Es war einmal ein armer Mann, der hatte sein Leben lang gearbeitet und hatte das Gefühl, egal wieviel er auch arbeitete, er kam nicht an, er wurde kein reicher erfolgreicher Mann.
Der arme Mann hatte drei Töchter und wann immer er traurig war, eine seine Töchter fand sich, die ihn wieder aufheiterte. Wenn er hungrig war, dann brachte eine seiner Töchter ihm was zu essen. Wenn er krank war, wachte seine Frau an seinem Bett.
Egal wie arm er auch war, an seiner Seite ging stets eine Frau, die an seinem Leben, an seinen Gefühlen Anteil nahm. Fast war es ihm zuviel. So viele Gefühle, für die es überhaupt nicht genug Männerworte gab und doch fühlte er sich so glücklich und wünschte, er könnte seiner Frau und seinen Töchtern auch mehr Glück schenken, in dem er ihnen mehr Geld bieten könnte.
Da kam ein reicher und erfolgreicher Mann, der forderte den armen Mann auf ihm zu folgen. "Ich mache Dich reich, folge mir."
Da nickte der arme Mann und folgte dem reichen Mann in sein großes Haus, in dem ihn seine Töchter und seine Frau nicht besuchen durften. Jeweils am Wochenende bekam er sehr viel Geld, dass er reichlich nach Hause schickte. "Jetzt sind sie glücklich", dachte der arme Mann froh.
Aber niemand war mehr um ihn herum, der sich um ihn kümmerte. Keine Töchter, keine Ehefrau - nur Arbeit und viel Geld. Das muss wohl so sein seufzte der arme Mann und sparte weiter Geld, bis er reich geworden war. Dann ging er zurück zu seiner Familie. Seine Töchter waren aus dem Haus gegangen und hatten eigene Familien. Sie hatten keine Zeit mehr für Ihren Vater. "Wo warst Du, als wir Dich brauchten?", fragten sie.
Seine Ehefrau erkannte ihn auch nicht mehr. "Früher als armer Mann, da warst Du fröhlich und gesund, aber jetzt als reicher Mann bist Du krank und einsam. War es das wert?"
"Habe ich euch nicht Geld geschickt?"
"Haben wir Dich darum gebeten? Wir hatten Dich jeden Tag um uns herum, und wir fühlten uns vollständig und glücklich. Als Du fort warst, weil wir so arm waren, da fühlten wir uns alle schuldig, dass Du so hart arbeiten musst, weit von uns entfernt und so eilten die Kinder aus dem Haus, um uns nicht zur Last zu fallen. Hast Du denn nicht gemerkt, dass des anderen Last zu sein, uns allen das Glück gegeben hat, gebraucht zu werden? Nein, Du hattest kein Recht alleine zu entscheiden, das unser aller Glück Dein Reichtum ist?
Der Mann spürte, dass seine Frau recht hatte. Also nahm er all sein Geld und trug es aus dem Haus und gab es in gute Hände, dass es gut verwaltet war.
Er selber kehrte zurück und wurde krank und sprach zu seiner Frau, "all mein Geld habe ich verloren. Ohne Dich bin ich verloren". Da pflegte seine Frau ihn und lernte ihn wieder zu lieben. Und seine Kinder kamen und brachten ihrem armen Vater zu essen. Und als er gesund war, da half er ihnen, bei ihren Problemen und dann und wann, wenn es denn gar nicht anders ging, da fand er zufällig noch ein wenig Geld udn verschenkte es.
Aber arm und als Last - war er doch am glücklichsten.