
Schule und Gesellschaft haben Erwartungen in uns hinein gepresst. Sei ein guter Arbeiter, ein guter Vater, ein guter Kirchgänger, ein guter Soldat, ein guter Steuerzahler, halte das Maul, wenn du arbeitslos bist. Wir müssen uns reinigen von all diesen Erwartungen, bevor wir die Stimme unserer Erwartungen an uns selbst laut und deutlich vernehmen können.
Eine individuelle Stimme, die uns auf unseren Weg bringt, den keiner so geht und auch kein anderer gehen kann. Wir Menschen ergänzen uns durch Vielfalt und nicht durch Gleichartigkeit. Wer wollte seinem Klon überall begegnen, der ständig das Gleiche sagt, das Gleiche trägt.
Vielfalt, Vielfalt du mein Vergnügen.
Und um die Vielfalt zu genießen, müssen wir uns die Kraft zum Genuss geben.
Uniformität der Gruppen fordern Preise. Minderheiten werden von anderen Gruppen verfolgt, die sich selbst zur Norm erheben möchten.
Vielfalt ist das Vergnügen der Weisen.
Wenn ich die Vielfalt heute begieße und fördere, dann sprießt der Garten des Lebens.
Wenn ich mit dem Unkrautflämmer die Vielfalt auslösche, blicke ich auf eine überschaubare Steinwüste. Ich bin dann nicht mehr bereit in mir eine Vielfalt zu vermuten oder zu zu lassen. Ich knechte mich, um andere zu knechten. Nein. Ich heiße die Vielfalt in mir und anderen willkommen.
Vielfalt ist Kraft - Vielfalt ist Vergnügen.



