Bei dir sind meine Gedanken
Und flattern, flattern um dich her;
sie sagen, sie hätten Heimweh,
Hier litt' es die nicht mehr.
Bei dir sind meine Gedanken
Und wollen von dir, von dir nicht fort;
sie sagen, das wär' auf Erden
Der allerschönste Ort.
Sie sagen, unlösbar hielte
Dein Zauber sie festgebannt;
sie hätten an deinen Blicken
Die Flügel sich verbrannt.
Link: The Lied and Art Song Texts Page
Saturday, December 8, 2007
Friedrich Halm, Bei dir sind meine Gedanken
Thursday, December 6, 2007
Die geheimen Top-Ten-Liebesblocker, Trägheit des Herzens
Mit der Übung entfalte deine Liebe stärkten wir die Fähigkeit, uns überhaupt zu lieben. Etwas, das viele Eltern ihren Kindern schon in jungen Jahren nehmen. Mit der Übung überwinde die Trägheit des Herzens gehen wir den folgerichtigen nächsten Schritt. Jetzt wird in Bewegung gebracht, was uns erfüllt.
Ich gehe auf meine persönliche Trainingsstrecke und bereite mich für die Meditation vor.
Ich stelle mir vor, weder Arme noch Beine zu haben. Ich bin ein Stehaufmännchen, das sich schaukeln kann, ohne sich bewegen zu können. Ich stelle mir vor, meine Liebe für mich kristallisiert, wird zu Fasern, wird zu einer Masse, aus der mir Beine und Hände wachsen und dann fange ich an mich mit den neuen Gliedmaßen zu bewegen.
Vorsicht noch einmal mit der Nase kontrollieren, ob sich keine fremden Gefühle eingeschlichen haben, die würden unangenehm riechen. Wenn sie humpeln oder Schwierigkeiten mit den Armen haben, dann beachten sie es nicht weiter. Das sind Verletzungen, die wir später heilen werden, denn ein Mensch, der liebt, der wird zu einer heilen Seele finden. Und denken sie daran - nichts erzwingen. Wenn es Tage dauert, bis sie laufen können, dann ist nichts verkehrt oder etwas falsch mit ihnen oder ihrer Übung. Sie sind vielleicht nur in der Liebe verletzt.
Sollten Menschen auf sie anders reagieren, wenn sie die Übung beherrschen, dann kommen Sie ruhig zurück und hinterlassen sie einen Kommentar.
Wednesday, December 5, 2007
Kampf den Top-Ten Liebesblockern, Egozentrik!
Auf meiner persönlichen Top-Ten-Liste der Liebesblocker ganz oben steht das Gefühl mehr wert zu sein als andere Menschen – Egozentrik. Sich selber zu lieben, ist eine für das Wohlbefinden unerlässliche Sache. Gerät die Eigenliebe aus dem Rahmen, bilde ich mir ein, über den Menschen in meiner Umgebung zu stehen, dann verändert sich das Gefühl der Selbstliebe. Sie wird zu einer Wand, die andere Menschen ausschließt, die den freien Fluss von Energie unterbricht.
Da diese Wand in meinem Inneren besteht, merkt meine Umwelt nur an der Art und Weise wie ich mit ihr umgehe, dass ich ein Problem habe. Treffe ich auf egozentrische Menschen, dann spüre ich schnell, dass ich sie nicht erreichen kann. Ein gegenseitiger Austausch, ein gegenseitiges Helfen ist ausgeschlossen. Sie schweben aus ihrer Sicht über mir und ich habe kein Bedürfnis mich von Egozentrikern ausnutzen zu lassen. Meiner Erfahrung nach merkt ein Egozentriker nicht, dass er fortlaufend ärmer wird. Er verbindet seinen Wert mit Äußerlichkeiten wie Besitz, Status, Geburt, körperliche Vorzüge und andere denkbare Privilegien.
Da die Welt ein Energiefluss ist, fließt aus dem Egozentriker beständig Lebensenergie ab, ohne dass dem ein gleicher Zufluss entgegenstünde. Der Wasserpegel im Teich der Lebenskraft sinkt unmerklich. Es entwickelt sich ein stehendes Gewässer, aus dem die Egozentrik selbstbewusst zum Himmel stinkt. Diesen Geruch werden wir in der heutigen Meditationsübung unter die feinstoffliche Nase nehmen.
Der Scheideweg für den Egozentriker ist die Todeserfahrung. Während er das Thema Tod vermeidet und er sich aufgrund seiner eingebildeten besonderen Überlegenheit für unsterblich hält, erschüttert die erste Begegnung mit dem Tod den Egozentriker schwer. All das, worauf er seinen Wert gründet, soll ihm auf immer entrissen werden. Schrecklich. Doch leider beobachte ich hier im Wesentlichen die falschen selbstwertdienlichen Lernschritte. Der Egozentriker erklärt; meine Todeserfahrung war:
Das Verschulden Anderer.
Ein einmaliges Erlebnis.
Dass ich überlebt habe, zeigt meine Besonderheit.
Wenn ich nur noch wenig Zeit habe, dann muss ich meinen überlegenen Status so gut wie möglich ausnutzen. Ich werde nichts hinterlassen außer verbrannter Erde.
Und so weiter und so fort.
Zöge der Egozentriker die Lehre, dass alle Menschen im Angesicht des Todes gleich sind, und dass er jetzt in dem Moment lebt, in dem er sterben wird, dann hätte er einen fließenden Bezug zur Welt. Er würde die Welt lieben, jeder Tag wäre ein Geschenk für ihn.
Wie kann ich prüfen, ob ich egozentrisch bin? Ich begebe mich auf meine persönliche Trainingsstrecke. Nachdem ich die vorbereitenden Schritte durchgeführt habe, stelle ich mir Bekannte vor. Ich rieche sie in meiner Vortselllung. Sehr schnell stelle ich fest, dass einige unangenehm riechen. Ich kann sozusagen die Person nicht riechen. Der Geruch ist ein Produkt mangelnder seelischer Hygiene. Menschen die angenehm riechen gibt es natürlich auch und jetzt kommt's drauf an, ich rieche mich selbst.
Ich experimentiere dabei mit meinen Gefühlen. Wie rieche ich, wenn ich mich überlegen fühle, oder rachsüchtig? Wie rieche ich, wenn ich von Liebe erfüllt bin? So finde ich schnell heraus, dass es unangenehm riechende Gefühle gibt, die ich den stehenden Gewässer Gefühlen zuordnen würde. Sie hemmen den Fluss der Liebe.
Was tue ich, um mich zu reinigen? Einfache Sache das. Ich stelle mir vor, durch eine naturbelassene Landschaft zu gehen, die ich sehr schätze. Ich gebe den Pflanzen Wasser, füttere die Tiere und begegne den Menschen unterwegs mit Wertschätzung. Als Nagelprobe gilt es die Stimmung mit der feinstofflichen Nase prüfen. Rieche ich angenehm? Ok, dann habe ich die Übung richtig gemacht. Die in der Meditation gefundene Stimmung werde ich später im Alltag immer wieder erinnern und in das eigene Handeln einfließen lassen und ich werde feststellen, dass man mich riechen kann.
Jemand geht euch auf den Keks, wie riecht er in eurer Vorstellung?
Kampf den Top Ten Liebesblockern, Hass!
Ich begebe mich zu meiner seelischen Fitnessstrecke. Nachdem ich mich auf meine Übung vorbereitet habe (wie sie o.a. Link) lasse ich mich in ein hasserfülltes Gefühl hineinfallen. Wie mit einer Fahrstuhltreppe fahre ich tief in hasserfüllte Gefühle hinein. Ich lege mir in der Intensität des Gefühls keine Beschränkungen auf. Wenn ich intensiv von Hass durchdrungen gehe ich in der Vorstellung an einem Ort, den ich liebe. Ich spaziere mit dem hasserfüllten Gefühl umher. Was passiert? Der Ort wird in meiner Vorstellung düster und unbelebt, die Vegetation geht ein, die Landschaft nimmt ein verwüstetes Aussehen an. Warum ist das so?
Nun die Bilder, die ich mir vorstelle, die in meinem Inneren entstehen, werden von meinem Körper erstellt. Sie sind ein Teil meiner Innenwelt, auch wenn sie die Außenwelt zeigen. Indem ich hasserfüllte Vorstellungen hege, fügen ich meinem Inneren Schaden zu, denn die verdorrten Landschaften, das sind Bilder in mir, das sind Dinge, die für meinen Körper die Qualität von Realität besitzen und deswegen auf ihn wirken.
Ein schönes Beispiel dafür ist Körpersprache. Wer schon einmal bei einem Körpersprachetrainer war, der bekommt die Bedeutung der inneren Bilder beigebracht. Wenn ich mich an positive Dinge erinnere, dann strahlt mein Körper das ab. Habe ich eine bedrückte Körperhaltung, dann wirkt dies auf meinen Körper zurück. Der Körper erinnert sich an Situationen, in denen er bedrückt war. Der Körper kennt nur eins, den Moment und er nimmt die inneren Bilder als wirklich an.
Andere Personen würde in ihrer Vorstellung vielleicht andere Dinge sehen als ich, doch die Wirkung des Geschehens auf den Körper wären vergleichbar. Also, Hass richtet sich in meinem Inneren sofort gegen mich, wie ich es in der Übung herausgefunden haben.
Wie aber mit Hass umgehen? Nun zuerst repariere ich die Schäden, die die Vorstellung in mir angerichtet hat. Ich gehen erneut an meinen Lieblingsplatz und empfinden dabei ein tiefes Gefühl von Liebe. Sofort erwacht die Landschaft zu blühendem leben und regenerieren sich.
Hass ist Ausdruck einer Zurückweisung durch Dritte, das mir in meiner Wahrnehmung nicht gefällt, mir schadet oder mich bedroht. Der Hass mobilisiert meinen Körper für einen Kampf, sei er direkt oder indirekt. Ich fühle elementare Interessen in Gefahr. Daher ist der erste Schritt zu Überwindung von Hass ihn zu integrieren und das Gefühl nach seiner Bedeutung zu befragen. Warum bist du da. Was willst du bewahren?
Wenn ich mir diese Frage gestellt habe, kann ich dazu übergehen, über die Antwort zu meditieren, wie ich mein Interesse schützen kann. Dazu richte ich ein intensives Liebegefühl auf das Interesse. Was immer ich jetzt vor meinem inneren Auge sehe, es sind die Schritte, die mich seelisch stärken und zugleich abgrenzen werden von dem, was ich hasste . In diesem Moment ist der Hass nicht mehr notwendig. Ich bin mit positiver Energie erfüllt und zum Handeln bereit.
Ein Freund erzählte mir: "Als ich ein kleiner Junge war, machte mir mein größerer Bruder ein Spielzeug kaputt. Ich hasste ihn dafür. Das was er mir zerstörte, war ein Unikat gewesen und es ließ sich nicht wieder herstellen. Jahre später meditierte ich darüber und ich fühlte in der Meditation, wie mein Bruder sich fühlte, als er mein Geschenk zerstörte. Er war innerlich verzweifelt und von Neid zerfressen. Er hatte das Gefühl, nie selbst so etwas Schönes geschenkt bekommen zu haben und er stand wie unter einem Zwang, das Geschenk zu zerstören, um nicht länger darunter zu leiden, dass ich ein solches Geschenk besaß und er nicht. Als ich meinen Bruder in der Meditation so fühlen und erleben konnte, da konnte ich ihm verzeihen und mein Hass war fort."