Monday, October 1, 2012

Göttin des Alltags



Am Rande meines Herzens
Ragt -  Leere in die Höh'
Nagt Furcht an meiner Seele
Verzagt das Kind an seinem Weh

Am Rande meines Herzens
Ruf leise ich den Namen
Der mich durchdringt mit
Zaubermacht.  Mein Herz
will Deins umarmen

Ganz nah an Deinem Herzen
Oh Göttin wohnt viel Mut
Flutet Kraft mich ohne Grenzen
Wird alles wieder gut.
 

Sunday, September 30, 2012

Wird immer alles besser?

Heute war da ein Ehepaar die spazierengingen. Jeder hatte ein Handy in der Hand und telefonierte.

Ist das die Nähe der Zukunft?

Wenn Mann und Frau sich früher vereinigten, dann fragte er sich, geht sie jetzt in Gedanken durch, was sie alles einkaufen will, während er sich im Kopfrechnen übte oder an die schöne Nachbarin dachte die doch neulich - na wie war das doch gleich...

Wenn Mann und Frau in der Zukunft sich nahekommen, dann nehmen wir Telefongespräche an, surfen uns den Ekstasen entgegen.

Schon heute beenden Menschen telefonierend ihre Beziehungen an den Supermarktkassen, erleben Unbeteiligte Dialoge, die sie niemals hören wollten. Segen, Fluch oder doch noch etwas Drittes. Es wird Zeit für einen Telefonknigge der Neuzeit....

Ich leg' dann jetzt mal auf, auf der anderen Leitung kommt ein Anruf rein...


Friday, September 28, 2012

Alltag

Aldi, ich kaufe eine Kleinigkeit. Suche mir etwas aus. Frage mich, was in dem Laden auf Dauer wirklich gesunde Nahrung ist. Alles industriell veränderte Nahrung. Gehe zur Kasse. Jemand überholt, hastig, wichtig, will vor mir bei der Kasse sein auf die ich zusteuere. Ich habe nur zwei Waren, er einen Wagen voll und er läuft, um mich zu überholen. Kleiner Sieg auf kurzen Wegen im großen Aldi.

Ich versuche ein verärgertes Gefühl abzuschütteln. Der Mann sieht asiatisch aus. Ich nehme die andere Kasse. Ich häte sie nicht genommen, wenn nicht der Drängler an mir vorbeigeschossen wäre. Dann werde ich früher fertig als er. Seine Gier schnell zu sein, führte nicht zum Erfolg, sondern beschleunigte mich. Das gefällt mir irgendwie gut. Während ich aus dem Laden gehe, mustere ich den eiligen Mann. Er ist Teil meines hilfreichen Tempels, auch wenn der Tempel nicht immer weihevoll daherschreitet...


Thursday, September 27, 2012

Kleine Geschichte des Likörs

Sicherlich haben die Menschen vor vielen Tausend Jahren genauso getickt wie wir heute. Dann haben schon früher die Frauen zu ihren Männern gesagt, schaff den Müll endlich raus, es stinkt.
Da der meiste Kram im Müll immer von den Frauen stammt, denn die essen ständig Gemüse und Obst und machen bei der Zubereitung die meisten Abfälle, da haben sich die Männer gedacht pa, was die schon wieder hat.Selber Müll machen und ich soll mich bewegen. Nä.
Ja, dann hat es gegoren und wurde schließlich leckerer Likör, und dann kamen die Männer nach Hause und die Frauen waren alle so lustig und haben viel gelacht - bestimmt war das so...

Bestimmt. Kopf nicken.

Also, überlegt Euch mal, welches Geschenk darin liegen kann, wenn der Müll noch ne Weile an seinem angestammten Ort verbleibt, wo es schön warm ist...




Wednesday, September 26, 2012

Hand



In Deiner lieben Hand
ruht warm mein Finger
ruht
ruht sanft gebettet
ruht sicher und geborgen
auf deiner weichen Haut
sucht forschend 
die vertrauten Flächen, Falten
und auch Furchen
ruht ohne Eile
ruht
sinkt auf Dir nieder
wärmt sich wieder
Wohlgefühl auf kleinem Raum
Wärme, Wonne, zarte Glieder
Hand 
Du wohlgestalte Heimstatt
meiner frierenden Finger
lass mich noch 
ein wenig
ruhn