Tuesday, April 29, 2008

Postbote


Manche Menschen erinnern mich an Postboten. Ja, sie sind für mich wie Postboten in eigener Sache. Sie liefern Ihre Gefühle bei anderen Menschen ab und kümmern sich nicht um die Befindlichkeit des Empfängers, sprich des Briefkasten.

Manche sind so eifrig mit der Zustellung ihrer Gefühle befasst, dass es ihnen egal ist, ob ihre Post zu groß ist, der Briefkasten schon voll ist, oder ob die Adresse überhaupt stimmt. Hauptsache weg damit. Egal.

Solchen Menschen sage ich, "nein ich habe keine Zeit jetzt. Nein, du musst deine Post behalten."

Direkt ohne Umschweife. Trotzdem gibt es selbst dann noch Leute, in deren Konzept ein sprechender Briefkasten nicht vorkommt und die weiterhin in eigener Sache zustellen wollen.

Für mich ist die Frage, "darf ich stören?, oder hätten sie Zeit?", eine Selbstverständlichkeit des Alltags. Das sieht leider nicht jeder so. Was denkt ihr? Was geht in Menschen vor, die diese Fragen für überflüssig halten?

7 comments:

Dori said...

Lieber Ray,
gute Frage: was geht in diesen Menschen vor? Ich habe ja so ein Spezialbeispiel an meinem Arbeitsplatz, da werden täglich die hauptsächlich negativen Emotionen einfach nur "rausgehauen", ohne Rücksicht auf andere.
Mein Lotus Notes System sagt mir zur Zeit beim Versenden einer Mail:
"Die Größe Ihrer Mail-Datei hat den Warnschwellwert von 81920 KB überschritten. Sie sollten einige Nachrichten Löschen, den Papierkorb leeren und Ihre Mail-Datei komprimieren".
In diesem Sinne....
Sonnige Grüße für einen strahlendschönen Feiertag,
Dori

Gabaretha said...

Lieber Ray,
viele Menschen haben ein starkes Bedürfnis sich mitzuteilen. Häufig haben diese Menschen noch nicht verstanden, dass es an ihnen liegt, die belastenden Umstände zu verbessern.
Für mich (als Emfpänger)ist das meist in Ordnung, weil ich sowieso nichts spannender finde als Menschen und ihre Belange.
Ich finde es aber auch voll ok, wenn Du Deinen Briefkasten zeitweise zuklebst und die Annahme der Gefühlspost verweigerst.
Ich wünsche Dir einen beschwingten und unbelasteten Feiertag,
besser und besser,
Gaba

schocan said...

ich selber verwende nur Briefkästen, bei denen ich spüre, daß meine Nachricht wohlwollend aufgenommen wird. Mitunter wird man ja auch ernsthaft gefragt "wie geht es Dir?". Wenn mich wiederum jemand zutextet, dann versuche ich meist, abzulenken oder zu verschwinden. Direkt sagen "ich mag das jetzt nicht hören", das schaffe ich kaum.

Gedankenmaler said...

Ich glaube, in solchen Menschen geht gar nicht so viel vor. Es ist wie ein Juckreiz: Jucken befriedigt, also tun sie es.
Es ist heutzutage leider sehr wenig verbreitet, an sich selbst einen hohen Maßstab anzulegen. Man stellt sich für dieses Verhalten also noch nichtmal in Frage.

Ray Gratzner said...

Liebe Dori, eine schöner Vergleich mit zu großen Mails, die man leider nicht annehmen kann. Auch schöne Grüße in den Feiertag.

Liebe gaba, schön dass du aus allem eine positive Schwingung ableiten kannst. Beneiddenswert. Liebe Grüße ins Isartal.

Liebe schocan, abhauen, wenn ich kann, ist auch eine von mir gepflegte Übung, die wenig Stress abverlangt. Schönen Feiertag wünsche ich Dir.

Lieber gedankenmaler, das auf die Ebene der Refelexe zu verlagern ist eine herrlich boshafte Sicht. Herzlichen Dank.

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