Tuesday, April 5, 2011

Wenn ich doof bin...

dann wünsche ich mir:
  • Dazu  zu lernen.
  • Eine Rückmeldung von anderen, vielleicht genauso Doofen zu erhalten.
  • Ein Gefühl dafür zu entwickeln.
  • Das Leiden meiner Mitmenschen mit meinem Doofsein zu begrenzen.
  • Doofsein nicht für eine Stärke zu halten.
  • Mir aufs Doofsein nicht auch noch etwas einzubilden.
  • Unsoziales Verhalten für clever zu halten.
  • Doof im Rudel für intelligent zu halten.
  • Das Gegenmittel in einem Kasten Bier zu finden.
  • Meine Identität aufs Doofsein zu gründen.
  • Nicht doof lauthals in die Welt zu schreien.
  • Mein Glück nicht in der Monotonie einfacher Bewegungsabläufe zu suchen, die das Rückgrat abgespeichert hat.

Aber zum so richtig doof  sein gehört es doch sich über das Doofsein keine Gedanken zu machen. Relax. Just be. Jetzt ist der Moment in Deinem Leben Deinen Intelligenzquotienten noch ein wenig abzusenken. Es gibt schließlich schon genug Bücher. Carpe Diem. Doof ist in, der neue Trend.

17 comments:

Lindi Pekel said...

Stimmt schon die ganzen Bücher für doofe sind in...
Ich selber habe noch keines davon gelesen^^

Das Kreativ-Team said...

Tja, wenn sich der Doofe bewußt ist, daß er doof ist, ist wohl das Naturell des Doofen dahin.
Lg,
Sabine

Grey Owl Calluna said...

Ja, über dieses Thema schreibe ich auch immer mal wieder. Aber die "Doofen" erreicht man damit leider nicht, und "wir",.....wissen ja Bescheid.....
Ach ja,.......und nicht zu vergessen, die "Doofen", halten uns für doof.
Liebe Grüße
Grey Owl

Elisabeth said...

Hihi, das ist klasse, lieber Rainer!!! :))

Hm, ja... so ist es...
Auch die Kommentare gefallen mir dazu... tja *grins*

Trotzdem sonnige Grüße zu dir,
ich gehe jetzt etwas lesen ;)
Elisabeth

Gabaretha said...

Lieber Rainer,
ich habe lange nachgedacht, ob ich dazu etwas sagen will.
Es liegt in der Natur vieler Menschen mit Urteilen über andere großzügig umzugehen.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass häufig für "doof" gehalten wird, was nicht verstanden werden kann.
Das Adjektiv "doof" ist ebenso wie "schön" ein subjektiver Wert. Es gibt keinen Maßstab für emotionale Intelligenz und da jeder verschieden tickt, empfindet er auch anderes als doof.
Einen anderen Menschen als "doof" zu bezeichnen zeugt für mich nicht von herausragender Intelligenz, sondern vermutlich von einem eigenen Emotionsstau, der von dem titulierten Menschen in Gang gesetzt (getriggert) wird.
Für mich persönlich ist jeder Mensch ein einzigartiges Wesen mit dem Recht so sein zu dürfen, wie er eben ist. ...und sollte ich tatsächlich mal jemand für "doof" halten, erhalte ich meist ganz schnell Klarheit, wenn ich bei mir selber schaue, was mich an dem Anderen reizt und was solche Gefühle in mir auslöst.
Danke für die Steilvorlage zum Nachdenken.
Allerliebste Sonnengrüße,
besser und besser,
Gaba

Ray Gratzner said...

Liebe Lindi,

warum glaube ich Dir das nicht?

Natürlich nur, weil ich doof bin...
Liebe Grüße zur Bettwäschedesignerin.

Ray Gratzner said...

Liebe Sabine,

das klingt ein wenig nach Problembewusstsein, dass dann zum Lernen führt....

Liebe Grüße Rainer

Ray Gratzner said...

Liebe Grey owl, in wenigen Worten hast Du den wesentlichen Tatbestand eingegrenzt.
Es stimmt Doofe haben eine Riesenliste anderer Doofmänner - schaurig...

Liebe Grüße Rainer

Ray Gratzner said...

Liebe Elisabeth,

Du siehst immer so hübsch aus, auf Deinen Photos, nicht dass Du diesen Eindruck mit zuviel Lesen trübst ;-)

Liebe Grüße Rainer

Ray Gratzner said...

Liebe Gaba,

Du hast für jeden Zustand das richtige Wort. Das beeindruckt mich. Diese Art vom Leiden am Doofen ist Emotionsstau. Touché.

Wohl getroffen. Auch in der Innenschau bekommt man schnell raus, welche Gefühle einen pieksen but isn't it allowed to indulge oneself from time to time, consciously?

Liebe Grüße in das tal der Alphawellen und die Sonnenfrau.

PM said...

Tja, was reizt mich an einem Politiker, der ausquatscht, dass die vorübergehende Aussetzung der Atomkraftwerke-Laufzeitverlängerung nur Wahl-Propaganda ist? Was an der Mischung aus Ignoranz und Arroganz, mit der sich ein Mannsbild, das von meinem Fach nur halb so viel versteht wie ich, mir vor die Nase zu setzen versucht? Was an einem Typen, der mir auf die Pelle rückt und mir auf den Hinweis, dass ich seine Annäherung nicht wünsche, kackfrech erklärt, ich hätte ihn angemacht?

Es gibt eine Art plumpe Dreistigkeit, über die sich nur schwer lachen lässt, weil sie so unverschämt ist und so abwertend für diejenigen, die sich sich gefallen lassen müssen. Fremdschämen wäre vielleicht noch eine Option, aber die Akteure dieser Dreistigkeiten fühlen sich mit ihrem Verhalten so überlegen, dass einem selbst das im Hals stecken bleibt.

Den Politiker, Pseudo-Boss usw. als doof zu bezeichnen, trifft es eigentlich nicht. Oft genug wissen sie zumindest ansatzweise, was sie da tun; sie sind keineswegs dumm. Aber es hilft mir, solche Leute doof zu nennen. Anderenfalls müsste ich sie ernst nehmen. Dann müsste ich mich mit ihrem Bild von mir auseinander setzen, dem Bild, das sich in ihrem Verhalten mir (uns) gegenüber widerspiegelt.

Und ich bin nicht wirklich bereit, diese Energie in sie zu investieren.

Ray, ich mag Deinen Post.

LG
PM

Ray Gratzner said...

Liebe PM,

ja wenn man diese Menschen ernst nimmt, dann wird einem die bewusste Ausbeutung anderer, ein ungeschälter Egoismus klar und der ist erstmal erschreckend abstoßend...

Liebe Grüße an PM

Irmi said...

Lieber Rainer,
doof ist man erst, wenn man nicht erkennt, dass man doof ist. Und deshalb laufen auch so viele Doofe draussen rum.
Lieeb Grüße
Irmi

Ray Gratzner said...

Liebe Irmi,

ich bin begeistert. Danke für diesen praktischen Blick aufs Thema. Auch hier das Wesentlich in aller Kürze eingefangen...

Liebe Grüße an den Neckarstrand
Rainer

Ashmodai said...

Ich halte es oft mit "Stupidity should be painful".

Ray Gratzner said...

Liebe ashmodai,

ob das der Grund für die Kostenexplosion im Gesundheitswesen ist?

Vielen Dank für diesen Gedanken..
Liebe Grüße Rainer

zentao said...

Lieber Rainer
doof sind doch immer nur die anderen.
Liebe Grüsse zentao