Monday, December 3, 2012

Der arme Mann

Es war einmal ein armer Mann, der hatte sein Leben lang gearbeitet und hatte das Gefühl, egal wieviel er auch arbeitete, er kam nicht an, er wurde kein reicher erfolgreicher Mann.
Der arme Mann hatte drei Töchter und wann immer er traurig war, eine seine Töchter fand sich, die ihn wieder aufheiterte. Wenn er hungrig war, dann brachte eine seiner Töchter ihm was zu essen. Wenn er krank war, wachte seine Frau an seinem Bett.
Egal wie arm er auch war, an seiner Seite ging stets eine Frau, die an seinem Leben, an seinen Gefühlen Anteil nahm. Fast war es ihm zuviel. So viele Gefühle, für die es überhaupt nicht genug Männerworte gab und doch fühlte er sich so glücklich und wünschte, er könnte seiner Frau und seinen Töchtern auch mehr Glück schenken, in dem er ihnen mehr Geld bieten könnte.
Da kam ein reicher und erfolgreicher Mann, der forderte den armen Mann auf ihm zu folgen. "Ich mache Dich reich, folge mir."
Da nickte der arme Mann und folgte dem reichen Mann in sein großes Haus, in dem ihn seine Töchter und seine Frau nicht besuchen durften. Jeweils am Wochenende bekam er sehr viel Geld, dass er reichlich nach Hause schickte. "Jetzt sind sie glücklich", dachte der arme Mann froh.
Aber niemand war mehr um ihn herum, der sich um ihn kümmerte. Keine Töchter, keine Ehefrau - nur Arbeit und viel Geld. Das muss wohl so sein seufzte der arme Mann und sparte weiter Geld, bis er reich geworden war. Dann ging er zurück zu seiner Familie. Seine Töchter waren aus dem Haus gegangen und hatten eigene Familien. Sie hatten keine Zeit mehr für Ihren Vater. "Wo warst Du, als wir Dich brauchten?", fragten sie.

Seine Ehefrau erkannte ihn auch nicht mehr. "Früher als armer Mann, da warst Du fröhlich und gesund, aber jetzt als reicher Mann bist Du krank und einsam. War es das wert?"
"Habe ich euch nicht Geld geschickt?"
"Haben wir Dich darum gebeten? Wir hatten Dich jeden Tag um uns herum, und wir fühlten uns vollständig und glücklich. Als Du fort warst, weil wir so arm waren, da fühlten wir uns alle schuldig, dass Du so hart arbeiten musst, weit von uns entfernt und so eilten die Kinder aus dem Haus, um uns nicht zur Last zu fallen. Hast Du denn nicht gemerkt, dass des anderen Last zu sein, uns allen das Glück gegeben hat, gebraucht zu werden? Nein, Du hattest kein Recht alleine zu entscheiden, das unser aller Glück Dein Reichtum ist?
Der Mann spürte, dass seine Frau recht hatte. Also nahm er all sein Geld und trug es aus dem Haus und gab es in gute Hände, dass es gut verwaltet war.
Er selber kehrte zurück und wurde krank und sprach zu seiner Frau, "all mein Geld habe ich verloren. Ohne Dich bin ich verloren". Da pflegte seine Frau ihn und lernte ihn wieder zu lieben. Und seine Kinder kamen und brachten ihrem armen Vater zu essen. Und als er gesund war, da half er ihnen, bei ihren Problemen und dann und wann, wenn es denn gar nicht anders ging, da fand er zufällig noch ein wenig Geld udn verschenkte es.
Aber arm und als Last - war er doch am glücklichsten.




Sunday, December 2, 2012

Vorweihnachtliches

Gestern abend war ich in Köln auf dem Weihnachtsmarkt, den Weihnachtsmärkten? Denn wenn ich am HBF ankomme, kann ich über den Weihnachstmarkt vor dem Dom gehen, den am Heumarkt, den am alter Markt, es ist wie eine lang gezogene schier endlose Kette an Buden, die ich betrachten kann.
Nebenbei ist es ratsam sich zu allererst, sofort und konsequent, einen Glühwein zu gönnen, sonst könnte es sein, dass das Gedränge nervt.Gerade am Dom schieben sich die Menschen durch die engen Budengassen und bilden Pfropfen, die sich gemeinsam weiterschieben. Meistens vor den Fressbuden entstehen Schlangen, die dann zu verstopften Wegen führen. Wenn da mal nur nie eine Panik entsteht...

Die Kölner haben einen großen Weihnachtsbaum aufgestellt und haben ein Lichternetz rund um den Baum gespannt, sodass der Baum durch die künstliche Lichtverbreiterung riesig wirkt. Das hat mir gut gefallen

Deswegen bin ich gleich Richtung Heumarkt und alter Markt weitergezogen, wo das Gedränge weniger dicht ist und ich die Auslagen der Buden in Ruhe anschauen und genießen konnte.  Am alter Markt haben sie das Thema Heinzelmännchen.

Spirituell betrachtet, ist es viel leichter in Menschenmengen Kontakt zur inneren Vielfalt und Vollständigkeit zu finden, als wenn  ich alleine durch ein Stadt gehe. Die Menschenmenge gibt auf der einen Seite sehr viel, auch wenn das Gedränge mitunter stört. Ich brauche das Bad in der Menge - von Zeit zu Zeit...





Friday, November 30, 2012

Licht, Liebe, Kraft

Hallo, eine längere Zeit bin ich nicht zum Posten gekommen. Manche inneren, seelischen Prozesse brauchen Zeit und Geduld und so war meine Aufmerksamkeit an inneren Orten gebunden. Nun hoffe ich wieder regelmäßiger zu posten...

Es war einmal ein Bauer, der hatte Vieh. Jede seiner Kühe hatte er lieb und so war er ein sehr armer Bauer, denn er vermochte keine seiner Kühe zu verkaufen, um sie schlachten zu lassen und so lebte er vom Ertrag der Milch.

Eines Tages wurde ein kleines Kälbchen geboren, das als einziges in der Herde ein rotes Fell besaß. Dieses Kälbchen sonderte sich immer ein wenig von der Herde ab und weil der Bauer spürte, das mit diesem Kälbchen etwas war, kümmerte er sich häufig um das rote Tier.

Er sprach mit ihm, er verbrachte Zeit mit dem Kälbchen, er umarmte es, er fütterte es besonders gut. Doch alles half nichts, das Tier mied die Herde aber es fasste Vertrauen zum Bauern und kam immer sofort angelaufen, wenn der Bauer in die Nähe kam.

Dann wurde der Bauer krank und konnte sich eine Weile um die Tiere nicht kümmern. Als er wieder gesund war und nach der Herde sah, da wollte das rote Kälbchen, das mittlerweile eine Jungkuh geworden war nichts mehr von ihm wissen. Als er zu der roten Jungkuh ging, da ließ die Jungkuh viele Dunghaufen auf sein Schuhe fallen und lief davon. Der Bauer sollte die Kuh niemals wieder sehen.

Dort aber, wo die Kuh ihren Dunghaufen gesetzt hatte, dort wuchs ein wunderschönes Bäumchen. Erst eins, dann zwei, dann viele und ein kleines zauberhaftes Wäldchen entstand, das viele andere wilde Kühe aus der Umgegend anzog und so verlor der Bauer eine Kuh, gewann aber viele andere dazu.

Manchmal aber saß der Bauer abends an einem Baum gelehnt und fragte sich, was die rote Kuh wohl jetzt machte. Ob sie eine Herde gegründet hatte und ob sie viele Abenteuer erlebte? Und dann meinte er sie laut muhen zu hören von ganz weit her. Und er wusste, die Kuh ist glücklich - wo immer sie auch sein mag. So saß er lächelnd in seinem schönen neuen Garten.


Monday, November 5, 2012

Öffentlicher Nahverkehr.

Zurzeit probiere ich den öffentlichen Nahverkehr aus. In Nordrheinwestfalen mit dem Auto auf den Autobahnen unterwegs zu sein, ist wegen der vielen Baustellen so stauintensiv und nervig, dass der öffentliche Nahverkehr durchaus eine Alternative sein kann. Obendrein steigt der Spritpreis ins Unendliche und  so sollte ich als Verbraucher dazu beitragen, dass der Umsatz bei den Oligopolisten ausbleibt.

Was ist anders?

Zum einen hatte ich in den letzten Tagen eine Menge Körperkontakt, denn aus irgendeinem Grund sind die Züge mit zuwenig Sitzplätzen ausgestattet, sprich die Bahn setzt für meinen Geschmack zuwenig Wagen je Zug ein. Wer höflich beim Einsteigen ist und lässt Frauen und Behinderten beim Zusteigen den Vortritt, wird keinen Sitzplatz mehr finden.

Die Menschen haben alle Smartphones in den Händen. Alle blicken wie hypnotisiert auf die kleinen Bildschirme und nur noch wenige Leute sitzen einfach nur da und widmen sich ihrem inneren Dialog oder lesen ein echtes Buch....

Nervig finde ich, dass Züge einfach so ausfallen können und dann bin ich auf dem Weg nach Hause fast eine Stunde länger unterwegs.

Schön finde ich generell das bunte Leben und Treiben auf den Hauptbahnhöfen. Die Buchhandlungen, Fressläden, Kaffebuden und sonst etwas. Langweilig ist es nie und anders als beim Autofahren, kann ich mal einfach die Augen schließen oder ein wenig lesen...

Und wenn es richtig eng wird, dann sitzen sie auf diesen Treppen..


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Sunday, November 4, 2012

Mal ehrlich

Als ich noch jung war, da hörte ich immer die Kampfschreie, befreit Grönland vom Packeis. Innerlich habe ich über die Spinner gekichert, aber ich muss  Selbstkritik üben. Ich war arrogant und überheblich. Grönland wird in der Tat bald vom Packeis befreit sein. Geradezu prophetisch, war das damals.

Nun wissen die armen Eisbären gar nicht mehr wohin, also die, die immer diese süßen Eisbärbabies produzieren - lauter kleine Knuts. Wusstet ihr, dass Eisbärenmilch 9 mal mehr Fett als Muttermilch hat. Mann!!!!!
Die Gelegenheit für eine Win-Win-Situation.

Wir machen hier in Deutschland Milchwirtschaft auf der Basis von Eisbärenmilch. Stellt euch das mal vor. Abends gehe ich an den schönen Wiesen entlang und dort grasen friedlich die Eisbären und weil die Milch soviel fetter ist als Kuhmilch, brauchen wir gar nicht so viele Eisbären wie Kühe vorher.

Die Bauern scheren die Eisbären immer schön nackt, weil denen hier viel zu heiß ist und so sehen wir die wunderschöne schwarze Farbe der Eisbärenhaut, als schwarze Punkte in der schönen deutschen Landschaft. Herrlich.

Ich möchte an dieser Stelle auch einmal gegen diesen merkwürdigen Werbespot protestieren. In Großaufnahme sind da zuerst die wogenden Möpse  Brust einer jungen Frau zu sehen, dann ein Mops, der hechelnd mit heraushängender Zuge neben ihr herläuft, dann zwei junge Bademeister, diesmal ohne hechelnde Zungen, dann wieder der Mops dann wieder die M**** Brust der jungen Frau und dann die Bademeister. Ich verstehe diese Bildsprache ziemlich genau und sage Nööö, also ehrlich....Primitiver geht es wohl nicht...