Wednesday, June 10, 2009

Überstunden und die Sahara



Zurzeit ist auf der Arbeit viel zu tun. Ich komme wenig zum Surfen, geschweige denn dazu, meine vielgeliebten Blogs zu besuchen, wo sich bestimmt schon soooo viele tolle Posts befinden, die ich verpasse....aber wenn ich Überstunden mache und noch versuche für die Uni zu lernen und pi, pa, po... Anderes.... dann bleibt nicht viel Zeit übrig.


In letzter Zeit geht mir immer wieder eine Vorstellung durch den Kopf, dass man einen Kanal bauen sollte. Der Kanal sollte vom Meer in die Sahara führen. Das ganze Meerwasser würde in der Sahara verdunsten und vielleicht begönne es wieder dort zu regnen und die Sahara würde grün.

Mir gefällt der Gedanke. Vielleicht gibt es eine Strecke in Afrika, die vom Meer bis in die Sahara hinein relativ auf Meereshöhe bleibt, damit nicht so viel gegraben werden muss.

Andererseits, ein Kanal würde versanden, vielleicht müsste man Röhren verlegen bis zu dem gigantischen Seebecken, aus dem Tag für Tag Wasser in den Himmel steigen würde. Wäre das nicht ein schönes Konjunkturprogramm für Europa - die grüne Sahara?

Hmmm....

Sunday, June 7, 2009

Liebe, Konradin IV und Friedrich von Baden

Der letzte Stauferkönig ging 16 jährig auf das Schafott zusammen mit seinem Freund Friedrich von Baden. Wenn ein Mensch früh stirbt, scheint es mir sehr tragisch. Tragischer, als wenn ein Mensch alt stirbt.

Vernichtet wurde er von Karl von Anjou, der mit dem Tod des letzten Staufers seinen eigenen Herrschaftsanspruch auf das Königreich Sizilien sichern wollte, das ihm widerrechtlich vom Papst als Lehen gegeben wurde.

Die ganze Anklage gegen den König war eine Farce und die damaligen Zeitgenossen empfanden die Hinrichtung als ausgemachte Schurkerei. Spätere Könige waren vorsichtiger darin, königliches Blut zu vergiessen.

Klaus van Eickels (Bamberg) weiss über die Beziehung der beiden jung gestorbenen zu sagen:

"...Ein deutscher Ritter und ein französischer Graf bringen aufgrund eines Gelübdes und einer Vision ihre Söhne nach Rom, um sie dort vom Papst taufen zu lassen. In Lucca treffen sie sich. Die Knaben schließen sogleich Freundschaft und weigern sich fortan, ohne den anderen etwas zu essen oder zu schlafen. Ihre Freundschaft bewährt sich in den unterschiedlichsten Wechselfällen des Lebens. Als sie schließlich sterben, werden sie in unterschiedlichen Kirchen beigesetzt, da ihre Reliquien begehrt sind. Durch ein Wunder jedoch wird das Grab des einen an die Seite des anderen entrückt, so daß sie auch im Tode nebeneinander ruhen. Gemeinsame Bestattung ist auch für Konradin und Friedrich von Baden, die 1268 in Neapel gemeinsam in den Tod gingen, belegt...."

Quelle: Die Sprache der Liebe und die Gesten männlicher Freundschaft im Mittelalter

Ungeachtet der heute mitunter etwas homophoben aber langsam entspannter werdenden Gesellschaft, war es im Mittelalter eine besondere Geste der Liebe und Verbundenheit unter Männern, wenn sie mit anderen Männern zusammen speisten und das Bett teilten...

Thursday, June 4, 2009

Rilke

Wednesday, June 3, 2009

Wie schmeckt das Salz der Freiheit?



"Friede den Hütten! Krieg den Pallästen!

Im Jahr 1834 siehet es aus, als würde die Bibel Lügen gestraft. Es sieht aus, als hätte Gott die Bauern und Handwerker am 5ten Tage, und die Fürsten und Vornehmen am 6ten gemacht, und als hätte der Herr zu diesen gesagt: Herrschet über alles Gethier, das auf Erden kriecht, und hätte die Bauern und Bürger zum Gewürm gezählt. Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag, sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigne Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf dem Acker. Der Bauer geht hinter dem Pflug, der Vornehme aber geht hinter ihm und dem Pflug und treibt ihm mit den Ochsen am Pflug, er nimmt das Korn und läßt ihm die Stoppeln. Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag; Fremde verzehren seine Aecker vor seinen Augen, sein Leib ist eine Schwiele, sein Schweiß ist das Salz auf dem Tische des Vornehmen."

Georg Büchner 1834, aus dem Hessischen Landboten



Wenn wir so arbeiten gehen, und uns fühlen wie eine "Schwiele", auf wessen Tisch sind unserer Arbeit Früchte dann das Salz?

Frei sein zu wollen und im eigenen Leben den Freiheitsgrad systematisch zu erweitern bis -

bis eines Tages die eigene Arbeit das Salz auf dem eigenen Tisch ist, das ich freiwillig weiterreiche, wann ich will, das ist ein lohnendes Ziel. Ohne den einsamen Wunsch sich zu befreien, der nicht verhandelbar ist und den ich mit niemanden teilen kann, weil Freiheit unteilbar ist, ohne den einsamen Wunsch, der für jedermann unerreichbar sein muss, damit er wirklich wird, ohne diesen Wunsch, ist alles nur Gefängnis.



Monday, June 1, 2009

Transparenz ist schön...

Zukünftige Sommermode

Heute bin ich spazieren gegangen. Das Wetter war schön, der Himmel blau, obwohl es auch Stellen in der Eifel gab, wo sich dunkle Wolken zusammenzogen.

Und dann gab es sie wieder zu sehen. Diese weißen Sommerhosen, die so leicht sind, dass man ohne weiteres hindurch sehen kann. Einige Menschen sind diskret. Sie tragen so lange Hemden, dass sie ihnen über den Hintern hängen. Andere eher nicht.

Vor mir ging eine Weile eine Dame, die einen weißen Stringtanga mit Schleifchen trug. So viel Einblick hatte mich nicht unbedingt interessiert.

Dazu fällt mir das Märchen vom Kaiser ein, der so feine Kleider trägt, dass er am Ende nackt umherläuft, weil es die allerneuste Mode ist. Hallo, merkt eigentlich keiner, dass wir wieder auf dem Weg dahin sind...

Vielleicht entrichten wir demnächst nur eine Fkk-Gebühr beim nächsten Bekleidungshändler unseres Vertrauens und dann geht es hinaus in die Sommerlust...