Thursday, April 24, 2008

Utopie für ein anderes Arbeiten.


Was wäre, wenn wir auf der Arbeit ein menschlichen Zusammenleben hätten, indem für jeden seine Arbeitsergebnisse seine Kinder wären und alle würden daran arbeiten, das die Kinder von jedem in der Firma möglichst gute Wachstumschancen und möglichst gute Zukunftchancen hätten. Alle könnten einen Weg mit Herz gehen und die Kälte des Kapitals, dass alle der Zahl dienen, gehört der Vergangenheit an, denn wer weiß, wenn der letzte Buchungssatz gebucht, das letze Konto abgeschlossen und die letzte Bilanz erstellt ist, ob wir einen positiven oder negativen Saldo haben werden?

Angehörige des Management lernen andere Verhaltensweisen, die es ihnen leicht machen den Firmenerfolg zu entfalten.

1. An jeder Leistung (Kind) hängen ein oder mehrere Menschen, die die Arbeit möglich machen. Eine Wirtschaft ist lebendig, in der Menschen Menschen begegnen. Und Menschen brauchen Anerkennung und Liebe. Wer das beherzigt wird schnell feststellen, das geliebte Mitarbeiter auch liebenswerte Produkte herstellen.

2. Auch wenn die Arbeit profitabel sein muss, damit der Betrieb wirtschaftlich überleben kann, werden Produkte von Menschen für Menschen gemacht. Arbeit sollte stets so gestaltet werden, dass die Mitarbeiter tagsüber einen Weg mit Herz gehen können. Einen Weg mit Herz gehen schließt nicht aus, das die Arbeit anstrengend oder schwer ist. Sie sollte so gestaltet sein, dass Menschen sie gern machen können.

3. Erwachsene Menschen sind in der Regel Eltern, d.h sie tragen Verantwortung für das Leben anderer Menschen. Gibt es ein größere Verantwortung? Jeder erwachsene Mitarbeiter sollte die größtmögliche Verantwortung an seinem Arbeitsplatz tragen. Seine Arbeitsprodukte sind seine Kinder, für die das Management ihn sorgen lassen soll. Eltern redet man nicht in die Erziehung ihrer Kinder rein. Eltern sind es gewohnt mit unterschiedlich großen Budgets Kinder groß zu kriegen und damit ist gemeint, das die Kostenhöhe für die Arbeitsprodukte trotz der Verantwortung der Mitarbeiter für ihre Produkte, den Zwängen einer Kostenrechnung unterliegen können.

4. Management besteht nicht darin, für andere zu entscheiden. Management besteht darin, Menschen zu dienen. Manager denken Tag und Nacht darüber nach, als Weg mit Herz, wie kann ich meinen Eltern (Mitarbeitern) das Heranziehen ihrer Kinder vereinfachen, für die Kinder mehr Zukunftschancen schaffen. Jede gute Entscheidung basiert auf den richtigen Gefühlen und wird mit den Eltern der Arbeitsprodukte besprochen. Management muss emotional sein.

5. Management muss die größtmögliche Verantwortung übernehmen und in allen Entscheidungen offen und ehrlich sein. Manager, die mit Fehlentscheidungen Arbeitsplätze und Produkte gefährden dürfen nicht weich fallen, sondern müssen ähnliche Risiken wie die Mitarbeiter tragen, sonst sitzen alle in einem Boot, nur das Management trägt Schwimmwesten.

6. Wenn Kinder(Produkte) sterben, dann muss es eine Untersuchung geben, warum ein Mitglied der Gesellschaft sterben musste. Gleiches gilt für Arbeitsplätze. Regeln innerhalb eines Betriebs sind immer Sicherheitsregeln für alle, dass niemand mit seinen Kindern zu Schaden kommt. Solche Untersuchungen sind öffentlich. Mehr Kontrolle bedarf es nicht, denn die Ordnung im Betrieb ist auch eine Aufgabe, sprich ein Kind eines Mitarbeiters, für dessen Wohlergehen sich alle verantwortlich fühlen.

7. Wird der Betrieb vom Markt her angegriffen, dann suchen alle vom obersten Chef bis zum Lagerhüter der Schrauben nach Lösungen, denn die Gefahr geht alle an.

3 comments:

Gabaretha said...

Lieber Ray,
was für eine schöne Utopie! Oder vielleicht gibt's ja schon Unternehmer, die in neuen Dimensionen denken und ihren Betrieb in ähnlicher Form begreifen und leiten?
Ich stelle es mir einfach vor und alles was ich mir vorstellen kann, ist möglich!
Imaginierende Grüße,
Gaba

Dori said...

Lieber Ray,

was für ein schöner Beitrag. Es soll ja bereits Firmen geben bzw. Firmeninhaber, die ihre Mitarbeiter auf diese liebevolle Art und Weise behandeln.

"Leider" werden in diesen Firmen keine Arbeitspläte frei, weil die Mitarbeiter freiwillig nicht gehen wollen.

Sonnige Grüße für ein schönes Wochenende,
Dori

Ray Gratzner said...

Liebe gaba, im Moment kenne ich noch Niemanden, und es sich vorzustellen ist immer der erste Schritt. Danke für Deinen Kommentar.

Liebe Dori, yop, das glaube ich auch, dass die Fluktuation gering wäre.