Monday, August 11, 2008

Sexualität und Partnerschaft I



Sie sah mich an und schnitt ein neues Thema an. "Sexualität, mein Lieber, ist ein Dorn im Fleisch der Menschlichkeit. Wir alle leben unser Leben und spüren diesen Drang in uns, uns einen Partner zu suchen und Kinder gebären zu wollen. Wären wir nicht alle unendlich freier, könnte wir es ohne die Hilfe eines Partners tun, diesem Drang zu folgen?"

"Meinst Du, es ist so schlimm einen Lebenspartner zu haben?", fragte ich.

Sie winkte ab. "Es geht nicht um das Thema schlimm oder nicht schlimm, dieser Partner oder jener Partner, denn du erinnerst Dich, dass Gefühle gewählt werden können. Es gibt keine Macht auf Erden, die es mir verwehren kann, meine Gefühle so zu wählen wie ich es empfinde. Nebenbei gesagt, welche Macht auf Erden würde die Gefühle von Frauen schon vermissen. Ich kenne keine Macht dieser Erde, für die menschliche Gefühle einen besonderen Wert darstellt und der Grund dafür ist, dass die Menschen an der Macht, ihre Gefühle auf dem Weg dahin zurücklassen mussten. Es ist einfach eine Frage der Macht. Wer in seinem Leben viel bestimmen möchte für andere, der darf nicht in der Maske des Gefühls auftreten, sonst halten ihn seine Mitspieler für schwach. "

"Eiskalte Berechnung und Kalkül und ggf. auch Dinge tun zu können, Dinge sagen zu können, die die Massen gut heißen, das ist die Welt der Mächtigen, die die Akzeptanz von Anderen gewinnen."

"Warum sage ich das? Weil es häufig so ist, dass Männer einen Plan machen, um eine Frau zu gewinnen. Tue dies und Ihr Herz erblüht, tue das, und sie will Dir nahe sein, tue jenes und sie möchte das Bett mit Dir teilen. Solange diese Ideen des Planes, mit der Persönlichkeit des Mannes übereinstimmen, solange ist er ehrlich und glaubwürdig. Versucht ein Mann eine Frau zu gewinnen mit Mitteln, die er als Person in sich nicht wieder findet, dann hat er sich auf den Pfad der Verführung begeben, der Pfad der Manipulation, der Weg der Macht. "

"Und wenn nur jede Lüge der Verführung später zu zwei Lügen zur Verhinderung der Aufdeckung und zu zwei Lügen der Fortsetzung der Machtausübung führen, dann ist die junge Verbindung bald nur mehr ein Geflecht von Lügen. Frauen entdecken über kurz oder lang jede Lüge, warum sich also dem Risiko in der Zukunft aussetzen wollen und warum nicht eine Frau als Partner wählen, die freiwillig kommt?"

"Um wieviel mehr mag sich ein Mensch geliebt fühlen, wenn er um seiner selbst willen, so wie er ist, geliebt wird? Wäre es da nicht besser auf jedes Balzen und Imponieren zu verzichten, und zu schauen, wer da Deinen Weg kreuzt, wer sich zu Besuch ankündigt und dann über Nacht bleibt?"

Ich nickte nachdenklich. "Und warum tun Männer das nicht, vielleicht weil sie andere Frauen im Sinn haben als die, die bei ihnen bleiben würden?"


Wird fortgesetzt...

Sunday, August 10, 2008

Unermessliche Gleichmut


Für die Buddhisten ist die unermessliche Gleichmut eine bedeutsame Sache. Die Gleichmut macht unerreichbar für die Unterscheidung von Freund und Feind. Für alle fühlenden Lebewesen wünscht sich der Buddhist gleichermaßen Liebe, Glück und Freude. Er entgeht so dem Konflikt von Freund und Feind und verschwendet keine mentale Energie in Konflikten, die aus der Bindung an Werturteile und Begehren resultiert.

Die Buddhisten wissen, dass Gleichmut mit 'sich nicht kümmern' verwechselt werden kann, in dem sie eine Form des Egoismus sehen.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Warum nicht einen Blick auf die Erzfeinde im eigenen Leben werfen und in ihnen zum Ausgleich Freunde sehen, bis sich ein Gefühl der Gleichmut einstellt, die es mir ermöglicht auch diesen Menschen Liebe, Glück und Freude in ihrem Leben zu wünschen.... Fühle ich mich hinterher besser?.....Bin ich mehr im Fluss... Ich meine schon.

Und weiß nicht auch schon Plautus, "Bei Trübsal ist Gleichmut die beste Würze."

Saturday, August 9, 2008

Secrets of Yogi Philosophy

William Walker Atkinson

Zur Zeit lese ich Secrets of Yogi Philosophy von Yogi Ramacharaka = William Walker Atkinson

Er schreibt da über die sieben Prinzipien des Menschen, in denen er eine aufsteigende Wertigkeit sieht.

7. Spirit.
6. Spiritual-Mind.
5. Intellect.
4. Instinctive-Mind.
3. Prana, or Vital Force.
2. Astral Body.
1. Physical Body.


Veröffentlicht wurde es um 1903 und ich meine man merkt dem Verfasser einen gewissen Zeitgeist an, wenn er schreibt:
"Das fünfte Prinzip, der Intellekt, hat sich bis zu einem gewissen Grad entfaltet,
besonders in den weiter fortgeschrittenen Männer heutzutage, aber die Entfaltung
fängt bei Vielen erst an. Viele Männer sind kaum mehr als
Tiere und ihre Köpfe funktionieren fast ausschließlich auf der instinktiven
Ebene.....

In einigen der niederen Tieren hat vierte Grundsatz eine geringe Färbung durch das fünfte Prinzip erfahren, und das Tier zeigt Anzeichen für eine schwache Argumentation. Auf der anderen Seite ist in einigen der unteren Formen des Menschen -des Buschmannes, zum Beispiel- der vierte Grundsatz kaum spürbar geprägt vom künftigen fünften Prinzip, und der "Mann" ist kaum mehr als ein Rohling, in der Tat ist eher ein geistiger Rohling als einige der höher domestizierten Tiere die seit vielen Generationen in enger Gesellschaft mit Menschen leben, und geprägt wurden von seinen farbigen psychischen Emanationen. "

Kann es denn sein, dass man sich mit der Suche nach Wissen beschäftigt, und hat eine so geringe Meinung von Menschen, die einfach nur anders leben als die Europäer? Können die Menschen vor der Erfindung des Krieges nicht schon kulturelle Höhenflüge hinter sich haben, die die mündliche Überlieferung nicht mehr kennt. Jede Generation muss ihr Wissen in ihre Worte und Vorstellungen kleiden, passen wir auf, das wir nicht die Gefangenen des Zeitgeists bleiben. Für mich bleiben alle Menschen gleich, auch wenn ich noch lange nicht mit jedem von Ihnen meine Wohnung teilen würde.

Aber warum sollte ein Schamane/in der Eiszeit kulturell oder intelektuell mir unterlegen sein, weil ich weiß, wie ich einen Kühlschrank kaufen kann? Es ist immer einfach die Schwächen von jemand anderen zu sehen, wenn man für seine Stärken noch keine Worte kennt.

Du kannst eine Kopie des Buches hier downloaden.

Thursday, August 7, 2008

Das gefährliche Wort Aber.

"Aber da fiele mir ein..."

Es ist schon eine Weile her, da erklärte mir ein Geschäftsführer die Tücken und die Gefahren des Wortes aber. Die Menschen nicken und mit dem Wort aber leiten sie ihre Ablehnung ein. Bald schon haben sie so viele Argumente hinter dem Aber vorgebracht, dass keiner mehr bereit ist etwas zu tun. Ein Geschäftsführer möchte natürlich, dass die Menschen das tun, was er will. So gesehen ist das Wort aber ein gefährliches Wort.

Bei Licht besehen ist der wesentliche Punkt jedoch, ob es sich um einen berechtigten Ein- oder einen Vorwand handelt, der auf das Aber folgt. Vorwände sind nur Ausweichmanöver, um nichts tun zu müssen.

Kennst Du das auch, Du möchtest etwas ändern, aber es klappt nicht. Immer wieder kommt Dir etwas dazwischen. Hast Du Deine aber – Argumentationen schon einmal betrachtet? Und hast Du dir gegenüber Ein- oder Vorwände?

Wednesday, August 6, 2008

Suche


Vor einigen Jahren war ein Freund von mir mit ein paar Bekannten zum Zelten unterwegs. Ich wusste nicht genau, wo er zeltete und überlegte mir eine kleine Übung. Ich fragte mich, ob ich in der Lage wäre einen Menschen zu finden, den ich kenne, aber dessen genauen Aufenthalt ich nicht kenne. Warum es nicht ausprobieren?

Ich dachte an meinen Freund, stellte mir sein Bild vor und versuchte das Bild zu fühlen. Dann setzte ich ich auf mein Mofa und fuhr los. Das Wetter war schön, die Temperaturen warm. Die Welt ist schön dachte ich. Ich stellte den inneren Dialog ab und konzentrierte mich auf eine unbekümmerte Stimmung.


Nach ungefähr zwei Stunden war ich in der ungefähren Gegend angekommen. Eine ländliche Gegend, die von Forstwald, Wiesen und Acker geprägt waren. Weit und breit waren keine Menschen zu sehen, zu hören oder zu riechen (Lagerfeuer). Eine Weile fuhr ich umher und ein Gefühl des Versagens breitete sich in mir aus, da ich weit und breit niemand ausmachen konnte. Zusammen mit der absteigenden Stimmung wusste ich nicht in welche Richtung ich fahren sollte. In dieser Gegend konnte ich wochenlang durch Waldwege fahren, ohne jemanden zu treffen!


Ob es unmöglich war? Ob es doch ein Unterschied war enthusiastisch über esoterische Möglichkeiten nach zu denken. Mir war klar, dass sich eine erfolgreiche Übung nur mit einer gelassenen unbekümmerten Stimmung einhergehen konnte. Ich ließ los. Es war egal ob ich Erfolg haben würde oder nicht. Wieder konzentrierte ich mich auf meinen Freund, fühlte das Bild und fuhr los. Intuitiv bog ich eine Viertelstunde später in einen Waldweg ab, an dem ich ein paar Minuten später erst Autos und dann auf einer Lichtung Zelte entdeckte. Ich hatte meinen Freund gefunden. Ich leistete ihm ein wenig Gesellschaft, wir tranken ein wenig Wein.

Sei unbekümmert und fühle was Du suchst.........