sehen.

Nach zwanzig Jahren, die sie im Grabe ruht, tut der Verlust mir von Zeit zu Zeit immer noch weh. In meinen Meditationen über die Erinnerungen an sie tauchten heute zwei Bilder auf. In dem einen Bild fühle ich das Lebensgefühl eines schmerzerfüllten Körpers ohne jede Hoffnung auf einen Ausweg und in dem anderen Bild scheint es mir, als sei meine Mutter gerade gestorben und ein tiefer Friede und Schmerzfreiheit erfüllten sie, so als sei sie einverstanden, dass es jetzt vorbei ist. Beide Bilder tragen für mich das Gefühl einer intensiven Gewissheit in sich.

Wenn der Tod meiner Mutter ihren Körper nahm, so sind doch Spuren ihrer Seele, ihrer Gefühle und des Lichtes ihrer Liebe in meinen Erinnerungen noch vorhanden.

Thursday, May 1, 2008

Eifelzoo

Am Wochenende war ich im Eifelzoo. Moderate Eintrittspreise und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Viele Familien mit kleinen Kindern waren unterwegs. Neben den Tieren als Attraktion gibt es auch einen großen Spielplatz für Kinder. Einmal durchlaufen kann zweieinhalb Stunden oder länger dauern. Hier ein paar Photos von meinem Besuch.
Mir hat es sehr gefallen.