Thursday, May 10, 2012

Wunschtraum

Und eines Tages gibt es ein Angebot in den Baumärkten. Eine Farbspraydose, mit der man mühelos Glasscheiben in zwei Metern Höhe trifft, wo die Farbe sich so fest mit dem Glas verbindet, dass sie nicht mehr abzutragen ist.
Millionen von Bürgern kaufen sich die Dosen und sie gehen zu der nächsten Radaranlage, die die Geschwindigkeit von Autos messen soll. Und sie sprayen die Gläser voll und geben die Straßen wieder denen zurück, die für ihren Bau bezahlt haben, sich selber.
Und die Stadtkämmerer weinen.
Und dann gehen die Bürger hin und sprayen auf die Anzeigetafeln der Tankstellen die Preise, die sie für einen Liter Kraftstoff angemessen halten. Sie tanken und sie zahlen nicht mehr. Die paar Beamte, die die Sparrunden der Politiker überlebt haben, können millionenfache Anzeigen nicht verfolgen. Es breitet sich der Wille des Volkes aus.

Überall lächelnde Bürger.

Ich meine in Kolumbien hat man einen Ölkonzern verstaatlicht. Eine Fluggesellschaft kauft sich eine Raffinerie und spart damit Riesensummen an Geld. Wie nennt man das wenn ein Staat sich Raffinerien kauft, vertstaatlichen, denn der Besitzer erhält eine Entschädigung. Warum verstaatlichen wir/Deutschland nicht die Ölkonzerne? Die Ölkonzerne verkaufen von einer Scheinfirma an die nächste bis der Profit absurd geworden ist. Aufkaufen und unterbinden.

Zwar gehören die Ölkonzerne den Engländern und den Amerikanern und wahrscheinlich werden Kanonenboote vor Deutschlands Häfen liegen und die USA werden uns warnen, dass wir keine Massenvernichtungsmittel herstellen. Aber wenn wir standhaft bleiben, - würden sie wirklich Bomben auf Deutschland schmeißen? - dann bleibt uns allen mehr im Portemonaie. Und wir wollen doch alle mehr Geld im Portemonaie?

Unterwegs für Öl und Freiheit

12 comments:

Anonymous said...

Lieber Ray,

auf diese Frage: würden sie wirklich Bomben auf Deutschland schmeißen?

kann ich nur eine Antwort geben: Bei Geld hört die Freundschaft auf.

Liebe Grüße
Rabenzicke

Gabriela M. Kalwe said...
This comment has been removed by the author.
Rabenzicke said...

Rabenzicke......die natürlich nicht anonym antworten wollte.

Angelika said...

Hallo Ray
Ein Thema, was intersessant ist, bei Macht- und Geldspielen, hört doch jede Freundschaft auf.
Schönen Tag und liebe Grüße
*Angelika*

Schweinchen Schlau said...

Lieber Ray, ein schöner Gedankenansatz. Würde es nicht schon helfen, wenn wir zwei oder drei Mal im Jahr wieder einen autofreien Sonntag hätten. Ich erinnere mich mit großem Wohlwollen daran, aber da scheint die Lobby der Ölkonzerne auch den Finger drauf zu haben... Liebe Grüße vom Schweinchen Schlau

Norbert said...

Du hast noch etwas vergessen, lieber Rainer, wir bekommen noch eine Sauerstoff-Verbraucher-Steuer, und die Sonnenlicht-Nutzung, die nach der m²Größe der Hautoberfläche des Menschen berechnet wird. :-)
Wir haben da noch einige Portale!! ;-)
LG
Norbert

Ray Gratzner said...

Liebe Rabenzicke,

ich glaube da hast Du recht. Wir wären auf einmal keine Freunde mehr... Das sstimmt bedenklich. Liebe Grüße an das 7.te Zimmer
Rainer

Ray Gratzner said...

Liebe Angelika,

ich gebe Dir recht und schicke Dir liebe Grüße Rainer

Ray Gratzner said...

Liebe Frau Schlau,

autofreie Tage, um die Ölmultis zu schrecken... Geniale Idee. Wäre vielleicht auch ein Weg...

Liebe Grüße Rainer

Ray Gratzner said...

Lieber Norbert,

mir wird angst und bange, was denkbar ist wird wirklich werden...

Liebe Grüße rainer

AnnaFelicitas said...

Hallo lieber Rainer,

letztendlich liegt alle Macht in den Händen des Verbrauchers, doch der müsste schon Lust auf eigenverantwortliches Handeln haben, um sie ausüben zu können. Da dieses aber oft mit Einschränkungen einhergeht (Auto stehen lassen, ÖPNV oder Radl nutzen), ist es doch viel bequemer, auf die Großen zu schimpfen, währenddessen man sich selbst bedauert (und weitertankt) und alles bleiben lässt, wie es ist ;)

Alles Liebe
Anna

PM said...

Ich glaube kaum, dass autofreie Sonntage das Problem lösen. Hier geht es um Großmachtpolitik, und um auf dieser Ebene bemerkt zu werden, reichen solche Maßnahmen nicht aus. Verstaatlichung von Raffinerien kommt der Sache schon näher. Aber auch ich sehe da ein kleines Problem: Seit in den Siebzigern Berater des US-Präsidenten die Idee ausgekocht haben, sämtliche Schlüsselrohstoffe müssten in amerikanische Hände, bringt alles, was mit Öl tun tun hat (oder mit Öl-Pipelines oder mit Gas oder mit Uran oder mit... etc.), automatisch unsere "einzige überlebende Supermacht" auf den Plan. Bei der alleinigen Verfügung über Schlüssel-Rohstoffe geht es um sehr viel Geld - aber auch sehr viel Macht, denn wer die Hand am Ölhahn hat, kann ihn denjenigen, die ihm nicht genehm sind, auch zudrehen.
Im Moment ist es wohl noch nicht so weit, aber dass den USA kein Blutzoll zu hoch ist, um die Kontrolle über das Öl (die Pipelines, das Gas, das Uran...) in die Hände zu bekommen, sehen wir doch seit den Kriegen diverser US-Präsidenten, oder?
LG, PM