Tuesday, June 23, 2009

Katherine Mansfield

Katherine Mansfield

Katherine Mansfield schrieb mit 33 Jahren: "Ich bin 33. Und doch beginne ich gerade erst zu sehen, was es ist, das ich tun will. Es wird Jahre der Arbeit erfordern, dies zu tun. Wie unerträglich wäre es zu sterben - und Fetzen, Stückchen, nichts wirklich Fertiges zu hinterlassen."

Ein Jahr später war sie an Tuberkolose gestorben. Das Schicksal jung gestorbener Menschen stimmt mich trauriger, als der Tod älterer Menschen. Ältere Menschen hatten mehr Zeit das zu tun, was sie wollten.

Wir sollten, ich sollte stets an den Dingen arbeiten, die wir wirklich tun wollen. Nicht auszudenken, dass uns einst die Zeit weglaufen sollte...

5 comments:

ahora-giocanda said...

Ich versuche Deinen Gedankengängen zu folgen.Es gelingt mir (nicht) mehr.
Vollkommen wach sein Leben gestalten, Aufgaben übernehmen, die auf uns zukommen, ja - aber! (Mit)Leid schwächt jeden - auf allen Ebenen.
Werden und Vergehen gehört zum Leeben, ob Du Dich dagegen sträubst oder nicht - loslassen ist angesagt - die Folge davon ist ein reiches Leben. Ich weiß, das hört sich paradox an, ist es aber nicht.

Grey Owl Calluna said...

Lieber Ray!
Da versuche ich doch immer noch eine Balance zu finden, zwischen dem, was ich alles tun möchte, und dem "auch mal laufen lassen" und faul sein , ausruhen, weil ja auch oft die Kraft fehlt.
Aber im Grunde, habe ich doch schon viel geschafft.
Hab´mein Leben grundlegend geändert, mich meiner spirituellen Entwicklung gewidmet, mit Schreiben und Malen angefangen....
und es gibt noch soooo viel, was ich wissen, erfahren, lernen möchte!!
Ich arbeite daran.
Liebe Grüße
Grey Owl

Ray Gratzner said...

Liebe ahora, du hast wie immer recht. Loslassen ist das Richtige. Kann und schaffe ich allerdings nicht immer...bin dann wohl geschwächt*seufz* Aber den Wandel zu akzeptieren, glaube ich, das bekomme ich hin... LG an die Poetin der Seele

Ray Gratzner said...

Liebe grye owl, du arbeitest bestimmt hart und schwer und hast sehr viel zu tun: der Dschungel wird sich lichten und der Pfad wird klar werden, wenn der Hunger auf Vieles gestillt ist...

Astraryllis said...

Ich bin jetzt 44 und habe lange nach etwas gesucht, das mir so wichtig ist, dass ich ihm mein Leben widmen möchte. Ich fühlte mich dabei immer irgendwie unter Druck. Erst seit ich diese Suche aufgegeben habe und jeden Tag für sich lebe, einen nach dem anderen, ohne eine große Aufgabe, der ich mich widme, fühle ich mich wohler und "erfüllt". Ich musste erst lernen, mich auf die kleinen Dinge zu konzentrieren und mich daran zu erfreuen. Was jedoch nicht ausschließt, dass ich eventuell doch nochmal eine größere Aufgabe finde, der ich mich dann widme. Mag sein, dass ich das auch nicht mehr zu Ende führen kann. Mit dem Alter hat das wenig zu tun, finde ich.
Aber Menschen, die jung sterben, hatten wenig Gelegenheit Erfahrungen mit sich, anderen und dem Leben zu sammeln. Das ist schade.

Liebe Grüße,
Astraryllis.