Saturday, October 10, 2009

Klischeegeneratoren


Als die Eisenbahn die Welt eroberte, da schuf sie einen neuen Lebensraum. Das Sitzen im Abteil.

Mit dem müßigen Sitzen kam der Wunsch nach Unterhaltung, die Passagiere lasen Billigromane.

Mit der Erfindung des Fernsehers und der fortschreitenden McDonaldisierung des Lebens, fluten die Sopa Opera's und die Serien die Wohnzimmer der Menschen.

Im Internet finden sich Bullshit-Generatoren, die auf Knopfdruck unsinnige Sätze von sich geben, die einigermaßen gelahrt klingen...

Mir kommt es manchmal so vor, als ob die Drehbücher von Computern geschrieben werden, die Klischees miteinander kombinieren und als Drehbuch rausschmeißen.

Frau/ Mann betrügt Frau /Mann mit/um Geld, Mann, Frau, Drogen, Ideen, Religion.

Wegen unglücklicher Kindheit, Alkohol, Mißbrauch, Gewalt, Obsession.

Eine tibetanische Klischeemühle übergibt sich in bunten Bildern in die Welt.... Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute... schneller und schneller. Eine bunte mentale Wüste...

Wednesday, October 7, 2009

Miteinander Reden


Zwei Menschen im Dialog können sich ermüden oder stärken oder noch vieles mehr.

Müde fühle ich mich, wenn ich mich an dem anderen Menschen abarbeite, ohne bei einem Ergebnis anzugelangen, das mir wichtig ist, das ich für etwas Neues halte.

Gestärkt fühle ich mich, wenn mich das Gespräch im Gefühl verändert zurücklässt. Ein Gefühl die Welt gemeinsam zu berühren und gemeinsam weiter gedreht zu haben - selbst wenn jeder Gesprächsteilnehmer, die Welt nur um seinen eigenen Nabel drehte.

Würdest Du mit einem Menschen dauerhaft Kontakt pflegen, wenn Du dich nach dem Gespräch stets schlecht fühlen würdest?

Tuesday, October 6, 2009

Es war einmal, irgendwo in Deutschland



Es war einmal irgendwo in Deutschland auf einer Bundesautobahn, BAB. Ein Ford Fiesta mit einer Höchstgeschwindigkeit von 163 km/h kämpft sich am Limit der Tachonadel über das monotone Straßengrau. Ein seliges Lächeln liegt auf dem Gesicht des Fahrers. Ein schöner und erbauender Anblick.

Doch seit ein paar Minuten legt sich ein Anflug von Sorge auf das Gesicht des Fahrers. Denn am Horizont, im Rückspiegel an der typischen Silhouette zu erkennen, nähert sich der Feind. Ein Mercedes 190. Viele Minuten hat er gebraucht um auf seine Höchtsgeschwindigkeit von 165 km/h zu kommen und er kennt nur ein Ziel, jeden Ford Fiesta zu überholen. Irgendwann, als wenn zwei Schnecken einander begegnen, hat der Mercedes 190 den Fiesta fast erreicht. Schon seit 5 Minuten gibt der Mercedesfahrer mit Blinker und Lichthupe zu erkennen, dass er zu überholen gedenkt.

Der Ford Fiesta zieht rüber auf die rechte Seite und in den nächsten 10 Minuten wird der Mercedes 190 mit ca. 2 bis 0,5 km/h über holen. Glücklich wird er am Schluss die Faust zum Himmel ballen und weiter auf den Horizont zu brettern, wo er die Aussicht des Fiestas noch eine knappe Stunde verschandeln wird.

Glück und Unglück von Männern liegt manchmal so nah bei einander - ergreifend nah...

Sunday, October 4, 2009

Der Augen Sehnsucht nach Wärme

Soviel wird über das Licht geredet. Meine Licht, dein Licht. Mir begegnete die Dunkelheit in einer schlimmen Stunde meines Lebens und eh ich mich versah, schien das Licht aus allem was mich umgab gewichen zu sein.

Doch wünschen und sehnen sich die Augen nicht auch nach Wärme. Wie sieht die innere Welt aus, wenn ich nur noch Wärme fühle? Gehe ich dann nicht unwillkürlich auf die Wärme in meinem Leben zu, sehe ich nicht die Kaltherzigen nur noch am Horizont?

Die Augen wissen Wärme zu sehen. Denkt mal an bekannte Menschen und stellt euch ein Thermometer dazu vor? Was lest ihr ab? Wie müsst ihr Euch kleiden, in der Nähe dieser Person. Pullover oder Sommerkleidung?

Friday, October 2, 2009

Wenn ... aber ...


Wenn ich heute schlecht drauf wäre, dann würde ich sagen, das das Leben wie eine unendlich lange mühselige und dreckige Mail über stinkende Misthaufen ist.

Bin ich aber nicht. *Freu*

Statt dessen sage ich, dass wir uns jeden Tag aufs Neue mit Schönheit und Glück verbinden können, wir müssen beides in uns auch füttern, damit es nicht verhungert.