Thursday, June 30, 2011

Fingerlein

Eines Tages begegnete ich meinem Finger im Traum. Ich erwähnte bereits, dass ich ein Träumer bin? Ok, also ich begegnete meinem Finger im Traum. Ich grüßte ihn automatisch und ging weiter, aber dann wurde ich doch neugierig, wo mein Finger denn wohl so ganz allein ohne mich hin unterwegs war.

Ob er ein Geheimnis vor mir hatte? Ob ich ihn ohne es zu merken brüsk vor die Fingerkuppe gestoßen hatte? Ich folgte ihm und hatte den Vorteil, dass mein Finger keine Ohren besaß. Dann wurde er schneller und ich verlor ihn kurz aus den Augen. Wo er wohl so schnell hin verschwunden sah. Dann hörte ich das Geräusch von Haut auf Haut. Ich folgte dem Geräusch und sah meinen Finger inmitten vieler anderer Finger mitten in einer Art sinnlichem Gewühl. Da wurde gestreichelt, ineinander verhakt. Da gab es einen Ölwasserfall, unter dem Finger aufreizend auf und ab gingen und sich in Öl duschten.

Einige Finger bewarfen sich mit Farbe, andere versuchten sich in ein Gebüsch zu ziehen. Drei Finger stupsten einen Igel immer wider aus anderen Richtungen, sodass der arme Kerl sich zur Kugel einrollte, was ihm aber nicht half, weil er dann immer noch am Bauch gekitzelt wurde.

Nachdem sich alle so richtig eingesaut hatten zogen alle Finger in einer Art Polonaise in eine Bäckerwerkstatt, wo sie sich an den frisch gebackenen Brötchen sauberputzten.

Plötzlich bekam ich ein schlechtes Gewissen. Ich hatte meinem Finger nicht vertraut. Was konnte es harmloseres geben, als das Miteinander von Fingern in einer Sommernacht.

In letzter Zeit esse ich wenig Brötchen. Ja. Das wars wohl Tschüss.

Tuesday, June 28, 2011

Kettenglieder

Als junger Mann wollte ich ein Zauberer werden. Als die Zauberer dann in mein Leben traten, da gähnte ich nur und sagte, ich will nur eins, viele Frauen und viel Geld. Als viele Frauen und viel Geld in mein Leben traten da gähnte ich nur und sehnte mich nach Ruhe und Frieden und Geborgenheit. Als dies in mein Leben trat, da wollte ich Party, ich wollte das größte Partyanimal aller Zeiten werden. Als dies in  mein Leben trat, wünschte ich mir Australien zu sehen. Als dies in mein Leben trat....
  Als dies in mein Leben trat....
        Als dies in mein Leben trat....
             Als dies in mein Leben trat....

 Jeden Tag offen zu sein, für das was wir uns wünschen, erfordert Mut, Dankbarkeit und den Wunsch, Dinge auch zu einem Ende zu bringen. Sei das letzte Glied in der Kette Deiner Wünsche

Monday, June 27, 2011

Dein Geheimnis

Lieber Blogleser,

Du hast ein Geheimnis, dass Du sehr wohl bereits kennst und wirst wahrscheinlich sagen - I wo - Wir haben ein Geheimnis oder wenn es Menschen im Allgemeinen betrifft, wie soll es da ein Geheimnis geben?

Doch es gibt Geheimnisse, die wir Menschen gemeinsam in uns tragen und es ist ein Geheimnis, weil es von den Menschen um uns herum im Alltag ganz häufig nicht genutzt wird. Aber ich und Du wir können es sofort nutzen - das Geheimnis.

Wenn ich annehme, dass die Welt um mich herum nur in meinem Inneren existiert, dann kann ich in meinem Inneren tun und lassen was ich will.  Ich könnte z.b. nach einem zweiten paar Augen suchen und diese Augen auf einen Gegenstand legen, der ein paar Meter von mir entfernt liegt. Jetzt betrachte ich mich durch diese Augen, wie sehe ich aus?

Im Inneren haben wir die Kraft alles zu betrachten, was wir möchten. Vom Schritt der inneren Augen, die ich nun auch an bekannte Orte meiner Erinnerung bringen kann, ist es nur ein kleiner Schritt weiter zu den anderen Sinnen die wir kennen. Ich lege meine Nase in die frisch gewaschene Wäsche z.B..

Soweit so gut. Was kann ich denn jetzt noch machen? Richtig, ich kann die Welt mit Sinnen sehen, die mir im Alltag nicht zu Gebote stehen. Warum verliert ein Vogel seinen Kurs nicht. Nutze ich meinen Orientierungssinn als Taube, um sicher wieder nach Hause zukommen.

Wo ist die nächste Wärmequelle? Meine innere Schlange kann sie fühlen. Usw. usf.

Mit jedem Tier, dass durch den Menschen ausstirbt, verlieren wir einen Teil unserer Welten und unserer Sinne, die uns mit allem um uns herum verbindet. Mensch sein heißt heilig sein. Vergessen wir das nicht und pflegen wir unsere inneren Sinne.

Sunday, June 26, 2011

Blogparade: Die Welt, was kannst Du tun?

Gaba hat am 20. Juni 2011 zur Blogparade aufgerufen und ich möchte mit dabei sein. (http://tinyurl.com/6hkjnln)
Gaba schreibt:
"Das Thema heißt:
Was kannst Du tun, um die Welt ein Stück schöner zu gestalten?

Natürlich braucht eine echte Blogparade auch Spielregeln:
Mitmachen darf jeder, der mitmachen mag..
Wer ein eigenes Blog schreibt oder bei einem Blog mitmacht, ist herzlich eingeladen die Fragen in seinem eigenen Weblog aufzugreifen und seine Veröffentlichung anschließend in einem Kommentar mit diesem Beitrag zu verlinken."
 Ich finde wir leben in einer wichtigen Zeit für das Zusammenleben aller Menschen. Wir sehen einer neuen Völkerwanderung entgegen, in der sich die armen Menschen in anderen teilen der Welt auf den Weg machen werden, um für sich und ihre Kinder ein besseres Leben zu finden.

 Im alten Rom hatte man seine Problem mit den Einwanderern. Alle wie sie da waren, waren sie bereit sich dem römischen Kaiser zu unterwerfen und boten ihm ihre Dienste als Hilfstruppen an. Aber Rom fürchtete die fremden Menschen und wies sie häufig ab. Schließlich wurde Rom von den anstürmenden Menschenmassen über den Haufen gerannt.

Warum konnte Rom in diesen Menschen keinen Gewinn für sich, kein Geschenk für sich erkennen?

Warum können wir in der kommenden Völkerwanderung kein Geschenk sehen, die Menschen als Gewinn für uns erkennen?

Uns fehlen Kinder, uns fehlen Altenpfleger, uns fehlen neue Standpunkte und frische und fröhliche Gesichter. Nach dem zweiten Weltkrieg war der überwiegende Teil der Bevölkerung in Deutschland sehr arm. Und wo sind wir heute? Durch schwere, harte Arbeit haben die Alten von heute uns ein reiches Land aufgebaut. Die Einwanderer von heute könnten dies auch tun. Sie könnten uns helfen mit den Problemen dieser Zeit fertig zu werden.

Warum nehmen wir keine Nordafrikaner als Altenpfleger auf. Wir fragen, willst Du die deutsche Sprache lernen, dich an unsere Gesetze halten und zehn Jahre lang alte Menschen pflegen. Sag ja und wir geben dir dann die deutsche Staatsbürgerschaft.

Warum nehmen wir nicht die ganzen alleinstehenden Flüchtlingskinder auf und geben ihnen eine exzellente Erziehung und Bildung. Die Osmanen begründeten ihre Elitesoldaten auf Kindern aus Feindesländern und fuhren sehr gut damit.

Lange Rede kurzer Sinn. Menschen sind Reichtum für uns alle. Menschen sind Geschenke für die Gesellschaft. Wenn ich meinen Blick darauf richte, warum diese Menschen zu uns kommen, dann kann mein Herz doch nur sagen, lasst sie kommen. Gebt ihnen die Wohnungen im Osten, die jetzt leer stehen und die sonst abgerissen werden müssten. Lasst sie uns bereichern und sie werden dankbar sein und mehr für das Gemeinwesen tun, als alle die, die hier eigentlich immer nur den Arbeitnehmer abkassieren wollen.

Mein Beitrag für eine bessere Welt, den Blick auf die Geschenkseite der angeblichen Probleme richten.


Saturday, June 25, 2011

Zwölf

Zwölf Worte,


Achtsam gewählt,


Keine Zeit für Versuche.


Lieben, lachen, dankbar, sorglos.