Saturday, July 11, 2009

Bademoden


In letzter Zeit gehe ich öfters Schwimmen. Die Bademode ist beim Schwimmen sehr interessant. Während im 20.ten Jahrhundert die Bekleidung beim Baden immer geringer wurde, scheint mit den Männerbadeshorts wieder eine Gegenbewegung eingesetzt zu haben.

Heute schwamm ich hinter jemanden, der einen riesigen schwarzen Umriss hatte. Wie ein grosse Robbe, dachte ich. Oder ein grosser schwarzer Manta. Die Beine guckten am Ende des schwarzen Umriss wie zwei kleine rosa Warzen heraus.

Als ich die Robbe später an Land sah, war es doch ein Mann, der eine Badeshorts vom Bauchnabel bis zu den Fußgelenken trug. Alles in allem gereichte die Hosen einem kleinen Kinderzelt zur Ehre.

Wo wird das enden? Badeshorts mit Schleppen, mehrere Meter Stoffbahnen, Stoffknäuel im Schwimmbad...Beunruhigend....

Friday, July 10, 2009

Jürgen ist wieder da - mit Stöckchen :-)

Jürgen hat ein Stöckchen in die Welt geworfen, das er von Astraryllis bekam... Es handelt sich um drei Fragen, die ich gerne beantworten würde...
  • Was bedeutet für Dich ein gelungenes und erfülltes Leben, und was bist Du bereit, heute dafür zu tun?
Je länger das Leben dauert, umso weniger spreche ich von gelungen, als mehr von Erfahrungen. Im Moment ist es mir wichtig, auch in widrigen Situationen des Lebens ein liebevolles Gefühl für meine Mitmenschen zu bewahren und zu erfahren, wie die Welt sich mir dann darstellt.
  • Was willst Du noch lernen und warum?
Ich lerne jeden Tag auf inneren Reisen dazu und das mache ich, weil es mich erfüllt.
  • Was verstehst Du unter Liebe und wie lebst Du sie in Deinem täglichen Leben?
Liebe spendet der Seele Leben, der Rest kommt von allein. Wir haben immer die Wahl fremden Rufen zu folgen und kommst du mir doof komm ich dir doof zu spielen oder Leben zu schenken. Liebe ist eine Entscheidung....

Wednesday, July 8, 2009

per aspera ad astra


Rolli, der coole Humanist von meiner Arbeitsstelle hat heute mal den Spruch gebracht, per aspera ad astra, was sinngemäß wohl bedeutet, nur unter Mühen gelangen wir zu den Sternen.

Ich weiß, das die Sterne eines Jeden verschieden sind, und dass die Mühen des Einzelnen auch verschieden sind. Es halten sich auch immer wieder Gerüchte, dass manchen Menschen alles hinterhergetragen wird und die sich garnicht bemühen müssen.

Wahrscheinlich würde Gaba jetzt sagen, dass per aspera ad astra ein Glaubenssatz sein kann, den man auf gar keinen Fall verinnerlichen sollte, wenn man sich seinen Weg zu den Sternen einfach vorstellen und gestalten will.

Ich möchte zu meinen Sternen, doch noch ziehen sie sich vor mir zurück, egal wie sehr ich mich mühe. Zeit für Besinnung und Innehalten. Zeit für Träume der Mühelosigkeit, Zeit für Unbekümmertheit.

Sunday, July 5, 2009

Wunsch


Manche Wünsche entwickeln ein Eigenleben, kaum dass sie gedacht oder vorgestellt sind.

Wenn sich z.B. eine Frau wünscht einmal im Leben eine Prinzessin zu sein, aber ihr Leben ist weit davon entfernt, dass sie das Leben einer Prinzessin führen kann. Der Traum entfleucht in die Umwelt und hat jetzt einen harten Job vor sich. Überall ist die nackte und schonungslose Realität und dieser Traum geht jetzt quasi in Verhandlungen mit anderen Träumen, die anderen Menschen gehören.

Welcher Traum hat Vorfahrt? Eine zentrale Planungsinstanz für Träume gibt es wohl nicht, die Prioritäten setzt oder eine vorläufige Ordnung in die unterschiedlichen Anforderungen bringt ...

Und was ist es, dass den einen Traum zur Wirklichkeit werden lässt und den anderen nicht...

Nun, es geht um die Einsamkeit der träumenden Absicht.

Friday, July 3, 2009

Chef?


"Hallo Chef", begrüßte der Schüler seinen Meister, der aufgrund seines hohen Alters nur noch sehr langsam gehen konnte.

"Oho", sagte der Meister. "Wie kannst du deinen Chef in mir erkennen, wenn ich doch derjenige bin, der bei dir in die Lehre gegangen ist."

Der Schüler dachte, 'Der Meister ist verwirrt, ich werde ihm einen Tee kochen, der seinen Geist stärkt.' Gesagt getan.

Als der Meister den Tee bekam fragte er, "Ist es das, was ich heute lernen soll?"
"Trink nur zu", erwiderte der Schüler.

Als der Meister den Tee getrunken hatte, blühte er auf. Er ging schnell herum wie ein junger Mann und sagte immer wieder, "für jedes Problem ist ein Kraut gewachsen."
Glücklich kam der Schüler wieder zu seinem Meister, "seht ihr Chef, nun geht es euch wieder gut."
Darauf gab der Meister zurück. "Nicht der Tee hat mich gestärkt, sondern deine Verwirrtheit. Wenn du verwirrt bist, dann fühle ich mich kräftiger als ein junger Mann."
Der junge Mann war sehr verwirrt und alsbald sprang der alte Meister bis zur Decke ohne aus dem Atem zu kommen.

Der Schüler setzte sich hin und verzweifelte an seinem wahnsinnig gewordenen Meister.
Schließlich setzte sich der Meister neben ihn und sprach, "verzweifle nicht, körperliche Kraft lässt uns glauben, dass sich alles bewegen ließe, wenn man nur einen Hebel hätte, um anzusetzen. Ein Mensch allerdings hat zeitlebens eine solche Kraft, dass ihn nichts und niemand bewegen kann. Wenn du das beachtest, dann wirst du keine Probleme mehr haben mit anderen Menschen."

"Das heißt, du bewegst mich nicht. Ich lerne nichts bei dir?"

"So ist es. Du lernst nichts bei mir. So wie ich gesprungen bin, als ich deine Verwirrtheit spürte, so kannst du der Meister sein."